LKR Bad Kissingen

Heile Welt beim FC Fuchsstadt

Hammelburgs Frauen verpassen den Sprung ins Vorderfeld der Bayernliga. Besser machen es die zweiten Garnituren.
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Ihren Heimvorteil nutzen konnten die Volleyballerinnen des FC Fuchsstadt (vorne) im Derby gegen die TSVgg Hausen (in rot). Foto: ssp
Ihren Heimvorteil nutzen konnten die Volleyballerinnen des FC Fuchsstadt (vorne) im Derby gegen die TSVgg Hausen (in rot). Foto: ssp

TV Mömlingen - TV/DJK Hammelburg 3:2 (23:25, 25:18, 16:25, 25:18, 15:13).

Mit einem glatten Sieg wären die Hammelburger auf Tabellenplatz vier gesprungen. So blieb es bei überschaubarer Freude, weil mit dem Erreichen des Tiebreaks zumindest ein Punkt mit an die Saale ging. Der von beiden Seiten gute erste Satz gestaltete sich durchweg ausgeglichen - mit dem knapp besseren Ende für Hammelburg. Im zweiten Satz liefen die Gäste von Beginn an einem Rückstand hinterher und leisteten sich zu viele Aufschlagfehler. Das konsequente Spiel der Mömlinger ließ keine Aufholjagd der Hammelburgerinnen mehr zu. Den dritten Satz rissen sie aber dank einer geringen Eigenfehlerquote an sich. Dann trat Mömlingen wieder komplett anders auf und erarbeitete sich einen komfortablen Vorsprung, dem die TV/DJKlerinnen stets hinterherliefen. Für eine Aufholjagd war am Ende der Rückstand zu groß. So ging das Spiel in den Tiebreak, in dem die Hammelburgerinnen eine 6:1-Führung verspielten. Beim Stand von 13:13 lieferten die Schiedsrichter eine strittige Entscheidung. Somit hatten die Gastgeberinnen nach einem starken, ausgeglichenen Spiel das glücklichere Ende für sich.

TV/DJK Hammelburg II - TV Mömlingen III 3:0 (25:18, 25:17, 25:12).

Zum Heimspieltag im Frobenius-Gymnasium hagelte es verletzungs- und krankheitsbedingte Absagen. So stand kein etatmäßiger Mittelblocker zur Verfügung, dafür mit David und Lukas Baden zwei schlagkräftige Angreifer aus dem Bundesligakader. Gegen den Tabellenletzten konnte das Trainergespann Kaiser/Greinwald ein paar taktische Varianten ausprobieren und vielen Spielern Einsatzzeiten zu geben.  Am Ende stand ein ungefährdeter 3:0-Sieg.

TV/DJK Hammelburg II - TuS Frammersbach 3:0 (25:23, 25:22, 25:19).

Deutlich knapper gestaltete  sich das Spiel gegen den TuS Frammersbach. Zwar führte Hammelburg vor allem durch eine tolle Aufschlagserie von Jonathan Baden schnell mit 16:6. Aber genauso schnell schmolz dieser Vorsprung wieder, weil Frammersbach mit druckvollen Außenangriffen antwortete. Dennoch gewann Hammelburg den Satz klar. Auch im zweiten Durchgang entwickelte sich ein knappes Match, bevor die Hammelburger mit zunehmender Spieldauer wiederum mit starkem Service die Kontrolle übernahmen. Der dritte Satz war dann eine klare Sache.

TV/DJK Hammelburg II - SG Rottendorf/Höchberg 3:1 (22:25, 25:17, 25:14, 25:10).

Die jungen Hammelburgerinnen agierten im Auftakt-Satz nicht so souverän, wie sie sich das vorgenommen hatten. Und leisteten sich bis zum 9:13 sieben Aufschlagfehler, was Coach Olli Burtchen ärgerte. Am Ende wurde es zwar knapp, doch Rottendorf rettete den Satz ins Ziel. Auch am Anfang des zweiten Satzes lief für die Gastgeberinnen noch nicht alles glatt, doch mit zunehmender Spieldauer wurde die Mannschaft sicherer. Um den Gegner war es geschehen, als Julia Schönau zum Aufschlag ging. Volle Kraft die Linie entlang, dann mal wieder einen kurz zentral oder extrem lang auf die Position 1 - Schönau setzte alles ein. Im dritten Satz das gleiche Bild wie im ersten: Eigenfehler und Unkonzentriertheiten ließen den Gegner immer wieder ran kommen. Solange, bis "The Hammer" wieder zum Aufschlag schritt und dem Gegner in der Annahme kaum eine Chance ließ. Was zurückkam, wurde sicher von der Abwehr entschärft und in Form von schnellen Angriffen im gegnerischen Feld untergebracht. Langsam konnte man die Leistung zeigen, die der Trainer sonst von den jungen Damen geboten bekommt. Aus der sicheren Annahme um Libera Michelle Zehner konnte Zuspielerin Hannah Fröhlich ein sehr variables Angriffsspiel aufziehen, was dem Gegner dem Zahn zog.

