LKR Bad Kissingen
Fußball Kreisklassen 1, 2

Großes Durchatmen beim FC Untererthal

Dominik Röhner lässt die SG Oerlenbach/Ebenhausen in Diebach jubeln. Dem VfR Sulzthal genügt eine starke erste Halbzeit - mit Windunterstützung.
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Bildlicher Beweis: Reingekniet hatten sich die Sulzthaler Jonas Schmitt und Tim Eckert (rechts) gegen Fabian Renninger (links) und den TSV Reiterswiesen, vor allem in der ersten Halbzeit. ssp
Bildlicher Beweis: Reingekniet hatten sich die Sulzthaler Jonas Schmitt und Tim Eckert (rechts) gegen Fabian Renninger (links) und den TSV Reiterswiesen, vor allem in der ersten Halbzeit. ssp

VfR Sulzthal - TSV Reiterswiesen 3:0 (3:0). Tore: 1:0, 2:0 Tim Eckert (2., 31./Foulelfmeter, 3:0 Alexander Unsleber (41.). Den hohen Sieg vom Freitag über den TSV Wollbach konnten die Reiterswiesener nicht veredeln. Im Gegenteil: Im Spitzenspiel setzte es eine doch deutliche Niederlage. "Heute war es extrem windig. Wir hatten den Wind in der ersten Halbzeit im Rücken und haben aus allen Lagen geschossen. Das hat sich ausgezahlt", berichtete VfR-Vorsitzender Peter Fenn. Der hatte einen Blitzstart seiner Mannschaft gesehen, weil Tim Eckert aus der Distanz per Freistoß erfolgreich war - mit Windunterstützung natürlich, als TSV-Keeper Efstathios Katsimpras nicht die beste Figur abgab. Auch den nächsten ruhenden Ball versenkte der VfR-Goalgetter, diesmal war es eine leichtere Übung in Form des verwandelten Strafstoß nach Foul an ihm selbst. Noch vor der Pause die Vorentscheidung durch Alexander Unsleber nach Zuspiel von Tim Eckert, der unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff das Leder ans Kreuzeck ballerte. Eine auch in der Höhe verdiente Führung der Gastgeber, die ein weiteres Tor aberkannt bekamen, als Unsleber abstaubte nach dem Schuss von Jonas Schmitt. Den Ehrentreffer verpasste kurz nach Wiederanpfiff Florian Heller, der Andreas Halbig anschoss. Was sonst aufs VfR-Tor kam, wurde zur Beute des starken Keepers Felix Neder. "Gegen den Wind zu spielen, ist wohl nicht unser Ding, denn in der zweiten Halbzeit hatten wir keine klare Chance mehr", wunderte sich Fenn. SC Diebach - SG Oerlenbach/Ebenhausen 2:3 (0:0). Tore: 0:1 Michael Bieber (66.), 1:1 Markus Kirchner (68.), 1:2 Dominik Röhner (74.), 2:2 Maik Kirchner (80.), 2:3 Dominik Röhner (90.). Gelb-Rot: Daniel Schaub (88., Diebach). Vom Pech und dem fehlenden Glück wussten die Diebacher allerhand zu berichten. "Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, haben wirklich alles versucht, am Schluss gedrückt und gedrückt, aber der Gegner hat aus seiner Sicht immer im richtigen Moment die Tore gemacht", haderte SC-Abteilungsleiter Karsten Heurung. Irgendwie hatte sich das Unheil ja schon vor dem Wechsel angedeutet mit den Lattentreffern von Felix Fella und Aldin Dzafic. "Wir waren 30 Minuten das bessere Team, hatten aber Dusel, dass Sebastian Dees kurz vor der Pause seinen Kopfball aus fünf Metern übers Tor platzierte", sagte Heurung. Die torreiche Schlussphase leitete SG-Innenverteidiger Michael Bieber ein mit seinem Kopfballtor im Anschluss an einen Eckball, was Markus Kirchner nur zwei Minuten später mit dem Ausgleich beantwortete. Zum Matchwinner auf Seiten der Gäste sollte Dominik Röhner werden, der erst einen direkten Freistoß aus 30 Metern versenkte, dann in den wenigen Überzahl-Minuten einen Diebacher Abwehrfehler eiskalt bestrafte, nachdem Maik Kirchner für die Frankonen ein zweites Mal ausgeglichen hatte nach der Vorarbeit von Dzafic. Es passte ins Bild, dass Patrick Schmähling kurz vor dem Knockout den dritten SC-Treffer verpasst hatte. "Das war alles extrem unglücklich und fühlt sich gerade richtig schlecht an, weil wir viel versucht, uns aber nicht belohnt haben", so Heurung. FC Untererthal - BSC Lauter 3:2 (2:1). Tore: 1:0 Lukas Tartler (6.), 2:0 Mathias Tartler (38.), 2:1 Julian Kühnlein (45.), 3:1 Lukas Tartler (64.), 3:2 Maxi Wehner (75.). Ein verdienter Sieg aufgrund guter Chancen? Oder doch ein glücklicher, weil auch die Lauterer offensiv einiges anzubieten hatten? FC-Vorstand Thomas Tiedemann tat sich schon ein wenig schwer bei der Analyse der 90 Minuten, die doch so gut für die Viktorianer begonnen hatten, weil Henrik Diener erst das Leder erobert, dann perfekt für Lukas Tartler aufbereitet hatte. Das Selbstvertrauen bekam einen neuerlichen Schub, als Mathias Tartler den Ball ins leere Tor schob nach dem idealen Zuspiel von Pascal Wüscher, das auch BSC-Keeper Felix Friedlein schachmatt setzte. Aber eine zu schwache Kopfballabwehr brachte den Gegner ins Spiel zurück mit dem Tor von Julian Kühnlein unmittelbar vor dem Pausenpfiff. "Unserem dritten Tor ging erneut eine Balleroberung voraus, diesmal von Mathias Tartler. Die daraus resultierende Chance hat sich Lukas mit seiner Schnelligkeit nicht nehmen lassen", sagte Tiedemann. Der mitsamt seiner Truppe wieder zittern musste, als Maxi Wehner Nutznießer einer Untererthaler Fehlerkette war. "Nur gut, dass die Lauterer bei ihren Abschlüssen von Julian Kühnlein und Anu-In Bamrumnok nicht präzise genug waren", schnaufte Tiedemann durch. SG Gräfendorf/Wartmannsroth - SV Obererthal 0:0. Für SG-Stoßstürmer Philipp Hölzer war es ein verdientes Remis. "Vor dem Wechsel hatten die Obererthaler die besseren Gelegenheiten, in der zweiten Halbzeit waren wir nah dran am Siegtreffer." Auf Seiten der Gäste hatten mit Christoph Uschold und Markus Weidinger quasi die üblichen Verdächtigen ihre Chancen vor SG-Keeper Marcus Stiller liegen gelassen. Und durften sich hernach daher glücklich schätzen, dass auf der anderen Seite Philipp Lutz einen Hochkaräter vergab und Thomas Aulbach Pech hatte mit seinem kurios anzuschauenden Lupfer an den Pfosten. "Am Schluss war nicht nur das Wetter stürmisch. Das war ein Hin und Her. Beide Seiten haben es mit langen Bällen probiert und sollten mit dem einen Punkt gut leben können." SV Morlesau/Windheim - SG Oberleichtersbach/Modlos 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Manuel Doschko (15.), 1:1 Simon Wittmann (61.), 1:2 Florian Friebel (83.).

