Bad Kissingen

Höchstadts letzte Patrone heißt Mikhail Nemirovsky

Erst Ende November wechselte Mikhail Nemirovsky von den Kissinger Wölfen zu den Höchstadt Alligators. Nun soll er dort den Oberliga-Verein retten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Wieder Spielertrainer: Der Ex-Kissinger Mikhhail Nemirovsky soll den Oberligisten Höchstadt Alligators retten. Foto: Hopf
Wieder Spielertrainer: Der Ex-Kissinger Mikhhail Nemirovsky soll den Oberligisten Höchstadt Alligators retten. Foto: Hopf

Die Höchstadt Alligators haben mitten in der Verzahnungsrunde ihren Trainer Martin Sekera vor die Tür gesetzt. Das teilt der Oberligist auf seiner Facebook-Seite mit. Warum das in Bad Kissingen und Umgebung interessieren sollte? Weil sein Nachfolger Mikhail Nemirovsky ist, der bis vor wenigen Wochen als Spielertrainer der Kissinger Wölfe auf dem Eis stand.

Der 45-jährige Nemirovsky war erst Ende November nach der Abmeldung der Wölfe aus dem Bayernliga-Spielbetrieb zu den Alligators gewechselt. Der HEC zierte damals schon mit zwölf Punkten Rückstand auf den elften Platz das Tabellenende der Oberliga Süd.

Anfang Dezember rüstete Höchstadt dank großzügiger Unterstützung der Sponsoren für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga personell noch einmal auf - mit überschaubarem Erfolg. Nach sieben Spielen stehen die Alligators mit neun Punkten auf Platz 5. Der würde nicht für den Klassenerhalt in der Oberliga Süd reichen, da nur die beiden Erstplatzierten der Verzahnungsrunde das Recht erhalten, dort zu spielen.

"Immer wieder zeigte sich, dass die Mannschaft die anhaltenden Niederlagen nicht aus den Köpfen bekam und es Sekera nicht gelang, die nötige Motivation wieder aufzubauen", schreiben die HEC-Verantwortlichen nun auf ihrer Facebook-Seite. Man sei nun "der Überzeugung, dass nur ein neuer Impuls auf der Trainerbank noch weiterhelfen kann".

Und den soll offensichtlich Mikhail Nemirovsky geben. Dass er eine Mannschaft zu Erfolgen führen kann, hat der Kanadier mit russischen Wurzeln bei den Kissinger Wölfen bewiesen. Der 45-Jährige führte sie in fünf Jahren als Spielertrainer nicht nur zum Aufstieg aus der Landes- in die Bayernliga; in der vergangenen Saison gelang in den Playoffs zur Oberliga Süd ein überraschend guter 6. Platz.

In der Vorrunde der aktuellen Spielzeit lief es zwar nicht mehr so rund - was aber auch der fehlenden Trainings- und Spielmöglichkeit in der Bad Kissinger Eissporthalle geschuldet war. Ende November wechselte Nemirovsky dann gemeinsam mit Goalie Benni Dirksen und Torjäger Anton Seewald nach Höchstadt. Die Wölfe verloren drei Galionsfiguren.

Der Ex-Kissinger steht bereits am Freitagabend in der Verantwortung. Dann reisen die Alligators zum Tabellendritten Miesbach. Das letzte Duell der beiden Mannschaften entschieden die Höchstadter mit 5:3 für sich. Sonntagabend empfängt der HEC den EHF Passau - aktuell Spitzenreiter der Verzahnungsrunde.

Mighty Dogs reaktivieren Knaup

Unter dessen ziehen auch die in der Bayernliga abstiegsbedrohten Mighty Dogs aus Schweinfurt den letzten Pfeil aus dem Köcher. Wie der EHV in einer Pressemitteilung schreibt, wird Simon Knaup ab sofort wieder auf dem Eis stehen. "Mit zwei Bayernligameisterschaften, fast 500 Spielen und 225 Scorerpunkten bei den Mighty Dogs gehört der 34-Jährige mit zu den erfolgreichsten Spielern der vergangenen Vereinsgeschichte."

Unvergessen bleibe das Saisonfinale 2017/18, als Knaup gegen Pfaffenhofen in einer hochspannenden Partie den entscheidenden 3:2-Siegtreffer erzielte. Das habe dem ERV Schweinfurt den Weg zurück in die Bayernliga geebnet. Nach der Spielzeit 2018/19 beendete der damals 33-jährige Verteidiger aus privaten Gründen seine Eishockey-Karriere.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren