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Fußball Kreisliga

Ramsthaler zeigen die richtige Reaktion

Während Rannungen patzt, kommt Westheim immer besser in Fahrt. Wichtiger Dreier für den FC Reichenbach.
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FC Strahlungen - TSV Steinach 2:2 (1:2). Tore: 0:1, 0:2 Maximilian Hein (21., 36.), 1:2 David Noack (39.), 2:2 Dominik Beck (69.). "Hut ab. Steinach ist ein guter und läuferisch starker Aufsteiger", sagte der Strahlunger Sprecher Bernhard Nöth nach dem 2:2 auf Kunstrasen. Ein Ergebnis, "das in Ordnung geht und mit dem wir zufrieden sind." In der Anfangsphase stand zweimal TSV-Keeper Franz-Xaver Rosshirt im Mittelpunkt. "Ich weiß nicht, wie er den rausgekratzt hat", staunte Nöth über dessen Parade gegen Felix Beck aus kurzer Distanz. Dann kam die beste Phase der Gäste, die durch Maximilian Hein mit 2:0 in Führung gingen. Das erste Tor war schön herausgespielt, beim zweiten leistete die Hintermannschaft der Strahlunger Schützenhilfe. Gut für den FC, dass David Noack nur kurz darauf verkürzte. Er spielte mit Benedikt Bötsch doppelt Doppelpass und knallte den Ball aus 16 Metern volley ins Netz. Im zweiten Durchgang machte Strahlungen viel Druck und Steinach verpasste es, seine Konter konsequent zu Ende zu spielen. Der Ausgleich resultierte aus einem 25-Meter-Schuss von Dominik Beck, der im Winkel einschlug. "Die Steinacher waren spritziger und haben kaum etwas zugelassen", sagte Nöth über den ersten Durchgang, in dem der Aufsteiger die bessere Mannschaft war. "Michael Voll hat wirklich eine gute Elf beisammen", so Nöth. rus TSV Rannungen - TSV Bad Königshofen 0:1 (0:1). Tor: Alexander Sarwanidi (36.).

Die "Gücker" sind außer Tritt geraten: Nach zwei Niederlagen binnen acht Tagen ist die Tabellenführung futsch. Die Gäste bezahlten den Sieg aber teuer, denn zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb Marcus Lockner bei einem Schlag im Rasen hängen, verdrehte sich das Knie, musste vom Platz getragen werden und dürfte wohl länger ausfallen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Tüchert-Elf schon in Front, weil Alexander Sarwanidi den Querpass von Alexander Erlanov verwertete. Die Elf von Klaus Seufert machte sich das Leben selbst schwer durch Unkonzentriertheiten und viel zu komplizierte Pässe. Die Gäste durften sich kurz vor dem Seitenwechsel bei ihrem Keeper Andreas Hofmann bedanken, der zunächst einen Hinterhaltsschuss von Peter Hahn um den Pfosten lenkte (39.), dann den Schuss des frei vor ihm auftauchenden Alexander Müller glänzend parierte (44.). Die besten Möglichkeiten der enttäuschenden Platzherren ergaben sich für Benjamin Kaufmann, der nach Flanke des eingewechselten Michael Röder mit einem Kopfball an einem Reflex des Keepers scheiterte (50.), drei Minuten später wurde sein Schuss vom Gäste-Keeper abgeblockt, die Kugel beförderte dann Patrick Kuhn endgültig von der Torlinie. Das war es schon mit den TSV-Hochkarätern, die kompakt stehende Gäste-Defensive um Daniel Blau und dem Routinier Florian Zirkelbach ließ nichts mehr anbrennen.

FC Westheim - TSV Hausen/Rhön 7:0 (5:0). Tore: 1:0 Maximilian Seit (2.), 2:0 Yanik Pragmann (4.), 3:0, 4:0 David Böhm (18., 24.), 5:0 Maximilian Seit (40.), 6:0 Max Schmid (56.), 7:0 Maximilian Schaub (65.).