Als der Unparteiische zum Pausentee bat, sah es für das Schlusslicht noch recht gut hinsichtlich des zweiten Saisonsieges aus nach dem schön herausgespielten Tor von Manuel Doschko. Dass der mögliche zweite Treffer nicht fiel, sollte sich nach Wiederanpfiff rächen. Mit Wiederanpfiff sahen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf das von SV-Keeper Paolo Rodrigues Carvalho gehütete. Dieser musste sich erstmals geschlagen geben, als der früh eingewechselte Simon Wittmann einnetzte. Die "Brustmänner" setzten die Platzherren weiter unter Druck, Torjäger Florian Friebel, der per Seitfallzieher einlochte, blieb der Siegtreffer vorbehalten. Danach wurde die Auseinandersetzung ruppig, mehrmals zückte der Schiedsrichter den gelben Karton. Der Aufsteiger schaukelte die drei wertvollen Punkte mit Mann und Maus und einem starken Torhüter Florian Müller über die Zeit. sbp TSV Reiterswiesen - TSV Wollbach 5:1 (1:0). Tore: 1:0 Timo Trost (19., Eigentor), 2:0 Nasir Bayat (59.), 3:0 Gani Dervisi (61.), 4:0 Florian Heller (70.), 4:1 Matthias Albert (72.), 5:1 Nasir Bayat (75.). Wollbachs Personalnöte schienen am Freitagabend zunächst kompensierbar angesichts gut herausgespielter Chancen. Stattdessen gerieten die Gäste durch ein Eigentor in Rückstand. Bei einer Kopfballabwehr behinderten sich Timo Trost und Matthias Albert derart, dass die Kugel als Bogenlampe über den verdutzten AH-Keeper Stefan Braun in die Maschen schlug. Mit der Führung im Rücken agierten die Platzherren immer selbstbewusster, die Routiniers Gani Dervisi und Florian Heller waren nun nicht mehr auszuschalten. Drei Tore binnen zehn Minuten durch Nasir Bayat, Dervisi und Heller bedeuteten die Vorentscheidung. Den Unterschied an diesem Abend machte die geradezu brutale Effektivität der Schützlinge von Frank Halbig. Matthias Albert gelang zwar vor nur 30 Zuschauern der Ehrentreffer, doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber, die postwendend durch den flinken Nasir Bayat nachlegten, bereits einen Gang zurückgeschaltet. sbp

