Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Hammelburg Volleys bleiben in der 2. Bundesliga

Mit dem Sieg über Rüsselsheim und dem Punktverlust der Freiburger ist der Klassenerhalt endlich beschlossene Sache.
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Prägende Figur im Team der Hammelburg Volleys: Seine gute Form unterstrich Oscar Benner (vorne) mit vielen, teils spektakulären Angriffsaktionen beim 3:0-Erfolg über Rüsselsheim. Obendrauf gab es den vorzeitigen Klassenerhalt.Jens Feistel
Prägende Figur im Team der Hammelburg Volleys: Seine gute Form unterstrich Oscar Benner (vorne) mit vielen, teils spektakulären Angriffsaktionen beim 3:0-Erfolg über Rüsselsheim. Obendrauf gab es den vorzeitigen Klassenerhalt.Jens Feistel
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Hammelburg Volleys - TG Rüsselsheim II 3:0 (25:15, 25:14, 25:23).

Check. Die Liga gehalten. Und damit einen Spieltag vor Saisonende das Minimalziel erreicht, was angesichts der starken Konkurrenz beileibe keine Selbstverständlichkeit ist. Dass es am nächsten Wochenende eine bessere Kaffeefahrt nach Schwaig geben wird, ist dem eigenen deutlichen Erfolg über Rüsselsheim zu verdanken, aber auch dem Parallel-Spiel in Karlsruhe, in welchem die Freiburger nur zwei der drei möglichen Punkte holten, womit die Breisgauer die Unterfranken nicht mehr überholen können.

Planungssicherheit also im Hammelburger Team, die auch nötig ist, weil es Änderungen im Kader geben wird. Das teilte Hallensprecher Olly Wendt dem Publikum mit. Und das bestätigte Vorstandsmitglied Matthias Benner, der zumindest verriet, dass sein Sohn Oscar der Mannschaft erhalten bleibt. Ein paar Abgänge werde es geben. Gekämpft wird um den Verbleib von Zuspieler Jackson Maris, der an diesem Abend zum Gold-MVP geehrt wurde und sein Spieltags-Präsent vom ehemaligen Teamkollegen Moritz Karlitzek überreicht bekam. Das TV/DJK-Eigengewächs ist bekanntlich im Bundesliga-Team der Rhein-Main Volleys aus Frankfurt zum Nationalspieler gereift. "An einigen Spielern sind wir aktuell dran. Stand jetzt können wir aber noch gar nicht verbindlich sagen, für welche Positionen wir die Spieler benötigen", sagt Matthias Benner.

Auf dem Tableau gehört Rüsselsheim zu den stärksten Teams der Liga. Aber an diesem Abend waren die Hessen, die mit Saisonende ihre Mannschaft aus organisatorischen wie auch finanziellen Gründen aus der Liga zurückziehen, als Außenseiter angereist. "Wir konnten nur auf einen Rumpfkader zurückgreifen und hatten vor allem in der Annahme große Probleme", sagte TG-Trainer Claude Weber, der unter anderem auf den starken Außenangreifer Anton Borger verzichten musste, der zu einer Hochzeit auf dem afrikanischen Kontinent eingeladen war. "Gut für uns, dass der Gegner geschwächt war. Dieses Glück hatten wir schon gegen Mainz und Karlsruhe", sagte Matthias Benner, der seine Mannschaft mit dem Rückenwind der Fans eine Klasse besser sieht als auswärts, "wo mir teilweise Esprit und Kampfgeist fehlen." Über 700 Fans in der Saaletalhalle sorgten für eine fantastische Kulisse.

Den besseren Start hatten allerdings die Opelstädter, die bei der ersten technischen Auszeit mit 8:4 führten, ehe Blocks von Oscar Benner und Henning Schulte die Wende einleiteten. Neun Punkte in Serie gelangen in dieser Phase - mit extrem guten Aufschlägen von Nils Rehmeier. Weil in dieser Disziplin auch Oscar Benner Überdurchschnittliches anbot, war der erste Satz schnell gewonnen. Die nächste Etappe wurde ebenfalls zum Selbstläufer. Jetzt kam auch Felix Bendikowski immer besser zur Geltung. Ebenso Moritz Rauber, der die nächste Angabenserie einstreute, dann eine Rauber-Rakete zündete (23:14), die dem Gegner den Rest gab. "Die Hammelburger haben mitunter so getan, als ob sie Angst vor dem Abstieg hätten. Ich hatte den Eindruck, dass die sich unnötig unter Druck gesetzt haben. Im dritten Satz haben wir weniger Eigenfehler gemacht, das hätte fast schon zum Satzgewinn gereicht. Leider haben wir die Stabilität in der Annahme nicht halten können", sagte Claude Weber. Der Teilerfolg war nahe angesichts einer 19:15-Führung, aber zur rechten Zeit fanden die Hammelburger wieder ihr Selbstvertrauen. Mit reichlich Punkten von Oscar Benner. Jahrgang 1998. Und jetzt schon eine Identifikationsfigur bei den Hammelburg Volleys.



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