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Bad Kissingen
Eishockey

Kissinger Wölfe stehen aktuell ohne Halle da

Der Eishockey-Bayernligist hat den Vertrag mit der Kissinger Eissport GmbH gekündigt. Das wiederum gefällt dem Besitzer der Eishalle überhaupt nicht.
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Alexander Kondrashov ist der Besitzer der Bad Kissinger Eishalle. Die Kündigung des Pachtvertrages seitens der Kissinger Wölfe verärgert den ukrainischen Geschäftsmann.Jürgen Schmitt
Alexander Kondrashov ist der Besitzer der Bad Kissinger Eishalle. Die Kündigung des Pachtvertrages seitens der Kissinger Wölfe verärgert den ukrainischen Geschäftsmann.Jürgen Schmitt

So einigen Gesprächsbedarf gibt es in diesen Tagen offensichtlich zwischen Alexander Kondrashov, dem Besitzer der Bad Kissinger Eishalle, und den Kissinger Wölfen. Das Zeitfenster bis zum Saisonstart der Eishockey-Bayernliga im Frühherbst ist groß genug. Aber Tatsache ist auch, dass die Eishockeyspieler aktuell keine Halle haben, weil laut Kondrashov die Kissinger Wölfe den Kontrakt mit der Eissport GmbH einseitig gekündigt haben. "Ich war überrascht von der jüngsten Mitteilung der Clubleitung über die Beendigung des laufenden Vertrags mit der GmbH. Aber vielleicht nutzt der Club eine andere Arena für Spiele und Training. Ich plane nicht, in naher Zukunft einen neuen Vertrag abzuschließen. Und wir werden umgehend den bayerischen Eissportverband benachrichtigen, dass das Eisstadion von Bad Kissingen aktuell nicht die Heimatarena der Kissinger Wölfe ist", sagt Kondrashov.

Möglicher Verkauf der Eishalle

In seinem Schreiben an diese Zeitung teilt der ukrainische Geschäftsmann zugleich mit, dass er Angebote von Kaufinteressenten prüfe, aber diesbezüglich sei noch nichts spruchreif. "Egal in welcher Form, bleibe ich Partner oder Mitbesitzer der Eishalle. Mir ist die Zukunft des Eissports in Bad Kissingen nicht gleichgültig. Die Einwohner von Bad Kissingen sollen weiter die Möglichkeiten haben, wunderschöne Sportarten wie Eishockey oder Eiskunstlauf vor Ort betreiben zu können", sagt Kondrashov. Und kündigt zugleich einen Wechsel an der Spitze der Eissport GmbH an aufgrund der jüngsten Vorkommnisse. "Ich sehe mich gezwungen, den Geschäftsführer der GmbH zu wechseln. Es war angenehm für mich, mit Ralph Kiesel zusammenzuarbeiten. Wir waren uns jedoch einig, dass der Verein und der Geschäftsführer der GmbH als starkes und effektives Tandem auftritt", sagt Kondrashov zu dem Umstand, dass Ralph Kiesel auch der zweite Vorsitzende der Kissinger Wölfe ist. "Und ich nutze die Gelegenheit und kündige an dieser Stelle einen Wettbewerb um die Position des Geschäftsführers der GmbH an."

Die sportlichen Erfolge der abgelaufenen Saison mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde zur Oberliga hat Kondrashov mit Wohlwollen registriert. "Glückwunsch an Trainer und Mannschaft für diese herausragende Leistung."

Ausstehende Leistungen

Die Vertragskündigung seitens der Kissinger Wölfe wird von Michael Rosin indes bestätigt. "Wir sahen uns dazu gezwungen, weil wir gewisse Vereinbarungen nicht erfüllt sahen. Wie zum Beispiel den Einbau eines Verdichters für die Kühlanlage. Was zur Folge hatte, dass die Energiekosten gestiegen sind. Kosten, die wir nicht auffangen können, da wir in den Sommermonaten keine Einnahmen generieren können", sagt der Wölfe-Vorsitzende.

Dass beide Parteien nichtsdestotrotz an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert sind, auch das kommt zur Geltung. "Natürlich wollen wir mit Herrn Kondrashov in Zukunft kooperieren, aber für unseren Verein muss das wirtschaftlich vertretbar sein", sagt Michael Rosin. Und Alexander Kondrashov verspricht eine für alle Beteiligte akzeptable Lösung bis zum 1. September, "weil ich mein Engagement in Bad Kissingen mehr als soziales Projekt sehe und weniger als Business-Modell."

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