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Klaus Sieß zieht den Hut vor seinen Brückenauern

Bad Brückenaus Werfer melden sich im Titelkampf eindrucksvoll zurück. Das Frauenteam macht das Glück an der Sinn perfekt. Die TV/DJK-Frauen können die Top-Leistung der Vorwoche kein zweites Mal abrufen.
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Im Anflug auf Großlangheims Keeperin: Elena Keßler von der SG Garitz/Nüdlingen II. Foto: Hopf
Im Anflug auf Großlangheims Keeperin: Elena Keßler von der SG Garitz/Nüdlingen II. Foto: Hopf
DJK Rimpar III - FC Bad Brückenau 23:27 (13:12).
Der FC Bad Brückenau hatte noch eine Rechnung offen nach der 25:35-Hinspielniederlage. Tief saß damals der Stachel. Der Sieg jetzt war die beste Schmerz-Therapie, und das ohne Spielmacher Oliver Hilbert. "Hut ab vor meiner Mannschaft", lobte Klaus Sieß den leidenschaftlichen Fight seiner Cracks, die zur Pause noch mit 12:13 hinten lagen. Grundlage bildeten eine kompakt starke Team-Leistung, ein im Tor überragender Peter Feuerstein und ein Simon Dietrich, der trotz einer in der 15. Minute zugezogenen Beinverletzung ein Torfestival veranstaltete. Das Tor des Tages erzielte aber Tom Schumm, der beim Stande von 22:24 mit einem raffiniert ausgeführten Freiwurf die Gastgeber schockte. Da auch der TV Gerolzhofen II Federn ließ, ist die Spitzengruppe der Bezirksliga noch enger zusammen gerückt.

Torschützen für Bad Brückenau: Simon Dietrich (8), Tom Schumm (6), Peter Karl (4/1), Simon Weiner, Michael Müller (je 3), Alexander Bauer (2), Maximilian Richter (1).

SG Garitz/Nüdlingen II - TV Großlangheim 16:27 (10:12).
Weil mit Melanie Dotzer die Trainerin nicht da und Vertreterin Tanja Sadowski krank war, übernahmen die Bayernliga-Spielerinnen Sabrina Kleinhenz und Lisa Wenzke den Trainer-Part. Und sahen erst einmal einen Katastrophen-Start ihrer Mannschaft (0:5). Aber taktische Umstellungen wirkten. Bis auf ein Tor kam die SG-Reserve wieder heran, um sich durch zwei Abspielfehler quasi selbst zu stoppen. Richtig gut sah es wieder aus mit dem 12:13, ehe der totale Einbruch folgte, auch wenn Torfrau Katharina Lang - als Jahrgang 1995 die älteste Spielerin der Heimsieben - gleich vier von acht Siebenmetern parierte. Kein Wunder. Die Hälfte der jungen Mannschaft hatte kurz davor schon in der A-Jugend gespielt und wurde nun Opfer des Kräfteverschleißes. Bei zwei Absteigern ist der Klassenerhalt für den Aufsteiger weiter locker möglich, wenn die junge Truppe zusammenhält - und noch etwas trainingsfleißiger wird. js
Tore für die SG: Katharina Hofmann (6/4), Katharina Karch (4), Nadja Heer (3/1), Elena Keßler (2), Milena Schmitt (1).

TSV Lohr II - TV/DJK Hammelburg 22:16 (14:7).
Hammelburgs Handballerinnen konnten im Spessart nicht an die Leistung des Vor-Wochenendes anknüpfen. Allerdings war der TSV Lohr II wesentlich stärker als unlängst der HSV Thüngersheim. Die Gastgeberinnen präsentierten sich befreit und ließen den Saalestädterinnen kaum Zeit zum Atmen. "Man hatte nur in ganz wenigen Situationen das Gefühl, es geht etwas. Unser Problem, das wir schon geraume Zeit haben, ist die ausgedünnte Wechselbank mit nur zwei jungen Spielerinnen", bemerkte Trainer Gerd Schäfer, dessen Team nach wenigen Minuten mit 0:5 hinten lag, sich aber wie unlängst gegen Thüngersheim nicht befreien konnte. Trotz einer gewissen Aggressivität und Engagement, vornehmlich im zweiten Durchgang, der mit 9:8 an die TV/DJKler ging, ist Schäfers Truppe nie richtig ins Spiel gekommen. "Die waren von Beginn an einfach zu weit weg gewesen. "Am Ende haben wir verdient verloren. Man muss uns ein solches Spiel durch die Personalsituation aber zugestehen", sagte Trainer Gerd Schäfer bei seinem Resümee.
Tore für Hammelburg: Nicole Schröter (8), Ute Leidner (4), Celia Reuter, Helen Faust, Verena Reis, Sabine Finke (je 1).

