LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Landkreis-Quartett darf keinen Millimeter nachlassen

Zum Rückrunden-Auftakt warten anspruchsvolle Aufgaben.
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Der Eindruck aus dem Hinspiel täuscht: Keinesfalls will der FC 06 Bad Kissingen um (von links) Christian Laus und Ruslan Zhyvka den "Diener" machen vor dem Spiel bei Tabellenführer FT Schweinfurt, auch wenn der erste Vergleich mit 1:4 verloren ging.Hopf
Der Eindruck aus dem Hinspiel täuscht: Keinesfalls will der FC 06 Bad Kissingen um (von links) Christian Laus und Ruslan Zhyvka den "Diener" machen vor dem Spiel bei Tabellenführer FT Schweinfurt, auch wenn der erste Vergleich mit 1:4 verloren ging.Hopf

FT Schweinfurt - FC 06 Bad Kissingen (Samstag, 14 Uhr) Einen Rückschlag hatte der FC 06 Bad Kissingen (7./24) zu verarbeiten mit der 1:2-Niederlage bei Kellerkind Krum. "Eigentlich lief alles nach Plan. Wir sind früh in Führung gegangen und hätten bis zur Pause bei weiteren guten Gelegenheiten das Spiel eigentlich zumachen müssen. In der zweiten Hälfte kam Hektik auf; wir haben Fehler im Aufbauspiel gemacht und sind aus dem Rhythmus gekommen. Schade, mit 27 Punkten hätten wir eine perfekte Vorrundenbilanz gehabt, aber wir lassen uns diese durch diese Niederlage nicht vermiesen", sagt FC-Trainer Mario Wirth. Im ersten Spiel der Rückrunde führt die Reise der 06er zur FT Schweinfurt (1./34), denen man im Hinspiel mit 1:4 unterlegen war. Schon da deutete sich die Qualität des Aufsteigers an, der bis auf wenige Ausnahmen eine optimale Saison hinlegt. Nur der DJK Dampfach gelang es bisher, die "Turner" in die Schranken zu weisen. Die Elf des Ex-Münnerstadt-Coaches Adrian Gahn kassierte die wenigsten Gegentreffer und erwies sich als echte Tormaschinerie. Fast vier Tore im Schnitt schossen die Schweinfurter, die mit Dominik Popp (18) und Yannik Saal (17) die mit Abstand führenden Spieler der Torjägerliste in ihren Reihen haben. Zuletzt wurden Riedenberg und Dettelbach jeweils mit 6:0 gerupft. Dennoch sehen sich die Kurstädter laut Wirth nicht chancenlos: "Das Hinspiel hat trotz der Niederlage gezeigt, dass wir ihnen weh tun können. Wir müssen die brutale FT-Offensive stoppen, ohne uns dabei selbst mit zehn Mann hinten rein zu stellen. Es gilt wieder, Nadelstiche zu setzen und unsere Spielzüge zu Ende zu bringen. Es wird in jedem Fall ein interessantes Spiel, bei dem ich mich auf ein Wiedersehen mit Adi Gahn freue." Beide Coaches kennen sich lange, Gahn ist Wirths Trauzeuge. TSV/DJK Wiesentheid - FC Thulba (Sonntag, 14 Uhr) Zum Rückrundenstart reist der FC Thulba (3./28) zum TSV/DJK Wiesentheid (13./15), den man zum Saisonauftakt klar mit 3:0 in die Schranken weisen konnte. Die Steigerwälder gehören zu jenen Mannschaften, die sich größere Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Aus den letzten drei Partien sprangen für die Mannschaft von Thomas Latteier immerhin vier Zähler raus, darunter ein 2:1-Auswärtssieg in Rödelmaier. Dort spielte Thulba am vergangenen Wochenende torlos 0:0. Ein Zähler, mit dem Spielertrainer Victor Kleinhenz leben konnte. "Das war von beiden Seiten ein richtig gutes und intensives Bezirksliga-Spiel. In der ersten Hälfte hatten wir drei, vier sehr gute Chancen, von denen man auch mal eine verwerten kann. Nach der Pause hat uns etwas der Zug zum Tor gefehlt." Diesen "Drive" wünscht sich Kleinhenz wieder in Wiesentheid, wo man in der vergangenen Saison 0:1 unterlag. "Um es besser zu machen, brauchen wir Durchschlagskraft und Kreativität. Der Gegner besitzt einen sehr ausgeglichenen Kader ohne große Schwachpunkte und hat auch schon gegen Spitzenmannschaften gepunktet." Ein Dreier gegen Oberschwarzach und zwei Unentschieden in Gochsheim und gegen die FT Schweinfurt belegen dies. Bester Schütze des TSV ist Lukas Huscher mit vier Treffern. Deren elf hat Thulbas Marcus Hein auf dem