Bad Kissingen
Eishockey

Im letzten Drittel treffen die Wölfe sechs Mal

Ihr erstes Testspiel auf eigenem Eis gewinnen die Kissinger mit 7:1 gegen die Luchse aus Lauterbach.
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War in seinem ersten Spiel unter den Bad Kissinger Torschützen zu finden: Neuzugang Jona Schneider (rechts).Hopf
War in seinem ersten Spiel unter den Bad Kissinger Torschützen zu finden: Neuzugang Jona Schneider (rechts).Hopf

Kissinger Wölfe - Luchse Lauterbach 7:1 (0:0, 1:0, 6:1).

Einen Schönheitspreis wird die Bad Kissinger Eishalle in ihrem Leben nicht mehr gewinnen. Aber die fast 41-Jährige hat sich herausgeputzt: viel frische Farbe, noch mehr Sponsoren-Banner in der Halle und ein schmuckes Schild über dem Eingang sowie ein kleiner Fanshop am Kassenhäuschen. Fleißig waren die vielen Unterstützer der Kissinger Wölfe in den vergangenen Wochen. Und jetzt umso neugieriger, erstmals auf eigenem Eis auch das neue Gesicht der Mannschaft zu sehen.

Über 140 Zuschauer bei einem Testspiel, das kann sich sehen lassen, zumal der Fanclub nach der langen Eishockey-freien Zeit richtig Bock auf guten Support hatte. Laut war es also auch in der Halle, wo die Leistungen auf dem Eis zunächst nicht ganz Schritt halten konnten. Wenngleich die Kissinger Wölfe stark begannen, eher die Hessen ihre Anfangsunsicherheit ablegten und Wölfe-Goalie Benni Dirksen mehrfach forderten. Keinen Deut schlechter war sein Gegenüber, der junge Felix Michel, sodass es torlos in die erste Pause ging. Die besten Kissinger Chancen bis dahin hatten Christian Masel (Latte) und der später verletzt vom Eis geführte Semjon Bär vergeben.

Im Mitteldrittel endlich der erste Treffer, erzielt von Marc Hemmerich mit Assists von Masel und Jonas Manger. Eine verdiente Führung für die Saalestädter, die einen Zahn zugelegt hatten. Luft nach oben blieb allerdings vor allem im Überzahlspiel und bei der Konsequenz im Abschluss, wie sie Ausnahmespieler wie Zaitsev oder Kiselev in der vergangenen Saison regelmäßig zeigten. Der angekündigte potenzielle Kontingentspieler war zwar in der Halle, hatte aber kurzfristig keine Spielberechtigung von Seiten des Verbandes bekommen. Dafür feierte Kristers Freibergs seine Premiere im Wölfe-Trikot. Der 26-jährige lettische Verteidiger mit Erstliga-Erfahrung in seiner Heimat soll die zweite Kontingentstelle besetzen und deutete seine Qualitäten vor allem im finalen Drittel an, inklusive diverser Torbeteiligungen.

Der lange gut mitspielende Regionalligist um den Hammelburger Sören Franz, Bruder des Kissinger Backup-Goalies Lars Torben Franz, verlor mit dem zweiten Gegentreffer durch Jonas Manger (45.) vollends den Überblick und musste sich unter Wert geschlagen geben mit weiteren Kissinger Toren durch Anton Seewald (46.), Mikhail Nemirovsky (53.), Jona Schneider (57.), Simon Eirenschmalz (58.) und Anton Zimmer (59.). Den Ehrentreffer der Luchse erzielte der Ex-Kissinger Nikolai Varianov (47.). Mächtig von seinen Fans bejubelt wurde das Wolfs-Rudel nach der Schlusssirene. Wohl wissend, dass Siege in der Anfang Oktober anstehenden Bayernliga-Saison keine Selbstverständlichkeit sind. Da muss man die Feste feiern, wie sie fallen.



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