TSV Schonungen - TSV Münnerstadt 35:24 (19:13).
Mit 13 Treffern Unterschied hatten die Münnerstädter das Hinspiel verloren, jetzt setzte es eine hohe Niederlage. Eine Überraschung? Nicht für TSV-Trainer Joachim Ortner. "Uns fehlten verletzungs- und krankheitsbedingt viele Spieler. Unser zweiter Torhüter musste sogar auf dem Feld aushelfen." Schnell hatten sich die Schonunger einen Vorsprung herausgeworfen, der gegen die dezimierten Gäste weiter ausgebaut wurde. js
Tore für Münnerstadt: Andreas Petsch (7), Michael Ortner (5), Kilian Gessner (5), Lukas Schäfer (3), Lukas Ortner (3), Sergej Plugatyrev (1).

FC Bad Brückenau II - TV Königsberg 25:30 (11:14).

Zwischendurch war es ein wenig haarig, am Ende standesgemäß. Der verlustpunktfreie Spitzenreiter TV Königsberg löste seine Aufgabe souverän, die FCler hatten ihre Fans mit einigen Kabinettstückchen aber zufrieden gestellt. Von Trainer Ralf Müller taktisch sehr gut eingestellt, überzeugten die Einheimischen vor allem in den ersten 30 Minuten kämpferisch wie spielerisch. Einziges Manko war die miserable Chancenverwertung, die sich auch in Halbzeit zwei fortsetzte. "In der entscheidenden Phase haben wir drei Siebenmeter verballert. Das war unser Genickbruch" so Ralf Müller, der den Gästen einen verdienten Sieg bescheinigte, weil sich seine Mannschaft in den entscheidenden Phasen zu viele Nachlässigkeiten erlaubt hatte.
Tore für Bad Brückenau: Simon Peter (5), Nick Übelacker (4), Stefan Bott, Sven Markovics, Benjamin Krenzer (je 3), Yannick Reim (2/2), Daniel Schöberl (2), Urs Grewen, Patrick Piller, Jan Häusler (je 1).

HSV Bergtheim III - FC Bad Brückenau 11:18 (5:9).
Die Frauen des FC Bad Brückenau schwimmen weiter auf der Welle des Erfolges. Und durften sich nach dem Sieg in Bergtheim gleich zweimal freuen, denn der bislang punktgleiche Meisterschaftsrivale TSV Partenstein ließ überraschend beim TSV Mellrichstadt Federn. "Wir haben den Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen und gleich Vollgas gegeben", sagte Trainer Peter Karl. Nach wenigen Minuten führten die FC-Frauen bereits mit 5:0, doch ab Mitte der ersten Spielhälfte war Peter Karl nicht mehr zufrieden. "Wie wir uns da phasenweise präsentiert haben, dürfen wir nicht auftreten." Aber man hatte ja noch Stefanie Günther, die von der Rückraum Mitte aus das Spiel an sich riss, sehenswerte Spielzüge einleitete und bei den Siebenmetern selbst Verantwortung übernahm. Die lautstark unterstützten Bergtheimerinnen kämpften im zweiten Durchgang zwar aufopferungsvoll, doch gegen die Spielfreude der Gäste war kein Kraut gewachsen. Alles freut sich nun auf das Kreisderby gegen den TSV Pfändhausen, das am 23. Januar daheim über die Bühne geht.
Tore für Bad Brückenau: Stefanie Günther (7/4), Maike Ditzel (3), Lena Übelacker, Madeleine Henkel, Maria König (je 2), Jennifer Frank, Sophie Gundelach, (je 1).

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