Konto, was ihn zu einem wichtigen Faktor im Angriffsspiel der Frankonen macht. Zudem können sich die Zuschauer auf eine baldige Rückkehr von Kapitän Florian Heim freuen, der nach langer Pause große Fortschritte macht. "Er kann in den Überlegungen für das Wochenende eine Rolle spielen." TSV Münnerstadt - Dettelbach u.O. (Sonntag, 14 Uhr) Den Punktetrend fortsetzen möchte der TSV Münnerstadt (10./15) im Spiel gegen Dettelbach und Ortsteile 09 (15./11). Zuletzt gelangen den Schützlingen von Trainer Klaus Keller zwei Dreier, jüngst beim 5:0 im Kreisderby gegen Riedenberg gar ein Kantersieg. Die Höhe des Erfolges wollte Münnerstadts Coach nicht überbewerten; vielmehr war es die Art und Weise, die ihm gefiel: "Wichtig war, dass wir viel Laufbereitschaft gezeigt haben und fußballerisch zu gefallen wussten. Außerdem hatten wir auf das Pressing der Riedenberger zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Antwort parat und haben da weiter an unsere Stärke geglaubt." Im Hinspiel trennte man sich, obwohl der TSV klar spielbestimmend war und auch die Chancen zum Sieg da waren, mit einem 0:0-Unentschieden vom Kontrahenten. Keller beobachtete den Gegner weitere zwei Mal und warnt: "Wir brauchen unheimlich viel Geduld. Dettelbach spielt sehr diszipliniert und unaufgeregt. Sie stehen kompakt und lassen sich nur wenig rauslocken. Wir dürfen jetzt keinen Millimeter nachlassen und müssen dort weitermachen, wo wir aufgehört haben." Dettelbachs Truppe um Trainer Thomas Freund musste sich, nach dem Achtungserfolg in Oberschwarzach (2:2) und dem Last-minute-Heimsieg im Kellerduell gegen Krum (3:2), zuletzt der Power von Klassenprimus FT Schweinfurt beugen und unterlag dort mit 0:6. Bester Schütze des Aufsteigers bisher ist Lukas Schimmer mit sechs Treffern. Bei der Keller-Elf fehlt diesmal Ahmet Coprak (privat), während hinter Kapitän Hansi Schmitt (Wade) ein Fragezeichen steht. TSV Bergrheinfeld - SV Riedenberg (Sonntag, 14 Uhr) Hoffen auf die Wende ist beim SV Riedenberg (14./12) angesagt. Sieben Niederlagen in Serie haben die Riedenberger auf einen Abstiegsplatz gespült. Beim 0:5 in Münnerstadt fehlte eine zweistellige Spielerzahl im Kader der Grün-Weißen. Das bringt natürlich einen Qualitätsverlust mit sich, auch wenn sich die wackeren Seufert-Schützlinge Spiel für Spiel recken und strecken. "In Münnerstadt haben wir wie zuvor gegen die FT Schweinfurt wirklich nicht schlecht angefangen und gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Stefan Wich hatte gar die große Chance zur Führung. Mit dem Gegentor nach einer guten halben Stunde war dann sofort die Verunsicherung zu spüren und wir haben das nächste Tor bekommen. Nach dem Wechsel haben wir es zu Beginn nochmal gut gemacht. Aber mit dem 3:0 war es endgültig zu schwer für uns, auch wenn wir uns nicht aufgegeben haben. Wir kriegen halt weiterhin zu leichte Gegentore", bilanziert ein leidgeplagter Thorsten Seufert, der aber seinen Optimismus noch nicht verloren hat vor der wichtigen Auseinandersetzung mit dem TSV Bergrheinfeld (11./15). Seufert: "Bergrheinfeld hat drei Zähler mehr als wir. Den Abstand wollen wir auf keinen Fall größer werden lassen und möchten trotz unserer Misere dort punkten." Wie dies gehen kann, zeigte der SVR im Hinspiel, als man als 3:1-Sieger den Platz verließ. "Damals sind wir super ins Spiel reingekommen und haben zur Pause 3:0 geführt. Im zweiten Durchgang hat Bergrheinfeld Qualität bewiesen und uns das Leben schwer gemacht. Das ist eine junge Truppe, die Fußball spielen kann", erinnert sich Seufert an den ersten von Riedenbergs bisher drei Saisonsiegen. Wer am Wochenende aufläuft, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel, da hinter der Rückkehr von einigen Akteuren noch dicke Fragezeichen stehen. Bei Bergrheinfeld fällt mit Thomas Cäsar der Leitwolf verletzungsbedingt aus.



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