LKR Bad Kissingen
Fussball

Hochgestimmte Frankonen fordern Münnerstadt

Der gestärkte FC Thulba gastiert beim ausgedünnten TSV. Westheim möchte dem ersten Sieg den zweiten folgen lassen. Der FC 06 steht vor einer Herkulesaufgabe.
Artikel drucken Artikel einbetten
Beim Derby im vergangenen Jahr brachte Thulbas Julian Wüscher (links) Niklas Markart vom TSV Münnerstadt noch ins Stolpern. Diesmal fehlt Wüscher höchstwahrscheinlich. Doch die Frankonen gehen gegen ersatzgeschwächte Münnerstädter als Favoriten ins Spiel.Archiv/Hopf
Beim Derby im vergangenen Jahr brachte Thulbas Julian Wüscher (links) Niklas Markart vom TSV Münnerstadt noch ins Stolpern. Diesmal fehlt Wüscher höchstwahrscheinlich. Doch die Frankonen gehen gegen ersatzgeschwächte Münnerstädter als Favoriten ins Spiel.Archiv/Hopf

FC Westheim - TSV Bergrheinfeld Samstag, 16 Uhr Nach dem ersten Saisonsieg (2:1 beim FC Sand II) streben die Westheimer (13./3) am Samstagnachmittag gleich den zweiten an. "Was nicht unmöglich sein sollte", sagt Abteilungsleiter Maxi Schaub. "Denn die Bergrheinfelder (12./3) haben bislang auch noch keine Bäume ausgerissen".

Bei den Gastgebern, die bislang in der Offensive überzeugten, steht der Kader fast komplett zur Verfügung. Lediglich Max Schmid hat sich in den Urlaub verabschiedet. Dafür kann der reaktivierte Philipp Vierheilig wieder als Abwehrchef fungieren. "Das hat er in Sand trotz fehlender Spielpraxis ganz klasse gemacht; mit seiner Routine hat er seine Nebenleute ganz stark geführt", lobt Schaub.

Beim Gast fehlt mindestens der Innenverteidiger Marius Heinze, der bei der 0:2-Heimniederlage gegen Dampfach die Rote Karte sah. Trotz dieser Schwächung, die TSV-Coach Thomas Gerstner angesichts der Angriffsstärke der Heimelf Kopfzerbrechen bereiten dürfte, sind die Bergrheinfelder mit ihrem Neuzugang Marino Müller, der vom TSV Aubstadt zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist, nicht zu unterschätzen. Das kompakt auftretende Team ist über seinen Außen Florian Streng konterstark.

"Taktisch gesehen gibt es bei uns keinen Grund zu Veränderungen", verkündet Maxi Schaub. "Wir haben uns ganz fest die nächsten drei Punkte vorgenommen, um dann nächste Woche auswärts beim Schlusslicht in Steinbach den Sprung ins Tabellenmittelfeld zu schaffen." Kurios: Nach drei Spieltagen belegen alle vier Aufsteiger die Abstiegsplätze, der FC Westheim den Relegationsplatz.

TSV Münnerstadt - FC Thulba Sonntag, 15 Uhr Das Highlight aus Landkreissicht stellt das Derby auf dem "Kleinfeldlein" dar, wo der TSV Münnerstadt (10./4) den FC Thulba (2./7) empfängt. Die Gastgeber, die in ihren bisherigen drei Partien erst drei Treffer erzielten, aber auch erst drei hinnehmen mussten, gehen mit Besetzungsproblemen in die Begegnung. Verletzte und Urlauber schwächen das Aufgebot dermaßen, "dass wir eine Verlegung ins Auge gefasst haben", informiert Co-Trainer Michael Knysak.

Davon nahm der Verein Abstand. Es zeigt aber die Probleme bei den Lauertalern, die sich bei der 0:2-Niederlage in Wiesentheid am vergangenen Spieltag trotz allem wacker schlugen.

Oldie Knysak muss sich gegen den Tabellenzweiten Thulba wohl wieder das Trikot überstreifen. Manko der Schützlinge von Goran Mikolaj ist die fehlende Durchschlagskraft im Angriff; die Torgefährlichkeit früherer Jahre ist noch nicht vorhanden.

Dies sieht bei den Frankonen anders aus. Sie reisen noch ungeschlagen an, was erstaunlich ist, weil mit Wiesentheid und Gochsheim schon zwei Spitzenteams abgearbeitet sind. Das Erreichen der 3. Pokalrunde unter der Woche sorgte auch für gute Stimmung. Spielertrainer Victor Kleinhenz konnte beruhigt bei einem "privaten Trainingslager am Ratscher-See in Thüringen" einen Schlachtplan für das anstehende Duell entwerfen.

Zwar muss er auf das angeschlagene Trio Lorenz Heim, Marcus Hein und Julian Wüscher verzichten. Doch der restliche Kader hat bislang überzeugt. "Wenn wir unsere bisherigen Leistungen wiederholen, müsste auch bei diesem Gastspiel etwas mitzunehmen sein", sagt Kleinhenz. Dem steht natürlich der Wunsch beim TSV Münnerstadt gegenüber, der sein zweites Heimspiel siegreich gestalten will.

Oberschwarzach - FC 06 Bad Kissingen Sonntag, 15 Uhr Eine Woche nach der ersten Saison-Niederlage (1:2 gegen den TSV Forst) steht den 06-ern (7./4) eine Herkulesaufgabe bevor. Denn der Gegner aus Oberschwarzach (1./9) hat seine bisherigen Begegnungen mehr oder weniger souverän absolviert. Wer den Ehrgeiz des mitspielenden Trainerduos Simon Müller und Alexander Greß kennt, weiß, dass diese die Tabellenführung unbedingt verteidigen wollen. Mit Moritz Götz wurde ein neuer Keeper ins Tor gestellt. Diese in der vergangenen Saison problematische Position der Steigerwälder scheint gestärkt zu sein.

Der ansonsten wenig veränderte Kader, aus dem die offensivstarken Eric Renno (drei Saisontreffer) und Philipp Mend nebst Kapitän Sebastian Reinstein herausragen, will die weiße Eeste wahren, geht allerdings "mit großem Respekt vor dem Gast", so Teammanager Werner Müller, in diese Partie. Bei den Bad Kissingern läuft eine personell geschwächte Mannschaft auf. Die 06er müssen neben den Langzeitverletzten wie Julian Hüfner auf einige Urlauber verzichten. Wer in der Anfangsformation steht, wird Coach Frank Halbig erst kurzfristig entscheiden. "Ein Punkt, den wir wie immer auswärts anstreben, wäre natürlich zum einen für den aktuellen Tabellenstand wie auch für das Selbstvertrauen wertvoll", so Pressesprecher Stephan Heimerl.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren