Fuchsstadt
Fussball Landesliga

Füchse machen zu viele Fehler

Der FC Fuchsstadt kann den ersten Saisonsieg des TSV Karlburg nicht verhindern, obwohl die Füchse sogar in Führung gehen.
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Er stellte seinen Fuchsstädter Bewacher Tobias Stöth (rechts) vor so manches Problem: Karlburgs Neuzugang und Doppeltorschütze Sebastian Stumpf.  Foto: Yvonne Vogeltanz
Er stellte seinen Fuchsstädter Bewacher Tobias Stöth (rechts) vor so manches Problem: Karlburgs Neuzugang und Doppeltorschütze Sebastian Stumpf. Foto: Yvonne Vogeltanz
TSV Karlburg - FC Fuchsstadt 4:1 (0:1). Tore: 0:1 Cedric Fenske (13., Eigentor), 1:1, 2:1 Sebastian Stumpf (50., 58.), 3:1 Steffen Bachmann (63.), 4:1 David Machau (86.).

Nach der zweiten Auswärtsniederlage der Saison, die laut des schwer enttäuschten FC-Coaches Martin Halbig "absolut verdient" war, stehen die Zeichen bei den "Füchsen" zwar nicht auf Sturm, doch angesichts der wenig vielversprechenden personellen Voraussetzungen in den nächsten Wochen drohen sie im Tabellenkeller gefesselt zu werden.

Die mit dem quasi letzten Aufgebot auflaufenden Gäste - so manch mitgereister Fan dürfte sich gewundert haben, wer da in der Anfangsformation stand, von einem Einsatz von Tobias Stöth war während der Woche noch nicht die Rede - agierten zunächst leicht defensiv.

Sie gingen trotzdem in Führung, weil nach Flanke von Dominik Halbig TSV-Verteidiger Cedric Fenske die Richtung verwechselte und das Leder bei seinem Abwehrversuch in die eigenen Maschen köpfte. Der Rückstand traf die verunsicherten Gastgeber leicht ins Mark, ohne dass die Halbig-Elf daraus Kapital schlagen konnte. Die Führung brachte aber auch keine Sicherheit ins Offensivspiel der Kohlenberger. "Vor der Pause hatte lediglich Jogo Feser eine Halb-Chance. Zwingende Aktionen, die zum 0:2 hätten führen müssen, gab es nicht", so der FC-Trainer, der selbst als Ersatzmann auf der Bank saß.


Spiel nach 3:1 entschieden

Der Gegner kam nach einer halben Stunde besser in die Gänge, brachte die Kugel aber in zwei aussichtsreichen Fällen nicht an Keeper Frank Fella, der ansonsten wenig beschäftigt wurde, vorbei. Der Goalie durfte sich ab Beginn des zweiten Durchgangs in dieser Hinsicht nicht mehr beklagen, von nun an stand er im Brennpunkt, seine Vorderleute gerieten mächtig in die Bredouille. Diese verloren völlig den Überblick: Nach dem Ausgleichstreffer dauerte es gerade 13 Minuten, um die Frage nach dem Sieger dieses Matches, dessen Niveau sehr überschaubar war, zu beantworten. Nach dem 3:1, in dieser Szene unterlief Fella dann auch noch eine hohe Hereingabe, war die Partie entschieden. "Ich habe dann Tobi Stöth aus der Abwehr in den Sturm versetzt, doch dies zeigte wenig Wirkung. Wobei Tobi noch einer der besten war, denn er zeigte Biss und Leidenschaft, eine Tugend, die ich bei dem einen oder anderen seiner Mitspieler leider vermisst habe", war Halbig angesäuert. Stöth hatte bei einem Lupfer, der knapp am Kasten vorbeiging, den Anschlusstreffer auf dem Fuß, immerhin wäre es der erste Treffer eines FClers in der laufenden Saison gewesen.


Fuchsstadt zurückgedrängt

Die Platzherren drückten den Kontrahenten, der zu selten für Entlastung sorgen konnte, in dessen Hälfte zurück. "An einen Punktgewinn war nicht mehr zu denken", erklärte Halbig, der Luca Hermanns mit der Einwechslung zu dessen Landesliga-Premiere verhalf, aber auch damit keine Wende mehr einläuten konnte.

"Das war insgesamt viel zu wenig", so Halbigs Abschlussfazit. "Gerade in der zweiten Halbzeit hatte unser Spiel mit Landesliga nichts zu tun, mit so einer geringen Laufbereitschaft werden wir auch im nächsten Heimspiel gegen die Schwebenrieder und Schwemmelsbacher nichts erben." Dass sich für das Derby auch noch Johannes Feser wegen Urlaubs abgemeldet hat, ist ein weiterer Schlag ins personelle Kontor, "der Gegner wird sich ins Fäustchen lachen", sagte Halbig.

Fuchsstadt: Fella - Döpfert, Emmer, T. Stöth, Böhm (78. Hermanns) - D. Halbig, Pfeuffer, Halbritter, Schießer (60. Lebsak), Seidl - Feser.

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