TV/DJK Hammelburg II - TG Kitzingen 3:0 (25:10, 25:17, 25:19).

Beeindruckend waren die ersten Angriffe der Kitzinger, doch das war insgesamt zu wenig, denn als Kollektiv waren die jungen Hammelburgerinnen einfach besser. Nach dem deutlichen Satzgewinn konnten sich die Saalestädterinnen Wechsel auf verschiedenen Positionen leisten, was die Leistungskurve ein bisschen einknicken ließ. Zum souveränen Satzerfolg reichte es dennoch. Im abschließenden Satz dasselbe Bild: Konzentrierte sich die Heimmannschaft, war es dem Gegner nicht möglich, vernünftig aufzubauen. Aber auch das schnelle und variable Spiel von Zuspielerin Hannah Fröhlich führte zum sicheren 3:0-Sieg. Damit grüßt der Aufsteiger weiter ungeschlagen von der Tabellenspitze der Bezirksklasse.

FC Fuchsstadt - TSVgg Hausen 3:0 (25:20, 25:21, 25:16).

Mit dem unerwartet deutlichen Sieg im Kellerduell der Bezirksklasse zogen die Fuchsstädterinnen in der Tabelle an der TSVgg Hausen vorbei. Im ersten Satz machte insbesondere das starke Spiel von Simone Leurer auf der Diagonalen den Unterschied: Jeder Angriffsschlag war ein sicherer Punkt für die Gastgeberinnen. Im zweiten Satz gewann Hausen die meisten Punkte aufgrund von Unkonzentriertheiten auf Fuchsstädter Seite, was dennoch nicht zum Ausgleich reichen sollte. Mit dem bereits sicheren Punkt im Rücken, verdienten sich die FC-Frauen schließlich mit großer Spielfreude den Sieg. "Ausgerechnet, als wir uns im ersten Satz mit drei Angreifern am Netz eigentlich im Vorteil sahen, waren es eine wackelige Annahme und schwache Angriffe, die uns viele Punkte kosteten. In den beiden darauffolgenden Sätzen hatten wir das gleiche Problem, nur diesmal gleich am Anfang", so ein enttäuschter Hausener Trainer Robert Seller.

FC Fuchsstadt - VfL Volkach 0:3 (13:25, 17:25, 18:25).

Gegen den Tabellenzweiten taten sich die Fuchsstädterinnen ungleich schwerer. Man konnte nicht immer angemessen Paroli bieten, ließ sich aber nicht einschüchtern, sondern erkämpfte sich den ein oder anderen Punkt. Angelika Kohlhepp und Stefanie Weidner servierten ihren Angreiferinnen immer wieder Bälle, aber gegen den Volkacher Block fand man zu selten das richtige Mittel. Dennoch gingen die Fuchsstädter Volleyballerinnen zufrieden aus diesem Spieltag mit drei sehr wichtigen Punkten.

TSVgg Hausen - VfL Volkach 0:3 (10:25, 12:25, 16:25).

Nachdem schon gegen den Tabellenletzten nichts zu holen war, konnte man auf Hausener Seite nicht erwarten, dass man den Tabellenzweiten in die Knie zwingen würde. Obendrein waren Stimmung und Selbstvertrauen am Boden. Zwar hatten die beiden Liberas sowie zwei Mittelblocker gefehlt, aber trotzdem war es keine Notbesetzung, die in Fuchsstadt antrat. "Auch, dass wir die jüngste Mannschaft stellen, ist nicht wirklich der Grund, dass wir jetzt am Tabellenende stehen", so Trainer Robert Seller. "Es sind wohl eher die Talfahrten, die wir in dieser Saison nicht in den Griff bekommen. In vielen Sätzen waren diese zwar kurz, oft aber sehr heftig, sodass wir am Ende den Gipfel nicht erreichen konnten."

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