LKR Bad Kissingen

Nüdlingen reagiert auf Krise mit Trainerwechsel

Dennis Smirnow erlöst Hammelburg mit einem direkt verwandelten Standard. Hausen, Machtilshausen und Oberthulba setzen sich am Ende souverän durch.
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Stangenroths Nico Wehner versucht hier, den Ball im Hammelburger Tor unterzubringen. Torwart Sven Schaupp schaut fasziniert zu, während Fabian Lieb den Boden küsst. Hammelburg gewann knapp.ssp
Stangenroths Nico Wehner versucht hier, den Ball im Hammelburger Tor unterzubringen. Torwart Sven Schaupp schaut fasziniert zu, während Fabian Lieb den Boden küsst. Hammelburg gewann knapp.ssp

TSVgg Hausen - SV Römershag 5:3 (3:1). Tore: 1:0 Tim Dittrich (10.), 2:0 Daniel Issel (15.), 2:1 Frank Liebhardt (34.), 3:1 Fabian Peter (36., Eigentor), 3:2 Nino Rupprecht (52.), 4:2 Dominik Ruck (53.), 5:2 Chris Kraus (56., Elfmeter), 5:3 Nino Rupprecht (76.). Gelb-Rot: Peter Lauskan (60., Römershag), Alexander Melser (67., Römers-hag). Die Heimmannschaft fand etwas besser ins Spiel und erarbeitete sich nach zehn Minuten die ersten Chancen. Eine davon nutzte Tim Dittrich zum 1:0. Wenig später erhöhte Daniel Issel, dessen eigentlich schwacher Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Nachdem den Gästen der Anschluss gelungen war, unterlief Fabian Peter ein unglückliches Eigentor. Eine Ecke bugsierte er per Kopf ins eigene Tor. Den erneuten Anschluss konterte Hausen in der zweiten Halbzeit mit zwei Toren in drei Minuten, die das Spiel entschieden. Nino Rupprecht betrieb in der Schlussphase, in der das Spiel mitunter sehr ruppig geführt wurde, nur Ergebniskosmetik. TSV Oberthulba - FC Elfershausen 5:0 (3:0). Tore: 1:0 Markus Markert (8.), 2:0 Michael Herrlein (15.), 3:0 Sebastian Weidner (24.), 4:0 Tobias Polz (65., Eigentor), 5:0 Stefan Gerndt (71.). Oberthulba machte mit ängstlichen und verunsicherten Gegnern von Beginn an, was es wollte. Elfershausen war bemüht, das Ergebnis nicht so hoch ausfallen zu lassen wie im Hinspiel; nach vorne wurde aber nur wenig versucht. Bis auf einige gefährliche Standards hatte Torwart Philipp Metz wenig zu tun. Ende der ersten Halbzeit ging der TSV sehr fahrlässig mit seinen Chancen um und verpasste es so, die Führung noch vor der Pause auszubauen. Nach Wiederanpfiff bot sich ein ähnliches Bild. Oberthulba war weiter drückend überlegen, konnte aber von weiteren Gelegenheiten nur zwei verwerten. SV Machtilshausen - FC Obereschenbach 2:0 (0:0). Tore: 1:0, 2:0 Christian Mützel (57., 87.). In einem eigentlich fairen Spiel kam es gegen Ende zu einer sehr unschönen Szene, bei der sich ein Spieler der Gäste im Gerangel völlig im Ton vergriff. Machtilshausens Pressewart Clemens Schmitt appellierte an den Sportsgeist: "Ein bisschen Rangelei kann vorkommen; das gehört dazu. Aber ein Spieler, der sagt 'Ich bring dich um', das geht nicht. Das hat im Sport nichts zu suchen." Das Spiel selbst begann mit einer langen Abtastphase, denn beide Teams wollten sich auf dem rutschigen Rasen keine Fehler erlauben. Torjäger Rene Leurer vergab die beste Chance der Gäste aus wenigen Metern. Im zweiten Durchgang reichte ein langer Ball, den Christian Mützel gekonnt verwertete, den Hausherren zur Führung. Kurz vor Schluss erzielte Mützel nach einem Konter das zweite Tor. FC Hammelburg - TSV Stangenroth 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Dennis Smirnow (69.). Beide Mannschaften begannen das Spiel sehr verhalten. So entwickelte sich zunächst ein wenig ansehnliches Mittelfeldgeplänkel mit leichten Vorteilen zugunsten der Gastgeber. Bis vor das Tor kombinierten die Hammelburger gefällig, doch der letzte Pass kam zu selten an. Bezeichnenderweise musste für die Führung ein Standard herhalten. Einen Eckball beförderte Dennis Smirnow zum Siegtreffer in die Maschen. Nach dem Tor bäumte sich Stangenroth noch einmal auf und machte Druck. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr. "Insgesamt hatten wir mehr vom Spiel; aber die Durchschlagskraft hat gefehlt", fasste Hammelburgs Vorstand Christian Ohmert zusammen. FC Fuchsstadt II - TSV Volkers 1:4 (1:1). Tore: 0:1 Alin Ionita (1.), 1:1 Richard Stolper (14.), 1:2 Andreas Brust (64., Elfmeter), 1:3, 1:4 Cabdi Fuaad Mahamad (88., 90.). Gelb-Rot: Dirk Volz (64., Fuchsstadt). Bereits in der ersten Minute geriet die zweite Mannschaft des FC Fuchsstadt durch ein Tor von Alin Ionita in Rückstand. Dennoch konnte sie den ersten Durchgang recht ausgeglichen gestalten, glich das Spiel wenig später aus und ging mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause. Der Elfmeterpfiff inklusive Platzverweis Mitte der zweiten Hälfte ließ das Spiel endgültig zugunsten der Gäste kippen. Ein später Doppelschlag von Cabdi Fuaad Mahamad schraubte das Ergebnis in die Höhe. Fuchsstadt hofft nun, in der Winterpause sein großes Lazarett etwas ausdünnen zu können. SpVgg Haard - SG Salz II/Mühlbach II 4:0 (3:0). Tore: 1:0 Dominik Bach (3.), 2:0 Vincent Kiesel (13.), 3:0 Dominik Bach (30.), 4:0 Christoph Then (84.). Haard gab sich gegen den Aufsteiger keine Blöße und überwintert an der Tabellenspitze. In einem einseitigen Spiel ging die SpVgg früh in Führung, während die Gäste in erster Linie auf Schadensbegrenzung bedacht waren. Mit einem Strich von der Strafraumkante baute Vincent Kiesel die Führung wenig später aus. In der Folge ließ der Tabellenführer einige Chancen liegen. Spielertrainer Christoph Then setzte mit einem sehenswerten Treffer aus 25 Metern den Schlusspunkt. "Wir haben hinten nichts zugelassen und hätten vielleicht etwas höher gewinnen müssen", resümierte Abteilungsleiter Peter Haupt. TSV Maßbach - DJK-SV Eichenhausen 3:1 (1:1). Tore: 1:0 Sebastian Händel (22.), 1:1 Lutz Behr (33.), 2:1 Stefan John (48.), 3:1 Patrick Stein (90.). Auf dem Maßbacher Sportplatz liefen beide Halbzeiten ähnlich ab. Maßbach startete motiviert und druckvoll. Doch jeweils nach den Führungstreffern ließ der TSV nach und Eichenhausen konnte sich Chancen erspielen. Auszugleichen wussten die Gäste jedoch nur im ersten Durchgang. Zudem ließen sie beim Stand von 1:1 eine ausgezeichnete Möglichkeit liegen, als TSV-Keeper Sebastian Müller aus kürzester Distanz parieren konnte. "Insgesamt haben wir uns recht schwer getan, weil wir nach den Toren aufgehört haben zu spielen; aber der Sieg war am Schluss verdient", analysierte Maßbachs Abteilungsleiter Alexander Heck. FC Poppenlauer - SG Pfändhausen/Rannungen II 5:3 (3:1). Tore: 1:0 Jens Markert (2., Eigentor), 2:0 Andre Keßler (18.), 3:0 Florian Kleinhenz (24.), 3:1 Manuel Kuhn (41.), 4:1 Christopher Markert (46.), 4:2 Mogthader Salehan (50.), 5:2 Christopher Schneider (51.), 5:3 Markus Wetterich (85.). Die Tormaschine Poppenlauer läuft weiter wie geschmiert. 57 Tore hat die Offensive um Top-Torjäger Andre Keßler nach der ersten Hälfte der Saison bereits erzielt. Die Gäste hielten zwar nach Kräften dagegen und steckten nie ganz auf, konnten letztendlich aber defensiv nicht standhalten. Auf der anderen Seite nutzte die SG die Nachlässigkeiten des Tabellenzweiten jedoch konsequent und erzielte so ihrerseits drei Tore. Während Poppenlauer vor der Winterpause den Anschluss an Tabellenführer Haard hält, verpasste es Pfändhausen, mehr Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge zu bringen. TSV Münnerstadt II - TSV Nüdlingen 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Sebastian Martin (17.), 1:1 Peter Reuss (63.). Bes. Vorkommnis: Michael Schulz (Nüdlingen) scheitert mit Foulelfmeter an Jonas Warthemann (78.).

