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Fussball

Riedenberg und Münnerstadt gegen den Abstieg

Neben dem SV Riedenberg und dem TSV Münnerstadt machen sich noch weitere Mannschaften richtig Sorgen.
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Kampf um den Ball und den Klassenerhalt. Der Münnerstädter Ahmet Coprak (hinten) ist nach seiner Rotsperre wieder dabei. Er bedrängt den Riedenberger Nick Schumm. Foto: Hopf
Kampf um den Ball und den Klassenerhalt. Der Münnerstädter Ahmet Coprak (hinten) ist nach seiner Rotsperre wieder dabei. Er bedrängt den Riedenberger Nick Schumm. Foto: Hopf

Die Meisterschaft ist an die FT Schweinfurt vergeben, die nächste Saison wieder in der Landesliga zuhause sein werden. Ihnen folgen könnte der TSV Gochsheim (2./55), der zwei Matchbälle hat, um sich Platz zwei zu sichern und zum zweiten Mal hintereinander an der Relegation zur Landesliga teilzunehmen. Der TSV Forst (3./51) hat bei vier Zählern Rückstand auf Gochsheim nur theoretische Chancen. Den Kampf um den Klassenerhalt verloren haben der FSV Krum (15./22) und der SV Dettelbach und Ortsteile 09 (16./18). Den dritten Absteiger, den Relegationsplatz und den letzten freien Platz in der Liga werden wohl die DJK Altbessingen (12./33), der TSV Münnerstadt (13./31) und der SV Riedenberg (14./28) untereinander ausspielen. Unter gewissen Umständen können auch der SV-DJK Unterspiesheim (10./34) und der TSV Bergrheinfeld (11./34) hinten reinrutschen.

TSV Münnerstadt - DJK Altbessingen (Sonntag, 15 Uhr) Durch die 1:3-Niederlage in Thulba hat der TSV Münnerstadt (13./31) einen großen Befreiungsschlag verpasst und steht im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten DJK Altbessingen (12./33) vor einer Art K.o.-Spiel. Geht die Partie verloren, sind die Chancen auf den direkten Klassenerhalt verschwindend gering. Die Münnerstädter müssten im letzten Match den direkten Angriff des SV Riedenberg auf den Relegationsplatz abwehren. "Die Karten liegen jetzt auf dem Tisch. Wir brauchen einen Sieg. Im Prinzip sind die letzten beiden Spiele Relegationsspiele. Aber wir haben nach wie vor die Möglichkeit, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen", sagt Trainer Klaus Keller. "Ich traue der Mannschaft zu, dass sie zweimal gewinnt, denn wir sind in keiner Abwärtsspirale, sondern es fehlt Konstanz. In Thulba haben wir es spielerisch gut gemacht, auch wenn wir am Ende mit leeren Händen dastanden." Aufsteiger Altbessingen will selbst unbedingt die Klasse halten. Die DJK landete vor Wochenfrist mit dem 2:0 über die FT Schweinfurt einen Big Point. "Sie leben von ihrem 'Korpsgeist' und haben mit Peter Reitz in der Defensive, Mario Full als Strippenzieher im Mittelfeld sowie Kai Herold im Sturm in allen Mannschaftsteilen richtig gute Kicker. Wir müssen die Situation annehmen und mutig sein. Es gilt das Spielerische aus dem Thulba-Spiel mitzunehmen und dann muss vorne was passieren. Die Drucksituation kann ich den Spielern nicht abnehmen, die hat sich aus den Ergebnissen entwickelt. Es kann aber ein geiler Abschluss werden", wünscht sich Keller zum Abschied ein Happy-End. Dafür holt er unter anderem Stand-by-Spieler Marcel Waffler für die letzten Spiele aus Starnberg in den Kader zurück. Keller: "Das war mit ihm so abgesprochen. Er tut uns mit seiner Spielweise in der jetzigen Situation gut." Fehlen wird Routinier Michael Knysack, der privat verhindert ist.

