Hammelburg

Nina Christof lebt ihren Traum von Olympia

Die Hammelburgerin steigt mit Deutschlands U18-Juniorinnen in die Top-Division auf.
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Nina Christof mit der Turniersieger-Trophäe nach dem Aufstieg in die Top-Division der U18-Juniorinnen. Foto: Thomas Christof
Nina Christof mit der Turniersieger-Trophäe nach dem Aufstieg in die Top-Division der U18-Juniorinnen. Foto: Thomas Christof

Eine Hammelburgerin bei den Olympischen Spielen? Ein Traum, den Nina Christof wahr werden lassen will. Und im Geschichte schreiben ist die 16-Jährige schon richtig gut. Seit 2015 spielt Nina Christof in der Junioren-Nationalmannschaft - und schaffte nun mit den U18-Juniorinnen in Füssen den Aufstieg in die Top-Division mit den weltweit besten Mannschaften. Nach Erfolgen gegen Italien (5:0), Dänemark (3:0), Ungarn (2:1 n.P.) und Frankreich (6:0) wurde im letzten Gruppenspiel auch Japan (2:1) besiegt.

"Das Gefühl nach dem letzten Sieg werde ich nie vergessen. Wir sind ein richtig geiles Team, in dem jeder alles für den Sieg tut", sagt Nina Christof, die zum Turniererfolg im Allgäu zwei Treffer und mehrere Assists beisteuerte. Das alles in ihrem dritten großen Turnier in dieser Altersklasse nach dem Abstieg aus der Top-Division in Moskau sowie dem knapp verpassten Wiederaufstieg im Vorjahr im österreichischen Radenthein.

Mit vier Jahren stand Nina Christof das erste Mal auf dem Eis - und wollte nicht mehr herunter. Befördert wurde das für ein Mädchen ungewöhnliche Hobby mit dem Umzug der Familie in die USA, nach Boston. Gerade einmal sechs Jahre alt war die Hammelburgerin damals, die sechs Jahre lang das Trikot der Natick Comets trug, mit elf dann auch für die Boston Junior Eagles auflief. Danach ging es für die Familie zurück in die Heimat. Nina wechselte zu den Mighty Dogs nach Schweinfurt, und zwar ins Knabenteam. Mit der Berufung in die U15-Nationalmannschaft nahm die Karriere richtig Fahrt auf.

Stipendium in Aussicht

Die Hammelburgerin, Assistenzkapitän ihres Teams, lebt aktuell wieder in den USA, hat noch zwei Jahre in der Highscool vor sich und spielt für das Team von Rochester, einer Stadt mit 200 000 Einwohnern im Nordwesten des US-Bundesstaates New York. "Das Team von Nina ist in den USA amtierender Vizemeister. Drei Spielerinnen gewannen vor kurzem bei der A-Weltmeisterschaft den Titel, darunter die Zimmerkollegin von Nina", sagt Vater Thomas, der Vorsitzender des Vereins "GirlsEishockey.de" ist, welches Turniere und Camps in ganz Deutschland für Mädchen anbietet. Auch in Bad Kissingen wurde bereits Station gemacht.

Die Erfolge im Sport werden auch in den USA registriert. Nina Christof hat jetzt schon ein Stipendium in Aussicht, mit welchem sie in der höchsten amerikanischen College-Klasse Frauen-Eishockey spielen könnte. Es wäre ein nächster großer Schritt hin zu Olympia 2022: in Peking.

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