Schondra
Fußball

Schon zwei Kreuzbandrisse mit 18 Jahren - doch Lea Schneider gibt nicht auf

Ein Jahr nach dem ersten Kreuzbandriss zieht sich die 18-jährige Schondraerin den zweiten zu. Der Fußball bleibt dennoch Plan A für die Edeltechnikerin aus der Rhön.
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Nach ihrem zweiten Kreuzbandriss muss Lea Schneider (im Bild) erneut lange auf ihren geliebten Fußball verzichten.Sebastian Schmitt
Nach ihrem zweiten Kreuzbandriss muss Lea Schneider (im Bild) erneut lange auf ihren geliebten Fußball verzichten.Sebastian Schmitt

Zwei Jahre ist es nun schon her, da gewann die aus Schondra stammende Mittelfeldspielerin Lea Schneider mit der deutschen U17-Nationalmannschaft den EM-Titel, dabei war sie erst kurz vor Turnierbeginn urplötzlich nachnominiert worden. Nach ihrem Wechsel von der hessischen TSG Lütter zum Bundesligisten 1. FFC Frankfurt etablierte sich die heute 18-Jährige im Zweitliga-Team und stand direkt vor dem Sprung in die 1. Bundesliga der Frauen.

Edeltechnikerin aus der Rhön kämpfte sich nach Kreuzbandriss zurück

Doch ein erster Kreuzbandriss im Frühjahr 2018 bremste die Schondraerin jäh aus. Der 1. FFC Frankfurt setzte nichtsdestotrotz große Hoffnungen in die begabte Edeltechnikerin aus der Rhön und verlängerte den Vertrag um weitere zwei Jahre. Lea Schneider blieb im FFC-Internat und besuchte die Carl-von-Weinberg-Schule, um dort heuer das Abitur zu machen. Die 18-Jährige kämpfte sich nach einer zwölfmonatigen Pause ins Aufbautraining zurück. Und musste vor wenigen Wochen einen erneuten Rückschlag verkraften. Die Fußballerin aus Schondra riss sich im ersten regulären Mannschaftstraining am 9. April wieder das Kreuzband im gleichen Knie und muss sich zwangsläufig weiteren Operationen unterziehen.

"Ich bin im Training in einer eigentlich harmlosen Szene in den Sechzehner gedribbelt und wollte den Ball schießen, als das Knie weggeknickt ist. Sofort war mir klar, dass wieder das Kreuzband gerissen sein muss", sagt Lea Schneider geknickt. Die erste Befürchtung bestätigte sich dann auch bei der ärztlichen Untersuchung. Damit wird die Junioren-Nationalspielerin erneut lange Zeit ausfallen und definitiv die U19-Europameisterschaft im Sommer als Zuschauerin verfolgen müssen.

"Warum das wieder passierte, ist unerklärlich", macht Lea Schneider deutlich. "Das gleiche Knie, das gleiche Knacken, die gleichen Schmerzen. Es hätte eigentlich nicht schon wieder passieren dürfen." Die erste von zwei notwendigen Operationen in Augsburg hat die Schondraerin bereits vor wenigen Tagen überstanden. Im September steht voraussichtlich die nächste OP an. Der Vertrag beim 1. FFC Frankfurt läuft noch bis zum Jahr 2020. "Aber der Verein hat mir signalisiert, dass er eine verletzte Spielerin niemals hängen lassen wird. Und ich will definitiv zurückkommen und weiterspielen." Der regelmäßige Kontakt zur Mannschaft ist ebenfalls gegeben. "Das funktioniert auf jeden Fall. Manchmal trifft man sich auch einfach und chillt zusammen."

Vorsichtig mit Prognosen

Ans Aufgeben denkt Lea Schneider jedenfalls nicht. "Klar macht man sich im ersten Moment schon seine Gedanken, wie es überhaupt weitergehen soll. Aber der Plan A ist auf jeden Fall für mich der Fußball." Auch der DFB hält den Kontakt zur früheren Junioren-Nationalspielerin, die sich ein Comeback durchaus vorstellen kann. "Es ist sicher machbar, dass ich irgendwann wieder auf dem Niveau spiele. Aber ich wage keine Prognosen mehr über den genauen Zeitpunkt. Man hat ja jetzt gesehen, wie das so mit Zeitplänen ausschauen kann." Nachrichten aus dem fränkischen Sport per WhatsApp - hier anmelden für den Newsletter!



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