FT Schweinfurt - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr) Gelingt dem SV Riedenberg (14./28) beim bereits gekürten Meister FT Schweinfurt (1./64) ein erneuter Husarenstreich und hält sich den Traum vom Klassenerhalt weiter aufrecht? Oder besiegelt der vorletzte Spieltag den Sturz in die Kreisliga? Das Pendel kann für die Grün-Weißen in beide Richtungen ausschlagen; dessen ist sich Interimscoach Benedikt Carton bewusst: "Natürlich kann es sein, dass es für uns am Sonntag vorbei ist. Aber wir halten uns weiter am letzten Strohhalm. Die Bereitschaft dazu ist im Training und Spiel sehr gut und das wollen wir beibehalten, egal wie lang die Saison dauert." Die Sinntaler schafften durch den 7:0-Kantersieg über Absteiger Krum den zweiten Dreier in Folge und zeigten beeindruckende Effizienz. Carton: "7:0 hört sich gut an und ist gut. Zielstrebigkeit und Abschluss waren stark. Vom Spielerischen her war ich gar nicht mal so zufrieden. Wir haben gegen den Ball die Abstände teilweise zu groß gelassen, es hinten aber gut wegverteidigt. Und vorne waren wir eiskalt. Aber natürlich haben wir auch die Dinge thematisiert, die nicht so gepasst haben, denn die Qualität des kommenden Gegners ist hinlänglich bekannt." Die Turner feierten die zweite Meisterschaft hintereinander und haben sich in der Saison den höchsten Respekt der Kontrahenten erarbeitet. Vergangenes Wochenende setzte es aber in Altbessingen (0:2) die erste Auswärtspleite der Saison. Ein Ergebnis, das Riedenberg wenig schmeckte, denn Altbessingen ist direkter Konkurrent im Kampf um die letzten freien Plätze der Bezirksliga. "Schweinfurt wird jetzt umso mehr versuchen, sein letztes Heimspiel zu gewinnen. Sie stellen die zwei besten Torschützen der Liga; da versuchen wir uns so gut wie möglich vorzubereiten, um die Schweinfurter Offensivstärke einzudämmen. Natürlich ist eine Prämisse, kompakt zu stehen. Wir werden alles versuchen, um die Aufgabe erfolgreich zu gestalten", gibt sich Riedenbergs Coach, der zwei, drei Fragezeichen im Kader hat, gewohnt kämpferisch.

TSV Bergrheinfeld - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr) Letzte Zweifel am Klassenerhalt hat der FC Thulba (7./39) mit dem 3:1-Derbysieg über Münnerstadt ausgeräumt und fährt entspannt zum TSV Bergrheinfeld (11./34). Der muss sich noch Sorgen machen, auf den Relegationsplatz abzurutschen. "Wir wollen befreit aufspielen und unsere Youngster sollen dort weiter Einsatzzeit bekommen. Sie kriegen langsam Vertrauen in ihre eigene Leistung. Aktuell macht die Arbeit mit ihnen sehr viel Spaß", freut sich FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz über seine Frankonen-Jungs. Den Sieg gegen Münnerstadt brachte aber ein Routinier mit auf den Weg. Die Vorarbeit von Timm Manger auf Marcus Hein mit einem Schnittstellen-Lupfer, den Letzerer verwertete, fand Kleinhenz schlicht "genial". Hein machte mit dem dritten Treffer dann den Deckel auf die Partie, obwohl Münnerstadt nicht schlechter agierte. Auch in Bergrheinfeld wollen die Frankonen punkten, vor allem aber laut Kleinhenz "wieder mutiger agieren und das spielerische Element mehr mit einbeziehen." Gegner Bergrheinfeld hätte zuletzt den Klassenerhalt fast perfekt machen können; doch das Team von Trainer Thomas Gerstner unterlag in Dampfach nach 2:1-Führung mit 2:3. Das Hinspiel gewann die Kleinhenz-Truppe klar mit 4:1.

Oberschwarzach - FC Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr) Nur noch um Ruhm und Ehre geht es für beide Teams in der Partie zwischen dem SV-DJK Oberschwarzach (4./48) und dem FC 06 Bad Kissingen (6./43). Die 06er verabschiedeten Trainer Rüdiger Klug mit einem 1:1 zuhause gegen Unterspiesheim. Für die restlichen Spiele stehen Christian Heilmann und Christian Laus auf der Kommandobrücke und vertreten den beruflich verhinderten Coach. "Auch wenn noch zwei Partien zu absolvieren sind, möchten wir uns als Mannschaft nochmal ganz herzlich bei Rüdiger für die schöne Zeit bedanken", sagt Heilmann in Richtung des erfahrenen Trainerfuchses. Für die Partie in Oberschwarzach/Wiebelsberg haben sich die Kurstädter dennoch vorgenommen, Punkte zu holen. Das Hinspiel konnten sie mit 2:1 gewinnen. Ruslan Zhyvka stellte in Durchgang eins mit einem Doppelpack die Weichen. Das Team des Trainer-Duos Simon Müller/Alexander Greß verpasste genau wie in der vergangenen Runde Platz zwei, der wohl auch diesmal an den TSV Gochsheim geht. Bestenfalls kann man Vorjahresplatz drei noch erreichen; dazu muss allerdings ein Sieg her, den der FC 06 verhindern will. "Natürlich wollen wir auch Spaß haben am Fußballspiel, dafür war Rüdiger immer eingestanden", lobt Heilmann Klug. Personell ändert sich im Kader normal nichts.

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