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Volleyball

Hammelburgs Zweite ist Bezirksklassen-Meister

Die ersatzgeschwächten Aufsteigerinnen sind auch trotz einer Niederlage nicht mehr von der Spitze der Bezirksklasse Ost zu verdrängen. Die Männer des TV Bad Brückenau müssen sich dem Tabellenletzten geschlagen geben.
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Nelly Oswald (links) und ihre Hammelburger Bayernliga-Spielerinnen besiegten trotz kleiner Wackelphasen den TV Altdorf II. Foto: ssp
Nelly Oswald (links) und ihre Hammelburger Bayernliga-Spielerinnen besiegten trotz kleiner Wackelphasen den TV Altdorf II. Foto: ssp

TV/DJK Hammelburg - TV Altdorf II 3:1 (25:20, 25:21, 20:25, 25:18).

Die Hammelburgerinnen traten zunächst ohne Kapitänin Tabea Lang an, die aufgrund von Krankheit auf der Bank Platz nahm. Trotzdem gelang ihnen ein guter Start; sie glänzten durch mannschaftliche Geschlossenheit und versuchten, ihre Angriffe über mehrere Stationen aufzubauen. Gestaltete sich der 1. Satz weitgehend ausgeglichen, behielten die Hammelburgerinnen in der Crunchtime die Oberhand. Auch der 2.Satz verlief anfangs ausgeglichen. Eine stabile Annahme sorgte beim TV/DJK für variablen Einsatz der Angreiferinnen. Dazu kam gute Blockarbeit. Der Satzgewinn war verdient. Im 3.Satz erarbeiteten sich Hammelburgs Volleyball-Frauen zu Beginn einen Vorsprung. Doch dann brach die Annahme ein, was zur Folge hatte, dass Altdorf II gleichzog. Direkte Fehler im Angriff trugen ebenso zum Satzverlust bei. Zum Beginn des 4.Satzes gerieten die Hammelburgerinnen zunächst in Rückstand - und liefen diesem hinterher. Doch dann fanden sie zu altem Spielfluss zurück. Gute Aufschläge brachten die entscheidende Führung, die bis zum Ende gehalten werden konnte - was den Sieg bedeutete.

TV Mömlingen III - TV Bad Brückenau 3:1 (25:17, 21:25, 25:21, 25:13).

Beim Letztplatzierten musste der TV Bad Brückenau auf die erfahrenen Mittelblocker Stefan Winkler, Max Schalewski und Matthias Jost verzichten. Den 1. Satz brauchte die Mannschaft, um ins Spiel zu finden und sich an die kleine und niedrige Halle zu gewöhnen. Der notwendige Ehrgeiz war gegeben und vor allem Diagonalspieler Oliver Kaul glänzte durch gute Angriffs- und Blockaktionen. Dennoch ging der Satz verloren. Was die Bad Brückenauer nicht weiter verunsicherte. Im 2. Satz unterliefen ihnen so gut wie keine Eigenfehler mehr. Sie kämpften um jeden Ball und zeigten, dass das Team funktioniert. Die Außenangreifer Daniel Mun und Michael Müller punkteten immer wieder. Auch die Mittelblocker Lukas Muth und Rene Saam zeigten, dass sie ihre Position verinnerlicht hatten. Der 2. Satz ging mit guter Teamleistung an die Brückenauer. Mit der Überzeugung, das Spiel sogar gewinnen zu können, startete man in den 3. Satz. Bad Brückenau lag 21:19 in Führung; dann wackelte die Annahme. Beim Stand von 21:22 verletzte sich Lukas Muth bei einer Blockaktion und musste ausgewechselt werden. Dies verunsicherte die Brückenauer Jungs; sie verloren den Satz. Trainerin Maika Herbert hatte keine speziellen Mittelblocker mehr zur Verfügung; sie musste umstellen. Ihren Jungs gelang es im 4. Satz nicht mehr, an die sehr gute Leistung der ersten drei Sätze anzuknüpfen. Es fehlte das Selbstvertrauen, was auch Motivierungsversuche der Trainerin nicht mehr ändern konnten. So musste sich der TV nach 72 Minuten dem Letztplatzierten geschlagen geben, der an Bad Brückenau vorbeizog.

TV Bad Brückenau - TSV Lengfeld II 0:3 (21.25, 21:25, 17:25).