Den Ausrutscher der Rannunger nutzten die Westheimer. "Der Sieg gegen einen Gegner, der sich kaum wehrte und im ganzen Spiel nur eine gute Torchance bei einem Freistoß von Andreas Vierheilig verzeichnete, wurde uns nicht schwer gemacht", informierte FC-Coach David Böhm. Dessen Schützlinge schlossen die ersten beiden Angriffe erfolgreich ab. Beim Führungstreffer legte Yanik Pragmann von der Grundlinie auf Maxi Seit zurück, dann ließ der FC-Torjäger nach einer kurz ausgeführten Ecke TSV-Keeper Tobias Hohmann mit seinem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance. "Wir haben uns danach auf kein Geplänkel eingelassen, haben das Spiel weiter diktiert und den Vorsprung zügig ausgebaut", sagte Böhm. Westheims Spielertrainer selbst schlug ebenfalls zu, zunächst nach einem Querpass von Pragmann, dann nach einem weiten Schlag von Fabian Martin in den Rücken der Gäste-Deckung. Der sowieso schon schwache Widerstand der "Graumänner" war gebrochen. "Diese haben irgendwie mitgespielt, aber weder Zweikampfhärte noch die notwendige Körpersprache gezeigt", so Böhm, der noch vor dem Seitenwechsel den Treffer von Geburtstagskind Maxi Seit notierte. Nach der schönsten Kombination der einseitigen Partie - Fabian Martin schickte Seit, der mit der Hacke in den Lauf von Maxi Schaub verlängerte, der seinerseits den eingewechselten Max Schmid bediente - war das halbe Dutzend voll. Für den Endstand sorgte Schaub, der nach einem gewonnenen Zweikampf einen Alleingang startete und überlegt ins lange Eck einschoss. Das Debakel der Rhöner, die nach acht Spielen die schlechteste Defensive der Liga (30 Gegentreffer) stellen, hätte noch dramatischere Ausmaße annehmen können, wenn Arkadiusz Grek und Malte Förster ihre guten Möglichkeiten genutzt hätten.

FC Reichenbach - VfL Spfr. Bad Neustadt 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Simon Trägner (28.), 2:0 Jonas Trägner (91.).

"Das war ein verdienter Sieg von uns", kommentierte FC-Trainer Sven Ludsteck den Ausgang einer Begegnung, die die Teutonen jederzeit im Griff hatten und früher für sich hätten entscheiden können. Denn schon vor dem 1:0, das Simon Trägner mit einem Schuss aus 20 Meter erzielte, hätte es im von Benedikt Kolb gehüteten Gäste-Kasten einschlagen können. So bei einem Pfostenschuss von Simon Trägner (20.), kurz darauf vergab David Dietz aus aussichtsreicher Position. Von den Saalestädtern kam wenig, ihre Sturmspitze Tim Amberger erfreute sich einer Doppelbewachung und war so abgemeldet. Auch nach dem Rückstand war das Aufbäumen der Gäste nicht gravierend. Bemerkenswert, dass der Unparteiische Sven Thoma (Oberstreu) keine einzige Verwarnung aussprechen musste. Nach der Pause versuchte es Gäste-Coach Bernd Sitzmann mit frischen Kräften, doch die Maßnahme zeigte keine Wirkung, weil die Hergenröther-Brüder sowie ihre Nebenleute Christian Pickel und Christoph Hillenbrand Herr der Lage blieben. "Ausbaufähig war unsere Chancenverwertung", schloss Ludsteck seinen Bericht ab. Iin der Nachspielzeit sorgte Jonas Trägner für die überfällige Erlösung bei den heimischen Fans, als er nach Vorarbeit von Johannes Katzenberger einschoss. TSV Grafenrheinfeld - SV Ramsthal 0:3 (0:2). Tore: 0:1 Sascha Ott (37.), 0:2 Enrico Ott (45., Elfmeter), 0:3 Philipp Schmitt (86.).

"Diesen Arbeitssieg haben wir uns verdient. Das war genau die richtige Reaktion nach dem 1:5 gegen Nordheim", sagte Ramsthals Pressewart Jochen Hesselbach. Beim Führungstreffer wurde Sascha Ott mustergültig mit einem langen Diagonalpass bedient. Danach blieben die Ramsthaler das bessere Team und erhöhten, als Enrico Ott nach Foul an Sascha Ott im zweiten Versuch per Strafstoß traf. Zuvor hatte der SVler an den Pfosten geschossen, doch da Grafenrheinfelder zu früh in den Strafraum liefen, wurde der Elfmeter wiederholt. Ramsthal erspielte sich weitere gute Torchancen, aber Mario Riegler im TSV-Tor verhinderte mehrmals eine Vorentscheidung. "In der zweiten Hälfte hat Grafenrheinfeld mehr Druck gemacht und wir haben uns aufs Kontern konzentriert", berichtet Hesselbach. Das Spiel wurde teilweise ruppiger, Schiedsrichter Steffen Krauß ahndete konsequent und hatte so das Spiel im Griff. Der Gastgeber konnte sich keine zwingenden Torchancen erspielen, stattdessen traf Philipp Schmitt nach einem Konter. sjs

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