Das Kellerduell endete mit einer aus Gäste-Sicht unglücklichen Punkteteilung, die keinem der Teams beim Sprung Richtung rettendes Ufer hilft. Die Wurmerich-Elf dominierte in der ersten Halbzeit und ging durch Sebastian Martin, der nach Flanke von Nico Heer aus der Drehung einnetzte, verdient in Führung. "Weitere gute Chancen vergaben wir dann", monierte der Flankengeber später. Die im zweiten Durchgang aufkommende Heimelf schaffte nach einer Stunde in der nun ausgeglichenen Partie den Ausgleich. Trotzdem hatten die Nüdlinger noch den Siegtreffer vor Augen. Doch den Strafstoß von Michael Schulz parierte Jonas Warthemann stark. Damit brachte Nüdlingen die Rote Laterne wieder mit nach Hause. sbp SG Burghausen I/Windheim I/Reichenbach II - SG Niederlauer/Strahlungen II 4:0 (1:0). Tore: 1:0, 2:0 Christian Pickel (23., 79.), 3:0 Luis Bach (85.), 4:0 Maximilian Götz (87.). Bes. Vorkommnisse: Steffen Hein (Niederlauer) schießt Foulelfmeter über das Tor (27.). Eine nahezu optimale Chancenverwertung bescherte dem Kellerkind SG Burghausen den zweiten Sieg innerhalb von sechs Tagen und einen weiteren Schritt Richtung Mittelfeld. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gäste das bessere Team, lagen aber unglücklich mit 0:1 in Rückstand. Die klarste Gäste-Möglichkeit vergab Steffen Hein, der einen Elfmeter über das Tor schoss. In der zweiten Halbzeit kamen die Hausherren besser ins Spiel, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Bis zur 78. Minute stand das Match auf Messers Schneide, ehe die Gastgeber noch einmal eindrucksvoll zeigten, wie man seine Chancen verwertet.rus

TSV Rothhausen/Thundorf - SpVgg Sulzdorf 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Bastian Schmitt (16.), 2:0 André Schmitt (90. + 6). Gelb-Rot: Lukas Göbel (49., Rothhausen). Mit einer 0:2-Niederlage kehrte die SpVgg Sulzdorf aus Thundorf zurück. Der Hausherr erzielte nach gut einer Viertelstunde das 1:0, das zugleich den Pausenstand bedeutete. Die Bemühungen der Gäste auf den Ausgleich verliefen im Sand. Bis zum Schluss stand die Partie auf Messers Schneide, ehe André Schmitt in der Nachspielzeit den TSV-Erfolg endgültig unter Dach und Fach brachte.rus

SG Sulzfeld/Merkershausen - SG Bad Bocklet/Aschach 5:0 (1:0). Tore: 1:0 Christian Kalke (33.), 2:0, 3:0 Ludwig Rothaug (50., 53.), 4:0, 5:0 André Zell (72., 80.). Keine Mühe hatte die SG Sulzfeld/Merkershausen gegen die Spielgemeinschaft aus Bad Bocklet und Aschach. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Kurioserweise verletzten sich beim Warmmachen beide Torhüter und konnten nicht auflaufen. Nach einer Doppelchance in der Anfangsphase, die aber nicht verwertet wurde, erzielte Christian Kalke das längst fällige 1:0. Am Kirchweihsonntag habe Sulzfeld noch nie verloren, wie Thomas Lorenz berichtete. Relativ geräuschloser Wechsel bei A-Klassist TSV Nüdlingen. Unter der Woche musste Trainer Thomas Wäcke seinen Hut nehmen; interimsmäßig übernahm Meghdad Salehan. Er stand bereits beim Unentschieden beim TSV Münnerstadt II an der Linie und wird das laut Abteilungsleiter Johannes Schaub die nächsten beiden Spiele bis zur Winterpause tun. Dass Wäcke gehen musste, erscheint angesichts der Tabelle keine Überraschung. Nüdlingen steht in der A2 als Tabellenletzter mit vier Punkten Abstand zum rettenden Ufer. Dem Vernehmen nach soll es auch zwischen Trainer und Mannschaft geknirscht haben - worauf die Vereinsführung reagierte.

Johannes Schaub betont auf Nachfrage, wie schwer die Trennung von Wäcke gefallen sei, der ja als Mitglied voll in den Verein eingebunden sei. Der Ex-Trainer habe den TSV schon von 2008 bis 2011 gecoacht und war vor der Saison 2017/18 unter anderem nach langen Haarder Jahren nach Nüdlingen zurückgekehrt. Mit Meghdad Salehan will der Verein "die restlichen zwei Spiele über die Bühne bringen." Was dann passiert, darüber ist sich die Vereinsführung noch nicht im Klaren. "Wir werden uns Gedanken machen. Alles ist möglich." Ausgeschlossen scheint auch nicht, dass Salehan Trainer bleibt. Auf jeden Fall wolle der TSV aus der Abstiegszone herauskommen. st

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