Hausen
Motorsport

Hauenstein: Schneekönig in der Sommerhitze

Neben Gesamtsieger Mathieu Wolpert haben auch die Lokalmatadoren viel Spaß beim Rhöner Bergrennen.
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Geschaffte Sieger und schäumender Schampus: Die Schnellsten beim 49. Hauenstein-Bergrennen waren der Stangenrother Sebastian Schmitt (von links, Vierter), Christian Triebstein (Zweiter), Gesamtsieger Mathieu Wolpert und Frank Debruyne (Dritter). Hartmut Hess
Geschaffte Sieger und schäumender Schampus: Die Schnellsten beim 49. Hauenstein-Bergrennen waren der Stangenrother Sebastian Schmitt (von links, Vierter), Christian Triebstein (Zweiter), Gesamtsieger Mathieu Wolpert und Frank Debruyne (Dritter). Hartmut Hess
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Der Streckenrekord von 1,40 Minuten, den der Schweinfurter Uwe Lang im Jahr 2014 aufgestellt hatte, wird wohl lange nicht mehr angetastet werden, schraubte Mathieu Wolpert die Tagesbestzeit doch am Sonntag auf 1:46,56 Minuten. Freilich störte es den 25-jährigen Württemberger nicht, sondern er freute sich wie ein Schneekönig in der Sommerhitze, triumphierte er in Rhönort Hausen doch als jüngster Gesamtsieger in der 49-jährigen Geschichte des Hauenstein-Bergrennens des Veranstalters Motorsportclub (MSC) Rhön.


Wendige Rennsportfahrzeuge

Schon am Trainingssamstag machte das Trio der Formel-3-Piloten Mathieu Wolpert, Christian Triebstein und Frank Debruyne, zweimaliger deutscher Bergmeister, die Pace auf der 4,2 Kilometer langen Strecke in der Hochrhön. Da vermochte der Schweinfurter Georg Lang in seinem an Leistung und Technik unterlegenen Tatuus Formel 3 nicht zu folgen. Der Stangenrother Sebastian Schmitt im Opel Vectra von Norbert Brenner und Klaus Hoffmann vom AMC Kitzingen konnten mit den wendigen Rennsportfahrzeugen nicht ganz mithalten. Klaus Hoffmann schied im dritten Lauf mit defekter Antriebswelle aus und Sebastian Schmitt landete in der Addition der drei Wertungsläufe eineinhalb Sekunden hinter dem Sieger.


Unterfranken in den Top Ten

Nach eineinhalb Jahren Rennpause wollte Schmitt, für den das Gesamtsiegerpodest eine Option gewesen war, nicht gleich volles Risiko gehen und war am Ende mit Rang vier im Gesamtklassement nicht unzufrieden. Neben Sebastian Schmitt schafften aus der Region noch Georg Lang (Sechter) und Norbert Handa (Achter) vom AMC Kitzingen den Sprung unter die schnellsten zehn der 180 gestarteten Fahrer. Aus der Region mischten mehrere Fahrer mit, die ihren Spaß hatten und auch noch erfolgreich waren. In der Gleichmäßigkeitsprüfung (Baujahre 1971 bis 1982) sicherte sich der Hausener Lokalmatador Sascha Markert im BMW 318 den dritten Platz hinter Reiner Hergenhahn aus Stetten im BMW 318. Mit Johannes Wetzel (Fünfter) aus Rüdenschwinden im VW Polo, Alexander Reder (Siebter) aus Oberelsbach im BMW 318 und Michael Prinz (Neunter) aus Rüdenschwinden schnitten ihre Kumpels ebenfalls gut ab.

In der Klasse der Baujahre 1971 bis 1981 erkämpfte sich Andy Schuler aus Mellrichstadt im Ford Escort den zweiten Platz vor Matthias Marquardt vom ADAC-Ortsclub Würzburg im NSU Brinxner. Mit Steffen Hofmann (NSU-Bergpokal) und Martin Fink (Gruppe G) im Citroën erkämpften sich zudem zwei Fahrer des AC Schweinfurt Klassensiege. Nadine Müller aus Aura an der Saale (VW Käfer) platzierte sich auf Rang acht. Entsprechend toll war die Stimmung bei der Siegerehrung im Festzelt, wo die Lokalmatadoren Siegergesänge anstimmten und sich zuprosteten.
Hausens stellvertretender Bürgermeister Frank Eckert ließ sich von der tollen Atmosphäre der zwei Renntage anstecken und schwärmte: "Das war Motorsport vom Allerfeinsten."


Leuchtturm-Veranstaltung

Stellvertretender Landrat Peter Suckfüll bezeichnete das Hauenstein-Bergrennen als Leuchtturm-Veranstaltung in Rhön-Grabfeld. Streckensprecher Hannes Martin, der Präsident des MSC Rhön, Christian Röder, sowie Rennleiter Klaus Höhn und der Geschäftsführende Gesellschafter des Sponsors Jopp, Hubert Peter Büchs, belohnten die besten Fahrer mit Pokalen und Geldprämien. Sebastian Schmitt zeigte eine schöne Geste, als er dem gesundheitlich angeschlagenen Hannes Martin seinen Pokal schenkte. Die Verantwortlichen übten sich jetzt schon in Vorfreude auf das kommende Jahr, wenn das Jubiläums-Bergrennen ins Haus steht.
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