Bad Kissingen
Eishockey

Kissinger Wölfe machen den Traumstart perfekt

Nach dem Auftaktsieg gegen Landsberg gewinnen die Saalestädter auch beim Oberligisten Waldkraiburg.
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EHC Waldkraiburg - Kissinger Wölfe 2:3 (1:1, 0:2, 1:0). Michael Rosin hatte es ja mit gut gemeinten Worten versucht, die Laune blieb aber im Keller. Jedenfalls bei den Waldkraiburgern. Von einem "ausgeglichenen Spiel" hatte der Wölfe-Vorsitzende in der Pressekonferenz gesprochen. Und dafür Gelächter geerntet, weil sich das Auditorium mit der Leistung der Gastgeber ganz und gar nicht einverstanden zeigte. Der Baum brennt also beim um den Klassenerhalt spielenden Oberligisten, der ja schon zwei Tage zuvor ordentlich auf die Mütze bekommen hatte beim Auswärts-2:9 gegen den EHC Klostersee. Zusätzlich müssen die Oberbayern diverse Abgänge verkraften.

Dennoch standen den "Löwen" noch satte 19 Spieler zur Verfügung, während die Unterfranken gerade mal 14 Akteure hatten aufbieten können durch das Fehlen von Igor Filobok (Beruf) und der verletzten Jona Schneider und Adrian Persch. Die 655 Zuschauer sahen einen guten Start ihrer Mannschaft mit dem schnellen Führungstreffer von Nico Vogl (4.), aber aus der Fassung bringen ließen sich die Wölfe nicht, die mit Einsatz und individueller Qualität dagegenhielten und verdient durch Jakub Revaj zum Ausgleich kamen. "Danach war wieder Unruhe in unserem Spiel. Nach einem Gegentor fangen wir das Zittern an, so geht es schon die ganze Zeit", konstatierte EHC-Trainer Alex Piskunov. Was zur Folge hatte, dass die Saalestädter mit einem richtig starken Mitteldrittel auf 3:1 erhöhten durch die Treffer von Anton Zimmer (36.) und Kevin Marquardt (38.). Anton Seewald, Kevin Marquardt und Christian Masel hatten sogar weitere Tore für die Gäste auf dem Schläger.

"Das letzte Drittel war ein offener Schlagabtausch. Unter dem Strich geht unser Sieg in Ordnung", sagte Michael Rosin, nachdem den Waldkraiburgern durch Neuzugang Povilas Verenis (55.) nur noch der Anschlusstreffer gelang. Weiter geht es für die Kissinger Wölfe am Freitag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den TSV Peißenberg. Nach den zwei Auftakt-Siegen in der Aufstiegsrunde hoffen Verein und Spieler auf eine große Kulisse im Wolfsbau.

Durchwachsen geriet derweil der Start für den ERV Schweinfurt in die Abstiegsrunde. Nach dem 6:4-Sieg bei den "Devils" des VfE Ulm/Neu-Ulm mussten sich die Mighty Dogs zwei Tage später auf eigenem Eis dem EV Pegnitz mit 2:3 nach Verlängerung beugen. Sieg und Niederlage auch für den ESC Haßfurt in der Parallelgruppe. Am Freitag hatten die "Hawks" vor 500 Fans ihr Heimspiel gegen die Schongau Mammuts mit 5:4 gewonnen, am Sonntag setzte es beim ESC Kempten eine 7:10-Niederlage. Wie von Haßfurter Seite angekündigt, hatte der Verein seine vier Kontingentspieler zum Einsatz gebracht und sich damit den Zorn der Konkurrenz ausgesetzt, die sich an die freiwillige Selbstbeschränkung von zwei Spielern mit ausländischem Pass halten. Hier droht den Haßfurtern eine Sanktionierung durch den Verband. Wie übrigens auch dem EHC Königsbrunn, der sein Gastspiel beim TEV Miesbach kurzfristig absagen musste, weil das mit der Fahrt beauftragte Busunternehmen angesichts der Wetterlage den Auftrag quasi stornierte.

Ein Trainerwechsel wird aus Geretsried gemeldet, der sich nach dem verkorksten Auftakt in die Abstiegsrunde von Trainer Ludwig Andrä trennte. Ab sofort wird Sebastian Wanner (bisheriger U20 Trainer) an der Bande der Rats stehen.



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