Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Punktgewinn in Freiburg mit Brummschädel

Beim Gastspiel im Breisgau hatten die Hammelburger auch die Chance auf drei Zähler.
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Das Selfie vor der langen Fahrt nach Freiburg zeigt die Hammelburg Volleys. Zum Sieger-Selfie sollte es später nicht ganz reichen.Luca Dierks
Das Selfie vor der langen Fahrt nach Freiburg zeigt die Hammelburg Volleys. Zum Sieger-Selfie sollte es später nicht ganz reichen.Luca Dierks

FT Freiburg - TV/DJK Hammelburg 3:2 (15:25, 26:24, 23:25, 25:22, 15:13). Die Uhr zeigte 3.45 Uhr, als der Teambus der Hammelburg Volleys aus dem Breisgau endlich in Würzburg ankam. Fünf harte Sätze mussten die Saalejungs über sich ergehen lassen, um am Ende wenigstens einen Punkt aus Freiburg mitzunehmen. "Das war super ärgerlich. Hätten wir den zweiten Satz gewonnen, wäre das Ding 3:0 ausgegangen", sagte Volleys-Mittelblocker Luca Dierks.

Hinter den Unterfranken lag ein über weite Phasen hochklassiges und hochemotionales Spiel vor 350 begeisterten Zuschauern in der Burdahalle. Als hätte Freiburgs Trainer die Hammelburger Spielstärke unterschätzt, setzte er zunächst seinen jungen Zuspieler und Diagonal-Angreifer ein, bevor Jakob Schönhagen im späteren Verlauf auf seine erfahrenen Kräfte setzte. Nicht nur dieser Umstand hatte zur Folge, dass Hammelburg den ersten Satz dominierte. "Wir haben im ersten Satz auch verdammt gut aufgeschlagen", analysierte Dierks. Vor allem der spätere Silber-MVP Felix Bendikowski verdiente sich Bestnoten.

Nach ausgeglichenem Beginn dominierten ab Mitte des zweiten Satzes die Hausherren im Offensivspiel und konnten sich sogar 18:13 absetzen. Erst jetzt entwickelten die Volleys wieder Sturm und Drang, glichen zum 24:24 aus, bevor die Freien Turner doch das bessere Ende haben sollten. Der Frust über die vergebene Chance war schnell vergessen, weiterhin duellierten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Während Hammelburg den dritten Durchgang knapp für sich entschied, knickte die Leistungskurve im vierten Durchgang etwas ein, sodass der Prolog zum folgenden Tie-Break etwas deutlicher an die Breisgauer ging. 

Schrecksekunden

Die Stimmung beim großen Showdown kochte. Nur beim 9:9 reduzierte sich die Dezibelzahl in der Halle abrupt von gefühlten 130 auf null, als Luca Dierks von einem Ball des gegnerischen Angreifers im Gesicht getroffen wurde. Nach einem etwa 30-sekündigen Knockout, ging es unter dem Applaus der Zuschauer aber mit Brummschädel weiter. "Vor allem im zweiten Satz hat man gemerkt, dass wir einfach eine super junge Truppe haben, die sich durch die teilweise hochkochenden Emotionen in den wichtigen Phasen oft etwas hat aus dem Rhythmus bringen lassen", bilanzierte Cheftrainer Karl Kaden ein Spiel, das die Freude auf das kommende Heimspiel gegen Unterhaching nur noch mehr steigen lässt.

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