Garitz
Tischtennis

Konrad Haase aus Garitz steht ganz oben

Der 13-jährige Schüler aus Garitz gewinnt mit dem TSV Bad Königshofen überlegen die Deutsche U15-Mannschaftsmeisterschaft gegen Borussia Düsseldorf.
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Konrad Haase aus Garitz mit dem Pokal für den Gewinn der Deutschen U15-Mannschaftsmeisterschaft
Konrad Haase aus Garitz mit dem Pokal für den Gewinn der Deutschen U15-Mannschaftsmeisterschaft

Konrad Haase aus Garitz ist ein Junge, der auszog, um die bestmögliche Ausbildung im Tischtennis zu bekommen. Die Vision des 13-Jährigen: Ähnlich erfolgreich werden wie sein Vorbild Kilian Ort vom TSV Bad Königshofen. Also schloss er sich dem heutigen Erstliga-Verein im Grabfeld an. Der Trainerin dort, Andrea Voigt, einst im TSV-Damenteam in der 2. Bundesliga Süd aktiv, eilte ein guter Ruf voraus.

Konrad ist nicht nur ein gelehriger und ehrgeiziger, sondern ein talentierter Junge. Er nahm eine Entwicklung, die ihn mit 13 Jahren zum Stammspieler in der Landesligamannschaft des TSV und nicht selten zum Doppelpartner von Kilian Orts Vater Josef führte. Vereinzelt wurde er sogar in der Oberliga eingesetzt.

Seine Lehrmeisterin Voigt ist inzwischen eine Trainerstation weitergezogen zum TSV Brendlorenzen. Konrad Haase ging mit ihr, durfte aber noch den Saisonhöhepunkt im Königshöfer Trikot mitmachen. Auch beim Durchmarsch vom Kreis- bis ins Landesfinale war er dabei.

Am vergangenen Wochenende erntete der 13-Jährige nach sehr guten Platzierungen bei Ranglistenturnieren und Meisterschaften auf bayerischer Ebene seinen ersten wirklich großen Preis. Er wurde in Contwig (Rheinland-Pfalz) Deutscher U15-Mannschafts-Schülermeister.

Das Endspiel eines Turniers der acht besten deutschen Mannschaften gewann der TSV gegen den Vorjahresmeister Borussia Düsseldorf mit 6:2. Von dem Sextett mit Akito Itagaki, Maxi Dreher, Alexander Krebs, Max Keller, Konrad Haase und Jakob Schäfer kam im Laufe des zweitägigen Turniers jeder Spieler zu seinem Einsatz. Abteilungsleiter Josef Ort zu dem verdienten Erfolg: "So, nun können wir also nicht nur die große, sondern auch die kleine Borussia Düsseldorf schlagen."

Konrad Haase ist ein Beispiel, für Kinder und Jugendliche, die sportlich Nägel mit Köpfen machen und die hervorragenden Bedingungen in Bad Königshofen nutzen. Ähnlich ist es bei Alexander Krebs aus Schmalkalden, Jakob Schäfer aus Leutershausen oder Max Keller aus Unterlauter bei Coburg.

Konrads Eltern Matthias und Jana Haase tun alles dafür, dass das Logistische und Organisatorische passt, der 13-Jährige Garitzer also die vier Trainingseinheiten pro Woche, in besonderen Vorbereitungsphasen noch mehr, wahrnehmen kann. Die in Bad Königshofen wohnenden Akito Itagaki und Maxi Dreher können das schon eher verkraften.

Die zwei Wochen Pfingstferien kamen gerade recht, um das Sextett in täglich zwei Trainingseinheiten auf die Deutsche Meisterschaft vorzubereiten. Im ersten Spiel am Samstagvormittag waren die Königshöfer sofort topfit an den Platten. Bis dahin wollte nämlich erst einmal die höchst emotionale Eröffnungsfeier verdaut sein mit Einmarsch in die gut gefüllte Halle, allen voran der Namensschild-Träger Akito Itagaki. Und dann die deutsche Nationalhymne, ein Erlebnis, das die Jungs ihr Leben lang nicht vergessen werden.

Bei der Siegerehrung am späten Sonntagnachmittag standen dann die sechs Spieler aus Königshofen, nach fünf Siegen zwischen 6:0 und 6:2, ganz oben auf dem Podest. Noch vor ihrer Ankunft in der Heimat erreichten sie Glückwünsche von Bürgermeister Thomas Helbling, Landrat Thomas Habermann und vom Vorbild aller, Kilian Ort. Für Konrad ist damit der Abschnitt TSV Bad Königshofen erst mal zu Ende. Zur Titelverteidigung im nächsten Jahr kann er dann nicht mehr beitragen, im Gegensatz zu seinen fünf Kumpels: Sie sind alle 13 oder 14 Jahre alt und 2020 noch einmal in der U15 spielberechtigt.

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