DJK Weichtungen - VfR Stadt Bischofsheim 2:1 (1:1). Tore: 0:1 Yannick Kleinhenz (16., Foulelfmeter), 1:1 Leon Kilian (43.), 2:1 Lars Wahl (60., Handelfmeter). "Der Sieg ging verdient an uns. Wir haben unser Potenzial abgerufen", stellte DJK-Sprecher Carsten Dietz fest. Und ergänzte: "Heute sind die Weichtunger Tugenden zum Tragen gekommen: den Kampf annehmen, diszipliniert spielen und die Tore erzielen." Dietz sah im ersten Abschnitt ein ausgeglichenes Spiel, "aber mit einem Chancenplus und den klareren Möglichkeiten für die DJK." Umstritten der Elfmeter zur VfR-Führung. Foul ja, aber außerhalb des 16ers, meinte Dietz. Der Schiedsrichter sah es anders. In der Folge blieb es spannend und in den Minuten vor der Pause aufregend: Yannick Kleinhenz traf die Latte (39.), Leon Kilian den Pfosten (41.) und schließlich fiel der Ausgleich durch Leon Kilian nach Vorarbeit von Stefan Denner, der schön quer legte (43.). Nach Wiederbeginn stand die DJK etwas tiefer, Bischofsheim probierte es mit langen Bällen, die die DJK-Abwehr auf dem Posten sahen. Ein offener, aber fairer Schlagabtausch und die DJK-Führung, als Lars Wahl nach Handspiel von Kai Pfülb im 16er den Elfmeter zum 2:1 in die Maschen setzte.

FC Rottershausen - VfB Burglauer 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Julian Göller (22.), 2:0 Fabian May (55.), 2:1 Pascal Schöfer (90.+2, Handelfmeter). "Mit unserem Spiel sind wir nicht zufrieden, mit dem Ergebnis schon", sagte FC-Sportleiter Jörg Wetterich. "Nach dem 2:0 haben wir uns der passiven Spielweise von Burglauer angepasst", meinte Wetterich. Fabio Erhard verpasste das 3:0 knapp mit seinem Freistoß an den Pfosten. "Beim Gegentor in der Nachspielzeit haben wir uns beim Handelfmeter dumm angestellt." Wetterich sah in der ersten Halbzeit eine deutliche Überlegenheit des FC. Mehrere Chancen ja, aber nur einmal Torjubel, als Johannes Kanz einen langen Ball auf Julian Göller spielte, der den Torwart umkurvte und einschob. "Burglauer kam in der ersten Halbzeit selten nach vorne, hatte lediglich einen Torschuss durch Jan Schneider." Im zweiten Abschnitt hatten zunächst Frank Seufert und Fabian May das 2:0 auf dem Fuß, vergaben aber. Besser machte es May später. Wieder hatte Johannes Kanz durchgesteckt, May den Torhüter versetzt und vollendet. Damit begnügte sich Rottershausen, kochte in der Folgzeit auf Sparflamme, ohne jedoch die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. rus

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