Gegen den Zweitplatzierten Lengfeld war im Gegensatz zum Hinspiel (2:3) nichts zu ernten. Die Brückenauer Jungs starteten topmotiviert, wenn auch wackelig. Sie fanden ganz gut ins Spiel. Alexander Melser, eigentlich Außen- und Diagonalspieler, zeigte in der Mitte seine variable Spielweise; auch Rene Saam agierte gut, was zu sicheren Punkten führte. Starke Annahme- und Abwehraktionen von Libero Eugen Rabschinski brachten den Ball sicher zu Zuspieler Mattias Schulz, der seiner Angreifer hervorragend in Szene setzte. Das reichte jedoch nicht zum Satzgewinn. Im 2. Satz machte Alexander Kusznezow eine gute Figur auf der Diagonalposition; auch Außenangreifer Perez Metaj zeigte sein Durchschlagskraft auf Außen. Es reichte dennoch nicht zum Satzgewinn. Im 3. Satz gingen den Bad Brückenauern durch die langen umkämpften Ballwechsel die Kräfte aus. Auch dieser Satz und das Spiel gingen verloren. Trainerin Maika Herbert war dennoch mit der Gesamtleistung ihrer Jungs zufrieden. " Sie haben gekämpft und gezeigt, dass sie als Mannschaft funktionieren und vor allem haben sie nicht vergessen, Spaß zu haben."

TSV Münnerstadt - TSV Eibelstadt III 2:3 (16:25, 27:25, 27:25, 22:25, 11:15).

Den 1. Satz verschlief Münnerstadt. Auch eine Aufschlagserie von Saeid Moayedi brachte nur kurz Leben ins Spiel. Im 2. Satz kam nach einen Positionswechsels Bewegung ins Spiel der TSVler. Paul Link wechselte in den Außenangriff und Peter Kaiser auf Diagonal. Die beiden Mannschaften lieferten sich nun einen Kampf um jeden Punkt. Durch effektiven Einsatz des Außenangreifers Link gewann Münnerstadt den Satz knapp. Im 3. Satz machten es die TSVler zum Ende hin spannend, gewannen aber wieder knapp. Den 4. Satz begannen sie mit einer schwachen Annahme und kassierten einen Rückstand, den sie nicht mehr aufholten. Im 5. und letzten Satz ließ die Konzentration nach. Beim Stand von 4:8 wurden die Seiten gewechselt. Der Vier-Punkte-Rückstand zog sich bis zum Ende hin. Nach 115 schweißtreibenden Minuten waren die Münnerstädter geschlagen. Immerhin knöpften sie dem Tabellenführer einen Punkt ab.

TSV Münnerstadt - SG Ochsenfurt/Gaukönigshofen 3:0 (25:23, 27:25, 25:22).

Den 1. Satz gestalteten die TSVler zunächst ausgeglichen. Mit einer Aufschlagserie beendeten sie ihn erfolgreich. Der 2. Satz begann mit einem Rückstand. Aber nach Aufschlagfehlern auf beiden Seiten entwickelte sich das Spiel durch gute Teamarbeit und gute Annahme des leicht verletzten Liberos Yannik Dellert zugunsten der Heimmannschaft. Im 3. Satz merkte man den nur sieben Lauertalern den langen Spieltag an. Aber durch eine enorme Aufschlagserie des Spielertrainers Uwe Knipping von 13:17 auf 22:17 wurde der Gegner demoralisiert und die TSV-ler holten den Sieg nach Hause.

TSV Eibelstadt III - TV/DJK Hammelburg II 3:1 (22:25, 25:19, 25:21, 26:24).

Stark ersatzgeschwächt trat Hammelburg II die Reise nach Eibelstadt an und konnte froh sein, dass sich Eva Wüscher reaktivieren ließ, um die Lücken zu schließen, die Grippe, Verletzungen und Termine gerissen hatten. Die TV/DJK-Frauen begannen motiviert, mussten aber erstmal einem Rückstand hinterherrennen. Die junge Camyra Brooks holte sich auf der Mittelposition Selbstvertrauen durch einige gelungene Aktionen. Im Angriff kam ihr Team ordentlich durch und gewann den Satz. Unerklärlich und teilweise haarsträubend waren die Schwächen und Fehler in der Annahme und Feldabwehr im 2. Satz. Zuspielerin Clara Benner musste weite Wege gehen, um die Bälle zu erlaufen und ein ordentliches Zuspiel daraus zu machen. Meistens ging es nur über Außen und da hatte Eibelstadt sich mit einem bärenstarken Doppelblock darauf eingestellt. Punkt für Punkt zogen die "Einhörner" davon und sicherten sich den Satz. Im 3.Satz agierte Eva Wüscher ruhig und sicher, als hätte sie nie eine Pause gemacht. Doch die Abwehr brachte die Bälle kaum sicher und sauber nach vorn. auch der Satz ging verloren. Im 4.Satz lief es etwas besser. Die Eibelstädterinnen bekamen immer wieder Probleme, sobald die Annahme kam und Clara Benner ihre Angreiferinnen schnell bediente. Der TSV-Block konnte sich nicht mehr so gut und sicher positionieren; die beiden Außen Mara Schäfer und Eva Wüscher versenkten ihre Angriffe. Pech hatte Hammelburg beim Stand von 24:23, als der Aufschlag von Clara Benner an der Netzkante hängenblieb und Eibelstadt so ausgleichen konnte. Zwei wuchtige Angriffe der Eibelstädterinnen entschieden Satz und Spiel - die erste Saisonniederlage für Hammelburg II.

TV/DJK Hammelburg II - TSVgg Hausen 3:0 (25:11, 25:19, 25:17).

Hammelburg II machte alles das besser, was man im Spiel zuvor schlecht oder falsch war. Die Abwehr stand sicher und Annahme sowie Zuspielerin konnten ihre Angreiferinnen bedienen. Da half kein Dreierblock gegen Julia Schönau, die das erste Mal in der Saison auf Mitte angriff. Was sie nicht mit Power erledigte, legte sie umso cleverer hinter oder neben den Block. Schnell war der 1. Satz eine sichere Sache. Hausen konnte zu wenig Druck mit Aufschlägen auf die Annahme des Gegners ausüben und so punktete der oft über seine körperlich überlegenen Mittelangreiferinnen. Zwar brachte die Umstellung von Diagonalspielerin Dobra auf die Mittelblockposition bei den jungen Häuslerinnen im 2. Satz ein wenig Entlastung, aber nicht genug. Die Hammelburgerinnen spielten ihr Spiel, ließen wenig zu. Unaufgeregt und mit großer Ruhe erledigte Eva Wüscher ihre Abwehrarbeit, führte und motivierte das Team. Gute Aktionen ihrer Mitspielerinnen führten zu einem sicheren Satzgewinn. Im dritten Satz das gleiche Bild: Starke Leistungen in Annahme, Angriff und Block führten zu einer komfortablen Führung. So konnte Hammelburg junge Spielerinnen aus der zweiten Reihe Einsatzzeit geben. Bei den Häuslerinnen schwanden letztlich die Kraft und der Wille, dagegen zu halten. Durch die glatte 0:3-Niederlage gegen Wonfurt kann Volkach Aufsteiger Hammelburg im direkten Duell am letzten Spieltag nicht einholen. Damit steht die TV/DJK-Reserve als Meister der Bezirksklasse und Aufsteiger fest.

TSV Eibelstadt III - TSVgg Hausen 3:2 (22:25, 25:21, 25:22, 14:25, 13:15).

Schon im 1. Satz zeigte sich für Hausen, dass es im Vergleich zum letzten Spieltag besser laufen würde. Einen großen Beitrag zum Satzerfolg leistete Libera Pauline Künzl, die sicher in der Annahme agierte und viele Angriffe der Gegner eliminierte. Im 2. Satz nutzte Zuspielerin Vivien Heidt die guten Annahmen, um ein variables Angriffsspiel aufzuziehen. Sie setzte alle Angreiferinnen gut in Szene, auch wenn der Satz knapp an Eibelstadt III ging. Diagnonalspielerin Drita Dobra brachte in den entscheidenden Momenten des 3. Satzes mit guten Angriffen die Sicherheit zurück, um ihn als Mannschaft erfolgreich zu gestalten. Sehenswert waren ihre wuchtigen Hinterfeldangriffe. Neben Libera Künzl sorgte die junge Außenangreiferin Marisa Hofmann dafür, dass die Annahme und Abwehr stand. Im 4. Satz ging der Spielfluss der beiden Sätze zuvor verloren. Zwei Hänger, die jeweils neun Punkte kosteten, waren nicht mehr einzuholen. Im Tie-Break wehrte der Hausener Doppelblock mit Alina Geipel und Dobra die gegnerischen Angriffe ab. Jeder Punkt wurde hart umkämpft. Nach einer guten Annahme bei 13:14 bestand die Möglichkeit, noch einmal auszugleichen; leider jedoch landete der Angriff im Netz.

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