Obererthal
Auszeichnungen

Große Ehre für "Mister Obererthal" Manfred Rüth

17 Ehrenamtliche des Fußball-Kreises Rhön wurden bei der DFB-Sonderehrung ausgezeichnet, darunter "Mister Obererthal" Manfred Rüth.
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Fußball und Familie: Ex-Abteilungsleiter Manfred Rüth hat den SV Rot-Weiß Obererthal weit vorangebracht und erhielt dafür in Irmelshausen eine Sonderehrung des DFB.ssp
Fußball und Familie: Ex-Abteilungsleiter Manfred Rüth hat den SV Rot-Weiß Obererthal weit vorangebracht und erhielt dafür in Irmelshausen eine Sonderehrung des DFB.ssp
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Manfred Rüth könnte man getrost als "Mister Obererthal" bezeichnen. Er betreute über viele Jahre Mannschaften des SV Rot-Weiß - von der F-Jugend bis in die Bezirksliga. Und war dabei wesentlich für den Aufschwung des Vereins mitverantwortlich. Dafür wurde Rüth mit 16 anderen verdienten Frauen und Männern bei einer DFB-Sonderehrung für den Fußballkreis Rhön in Irmelshausen (Rhön-Grabfeld) geehrt.

Wenn man so will, sind Tobias Brust und Manfred Rüth Weggefährten. Der jetzige Vorstand Brust fing als Jahrgang 1987/88 in der F-Jugend beim SV Obererthal an - da war Rüth schon Mannschaftsbetreuer. Das blieb er bis zur U-19. Und trug dazu bei, einen starken Jahrgang zu formen.

"Er hat alles gemacht, was mit Fußball zu tun hat. Als Betreuer bemühte er sich immer um gute Trainer", nennt Brust das aus seiner Sicht wohl größte Verdienst Rüths. Marius Kubo, Martin Halbig und Michael Hammer - sie alle hätten beim SV Obererthal gecoacht. Als die Rot-Weißen 2009 Kreisligameister wurden und 2010 bis 2013 in der Bezirksliga spielten, stand Rüth in der Verantwortung als Betreuer der 1. Mannschaft und sorgte für spielerische Verstärkung. Er war aber auch dabei, als die Erste nur mit einheimischen Kickern in der B-Klasse völlig neu anfing.

Tobias Brust, als Spieler an den Erfolgen beteiligt und heute einer von drei gleichberechtigten Vorständen, ist Rüth für seine Arbeit sehr dankbar. "Für ein Dorf mit nur 400 Einwohnern sind solche Erfolge nicht selbstverständlich." Bei Rüths Ehrung in Irmelshausen saß Brust mit im Publikum.

"Es ist wichtig und sollte auch motivierend wirken, immer wieder herauszustellen, wie wertvoll das Engagement unserer Ehrenämtler ist", stellte der Bezirksvorsitzende und BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau fest. Im großen Profifußball gehe es um viel Geld. An der Basis habe man dieses Geld nicht, aber jede Menge Leidenschaft, Herzblut, Uneigennützigkeit und nachhaltige Hilfsbereitschaft für die Gemeinschaft, "die integrierend und verbindend wirken. Wir wären viel ärmer, wenn es sie nicht gäbe, die oft heimlich, still und leise im Hintergrund wirken." So wie er äußerten sich einige weitere Redner.

Der Ehrenamtsbeauftragte Klaus Eisenmann trug bei der Ehrung jeden Satz in Versform vor. Unter den 17 ausgezeichneten waren neben Manfred Rüth sieben weitere Menschen aus dem Landkreis Bad Kissingen, die sich in ihrem Sportverein besondere Verdienste durch jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit erworben haben.

Hannelore Antlitz war laut Eisenmann bei der DJK Premich lange Jahre Kassier, fertigte die Zuschussanträge, tat Dienst im Sportheim. Manfred Back, rund zwei Jahrzehnte beim TSV Münnerstadt, hat sich um die Jugendarbeit des Vereins verdient gemacht. Er ist für die drei Spielfelder zuständig und leitet das Nachwuchszentrum. Michael Kast leistete beim SV Riedenberg jahrelang Jugendarbeit im Kleinfeldbetrieb. Fast ein ganzes Jahrzehnt fungierte er als Vorsitzender und zeichnet heute beim Bezirksligisten verantwortlich für Wirtschaftsbetrieb und Einkauf.

Rolf Knüttel vom FC Fuchsstadt ist Hausmeister, Platzwart, also einfach Mädchen für alles am Kohlenberg. "Er hilft überall mit, wo er gebraucht wird", sagte Eisenmann. Jürgen Kuhn unterstützt den TSV Ebenhausen mehr als 20 Jahre in seiner Jugendarbeit. Bei den Erwachsenen-Teams stellte er sich als Betreuer zur Verfügung. Der wohl älteste geehrte Ehrenamtliche war Siegfried Öser. Seit 1952 ist er in diversen Funktionen für den TSV Maßbach tätig. Öser fungierte mehr als 20 Jahre als Vorsitzender, darf heute den Titel Ehrenvorsitzender tragen.

Die Bedeutung des Abends unterstrich der Besuch des Bad Königshöfer Tischtennisstars Kilian Ort. Kreisvorsitzender Rainer Lochmüller führte ein lockeres Gespräch mit ihm. Es gab einen Showkampf mit Vater Josef Ort (58). Und schließlich erfüllte Kilian Ort dem Wunsch mehrerer Ehrengäste, mit ihm einige Ballwechsel zu spielen.

Kurios war der Text der Ehrenurkunden, den Jürgen Pfau verlas. Der endete: "...für vorbildliche Leistungen im Fußballsport, 30. November 2018, unterschrieben von Wolfgang Niersbach, DFB-Präsident." Ein Patzer, nur von wenigen bemerkt, heißt doch der aktuelle Präsident Reinhard Grindel. Weitere Geehrte: Wolfgang Enders (VfR Stadt Bischofsheim), Klaudia Fiedler (RSV Wollbach), Gerhard Hautzinger (TSV Hausen/Rhön), Paul Hofgesang (DJK Leutershausen), Angelika Köhler (TSV Waltershausen), Gabi Köhler (TSV Aubstadt), Bernhard Nöth (FC Strahlungen), Harald Omert (DJK Ginolfs/Sondernau), Annelore Schlemmer (SV Herschfeld) und Michael Wetter (TSV Großbardorf). Als Kreissieger wurde Horst Hein (Strahlungen), als U30-Siegerin Johanna Bausewein (Ebenhausen) vorgestellt.

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