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LKR Bad Kissingen
Webinar

Not macht erfinderisch beim virtuellen Förderlehrabend der Schiri-Gruppe Bad Kissingen

Ohne Ligaspiele haben auch die Schiedsrichter wenig zu tun. Um in Kontakt und in Übung zu bleiben, gab es den 1. virtuellen Förderlehrabend.
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Selbst ist der Schiri: Beim ersten virtuellen Förderlehrabend trafen sich mehr als 30 Fußball-Unparteiische online. Foto: Konstantin Schaab
Selbst ist der Schiri: Beim ersten virtuellen Förderlehrabend trafen sich mehr als 30 Fußball-Unparteiische online. Foto: Konstantin Schaab

Sportanlagen sind gesperrt: Der Spielbetrieb ruht und Versammlungen sind untersagt. Dennoch ist es wichtig, gerade in dieser schweren Corona-Zeit die Gemeinschaft in der Schiedsrichtergruppe (SRG) Bad Kissingen zu stärken. Aber ohne Gefahr der Ansteckung. Deshalb und damit junge Schiedsrichter "am Ball bleiben", veranstaltete die SRG den ersten virtuellen Förderlehrabend. Mehr als 30 Teilnehmer erhielten Infos von der Verbands-Spitze des BFV.

Lehrwart Sebastian Wieber berichtete über ein Webinar des BFV, bei dem alle Ehrenamtlichen über die aktuelle Lage und die Entwicklungen in den nächsten Wochen aufgeklärt wurden. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man - auch wenn derzeit kein Spielbetrieb stattfindet - weiter im Thema "Fußball" aktiv bleiben muss, um sich zumindest mit den Regeln zu beschäftigen.

Viele Teilnehmer wünschten sich auch regelmäßige virtuelle Termine, um trotz der Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Krise die Schiedsrichtergemeinschaft zu leben und davon zu profitieren. Ein gemeinsames Konzept der beiden Schiedsrichtergruppen im Kreis Rhön (Bad Kissingen und Bad Neustadt) wurde besprochen.

Mit Hilfe von Regeltests sowie Regelvorträgen zu den 17 Fußballregeln, die von den jungen Schiedsrichtern erarbeitet werden sollen, wird in Zukunft sichergestellt, dass alle Schiris beim Start der Rückrunde oder in die neuen Saison auf dem aktuellsten Stand sind.

Dies gilt auch für die körperliche Fitness der Schiedsrichter beider Gruppen. "Für uns als Lehrteam ist es wichtig, allen förderwilligen Schiedsrichtern die Möglichkeit zu geben, sowohl regeltechnisch als auch körperlich fit zu bleiben. Die Zwangspause sollte nicht als Sommer- oder Winterpause betrachtet werden", so Sebastian Wieber. Konstantin Schaab wird ein Konzept entwickeln, das jedem Schiedsrichter ermöglicht, sich unter Beachtung der Vorgaben der Behörden fit zu halten.

Konzept für die Zukunft?

"Man soll in der schwierigen Zeit versuchen, trotzdem positiv zu denken", mahnte Wieber an. "Deshalb sollten wir mit dem Gedanken spielen, Konzepte, die nun erarbeitet werden, zumindest teilweise auch nach der Krise weiterzuführen." Denn die beiden ländlichen Landkreise würden vor allem jugendliche Schiedsrichter vor große Herausforderungen stellen, wenn man ohne Führerschein zu den vielen Präsenzveranstaltungen anreisen müsse.

"So lassen sich lange Strecken für junge Schiedsrichter vermeiden. Außerdem ist die junge Generation in Sachen Digitalisierung und Technik bestens aufgestellt, was die Umsetzung erleichtern würde", sagt Konstantin Schaab, Social-Media Beauftragter der SRG Bad Kissingen. "Oberste Priorität haben jedoch weiter die Präsenzveranstaltungen. Die Online-Meetings sind während der Krise dabei nur als unterstützende Maßnahme gedacht", stellte Obmann Alexander Arnold klar.spion