Rannungen
Laufsport

Herzensangelegenheiten rund um Rannungen

600 Teilnehmer beim Wald- und Naturlauf sorgen für strahlende Gesichter beim Veranstalter.
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Eine Herzensangelegenheit: die im Rollstuhl sitzende Monika Kiesel und die Läufer in Rannungen. Foto: ssp
Eine Herzensangelegenheit: die im Rollstuhl sitzende Monika Kiesel und die Läufer in Rannungen. Foto: ssp
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Beim Blick zurück denkt Tobias Wegner nicht an umjubelte Sieger, nicht an den Kampf um Minuten und Sekunden. "Was mich extrem berührt hat, dass so unglaublich viele Läufer sich ein bisschen Zeit genommen haben für Monika Kiesel. Ich habe ganz viele Umarmungen gesehen, sogar Blumen oder Schokoladenherzen wurden verschenkt und Selfies gemacht", sagt der Haupt-Organisator des Wald- und Naturlaufs. Und meint die Rannungerin, die im Rollstuhl sitzt und quasi ebenso zum festen Inventar dieser Veranstaltung gehört wie der 79-jährige Siegfrieß Keß vom TSV Rannungen.

600 Teilnehmer, auf Strecken vom Bambini-Lauf mit dem kostümierten und vorauslaufenden Abteilungsleiter Markus Veth bis hin zum Halbmarathon, waren es diesmal. Ältester Teilnehmer war Franz Stockheimer (Brendlorenzen), mit 83 Jahren. Sehr gut angenommen wurde auch das Rahmenprogramm wie der Kinderbasteltisch und die Hüpfburg. "Irre, wie viele Kinder vor Ort waren. Es hat sich sogar jemand schriftlich bedankt für das Rahmenprogramm", sagt Tobias Wegner. "Wir haben unser hohes Niveau halten können. Was uns sehr freut, denn zum Anmeldeschluss waren es knapp 300 Sportler. Was dann an Nachmeldungen kam", war der Wahnsinn."

Ein enormer Aufwand

Bereits die Vorbereitungsläufe wurden extrem gut angenommen. "Da waren immer um die 50 Leute da, um für ihren Wettkampf zu trainieren. Darunter sehr viele reine Hobby-Läufer. Das freut mich immer besonders, wenn sich Leute einfach mal auf eine der angebotenen Strecken trauen. Bei diesen Sportlern möchte ich mich ganz besonders bedanken", sagt der 39-Jährige. Was freilich auch auf die vielen Helfer zutrifft, denn der Aufwand hinter einer solchen Veranstaltung ist enorm. 150 Personen waren allein am Wettkampftag im Einsatz, darunter 35 Feuerwehrposten und 40 Personen an den Verpflegungsständen. "Dazu die Massagen, Kuchenbäcker, Radfahrer als Begleiter. Der Auf- und der Abbau", zählt Wegner auf.

Erstmals wurde die die Veranstaltung vom Schweinfurter Florian Krämer moderiert, der am Mikro unterstützt wurde von Michael Littmann, dem Bezirks-Laufwart aus Würzburg. "Heuer war alles sehr harmonisch. Und es hat sich niemand verletzt, das ist das wichtigste", sagt Wegner, der mit der Nachbereitung eine gute Woche beschäftigt sein wird. Der 20. Wald- und Naturlauf soll im nächsten Jahr am 6. September stattfinden. "Zum Jubiläum gibt es vielleicht sogar einen Marathonlauf", sagt Tobias Wegner.

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