Bad Kissingen
Boxen

Kai Friedensohn schickt Gegner auf die Bretter

Die Faustkämpfer des TSV Bad Kissingen gewinnen im Kiliani-Festzelt als Verstärkung für die Würzburger Kickers-Boxer drei ihrer vier Duelle.
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Kai Friedensohn (rechts) vom TSV Bad Kissingen gelang beim Boxen im Kiliani-Festzelt in Würzburg der einzige K.o.-Sieg des Tages über Imran Baziaev. In der Mitte ist Ringrichter Richard Hilgert aus Kitzingen zu sehen.Hartmut Hess
Kai Friedensohn (rechts) vom TSV Bad Kissingen gelang beim Boxen im Kiliani-Festzelt in Würzburg der einzige K.o.-Sieg des Tages über Imran Baziaev. In der Mitte ist Ringrichter Richard Hilgert aus Kitzingen zu sehen.Hartmut Hess
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Karl-Heinz Wolfstädter und seine Box-Abteilung der Würzburger Kickers hatten im Festzelt für das 34. Kiliani-Boxen angerichtet; die 1000 Zuschauer erlebten attraktiven und dynamischen Boxsport, emotionale Momente und harte Gefechte, alles mit Bad Kissinger Beteiligung.

Die Mannschaft der Würzburger Kickers hatte sich verstärkt mit Faustkämpfern vom Würzburger Boxteam Tommy und dem TSV Bad Kissingen. Gegen die Gäste des SV Berlin-Wedding gewann es am Ende mit 16:6.

Friedensohn mit Paukenschlag

Der Schwergewichtler Kai Friedensohn vom TSV sorgte für einen Paukenschlag. Er streckte seinen Berliner Gegner Imran Baziaev in der zweiten Runde mit einem Volltreffer nieder und landete den einzigen K.o.-Sieg des Tages. "Er ist eher ein Klopper, aber heute hat er die Taktik befolgt, mit den Händen wie mit den Beinen schnell zu agieren", kommentierte Trainer Edgar Feuchter den Triumph seines 21-jährigen Schützlings. "Kai hat Zukunft", attestierte Feuchter dem amtierenden Frankenmeister.

Auch die drei weiteren Bad Kissinger Boxer gaben jeweils eine gute Figur ab und agierten zur Zufriedenheit ihres Trainers. Insgesamt gelangen den vier Bad Kissinger Faustkämpfer drei Siege.

Den Eröffnungskampf bestritt Max Neb gegen den bärenstarken Al-Hassan (Berlin). Hassan schlug sehr schnelle Hände und setzte Max gehörig unter Druck. Der konnte aber druch eine sichere Deckung fast alles abwehren und mit seiner linken Schlaghand des Öfteren den Körper des Gegners empfindlich treffen. Das langte aber zum Schluss nicht. Neb verlor seinen Kampf kanpp nach Punkten.

Flörian Säwert, Mittelgewicht bis 75 Kilogramm, traf auf Lucas Schmitz. Säwert blockte fast alle Schläge ab und konterte pfeilschnell. Der Berliner traf zwar, jedoch meist auf die Deckung. Florian, der sich sehr schnell bewegte, konterte ihn aus. So war es bis zum Ende ein enges Gefecht, das der Kurstädter für sich entscheiden konnte.

Schließlich stieg Mohammad Shadab, Mittelgewicht bis 75 Kilogramm, gegen Hayden Stoyanow in den Ring. Zwei sehr erfahrene Kämpfer trafen aufeinander, wobei der Berliner Zweiter der deutschen Meisterschaft war. Mohammad, völlig unbeeindruckt auch von der Schlagkraft seines Gegners, bewegte sich katzenhaft und konterte jeden Angriff. Immer, wenn der Berliner angriff, war sein Gegner schon wieder weg und punktete deutlich aus allen Richtungen.Daher wurde der TSVler auch Sieger nach Punkten. Leider kam Louis Krassa nicht zum Einsatz, da sein Gegner kurzfristig abgesagt hatte.

Lob vom Veranstalter

Ein großes Lob für die Bad Kissinger Kämpfer kam vom Veranstalter aus der Kickers-Boxabteilung, Karl-Heinz Wolfstätter.Und auch ihr Trainer Edgar Feuchter freute sich ebenso: "Vier Kämpfer und drei Siege, was will man mehr?" Insgesamt gesehen bekam das Publikum laut ihm guten Sport geboten.

Eine besondere Freude sei der Besuch des Ehrengastes Leon Bunn aus Frankfurt gewesen. Er ist Profi und seit 16 Kämpfen ungeschlagen. Noch dieses Jahr hat er die Chance auf einen europäischen Titel.

Edgar Feuchter, der schon in Frankfurt/Main mit Leon Bunns Vater Ralf trainiert hatte, kennt ihn noch als Kleinkind. "Eine richtige Freude, die beiden zu sehen." Leon Bunn wird auch beim Turnier der Bad Kissinger Boxer am 9. November dieses Jahres im Tattersall anwesend sein.

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