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Fußball

Fuchsstadts Ehrgeiz auf der Maibacher Höhe

Der FC Thulba und der TSV Münnerstadt stehen für gepflegten Fußball, aber im Derby wird wohl mehr Kampfgeist als Filigranarbeit gefragt sein.
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Auf sattes Grün wie im Hinspiel werden die Thulbaer (gelbe Trikots) und Münnerstädter verzichten müssen. Wahrscheinlich wird das Derby auf dem Ausweichplatz der Frankonen stattfinden. Foto: Hopf
Auf sattes Grün wie im Hinspiel werden die Thulbaer (gelbe Trikots) und Münnerstädter verzichten müssen. Wahrscheinlich wird das Derby auf dem Ausweichplatz der Frankonen stattfinden. Foto: Hopf

FC Thulba - TSV Münnerstadt (Samstag, 14 Uhr) Im Endspurt des Fußballjahres 2019 kommt es zum Kreis-Derby zwischen dem FC Thulba (9./26) und dem TSV Münnerstadt (6./29). Interessant ist dieses Match alleine schon deshalb, weil beide Mannschaften derzeit einen guten "Drive" haben, wie Thulbas Spielertrainer Victor Kleinhenz bestätigt: Beide Teams sind gut in Form und gelten als spielstark. Deshalb erwarte ich ein spannendes und hochklassiges Bezirksliga-Spiel, auch wenn es möglicherweise auf dem Ausweichplatz stattfindet." Die Frankonen präsentierten sich beim 4:2-Erfolg bei starken Gochsheimern zielsicher und nutzten den frühen Platzverweis der Gastgeber konsequent aus. Kleinhenz: "Die rote Karte hat uns brutal in die Karten gespielt, denn Gochsheim war bis dahin gut im Spiel. Aber die Überzahl haben wir, in Anbetracht der schnellen Konterspieler des Gegners und des schlechter werdenden Platzes, wirklich sehr ordentlich ausgespielt." Diese Konsequenz möchten "Vicky" und seine Mannen auch gegen Münnerstadt zeigen. "Die Herausforderung wird wieder groß sein, doch wollen wir die ansprechenden Defensivleistungen der letzten Wochen bestätigen", so der Coach, der wohl auf einen unveränderten Kader zurückgreifen kann. Auch der TSV Münnerstadt empfahl sich mit einer starken Leistung für das Derby. Zwar sprang gegen den bisherigen Tabellenführer Wiesentheid beim 1:1 kein Sieg heraus, Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh ist dennoch stolz auf das Team: "Wir haben ein überragendes Spiel abgeliefert. Es ist toll, was die Mannschaft derzeit abliefert und das honorieren auch die Zuschauer, von denen wir ein super Feedback bekommen." Mit gemischten Gefühlen sieht Schmittzeh dem Derby entgegen. Zum einen, weil man aus den letzten acht Pflichtspielen gegen Thulba nur einen einzigen Zähler holen konnte. Und zum anderen, weil er befürchtet, dass der drohende Ausweichplatz keinen Spielfluss zulässt: "Wenn wir dort spielen, wird es natürlich für beide Teams schwer, aber wir nehmen es an wie es ist und freuen uns auf die Partie, auch wenn wir in den letzten Jahren nicht viel geerbt haben. Spielen wollen wir unbedingt, selbst wenn es eine kernige Aufgabe ist." Neben Urlaubsrückkehrer Tobi Kröckel dürfte bei den TSVlern auch Sebastian Blank wieder im Kader stehen.

FC 06 Bad Kissingen - SV-DJK Oberschwarzach (Samstag, 14 Uhr) Auf ein Ende der Negativserie hofft der FC 06 Bad Kissingen (7./27) gegen den SV-DJK Oberschwarzach (4./29). Vier mal hintereinander gingen die 06er nun leer aus. Und das, obwohl man leistungstechnisch größtenteils mindestens auf Augenhöhe war. Wie jüngst beim neuen Spitzenreiter Forst, wo sich die Elf von Trainer Frank Halbig für eine gute Vorstellung mal wieder nicht belohnte. "Uns fehlt derzeit einfach das Quäntchen Spielglück. Pfeift der Schiedsrichter nach Doppelfoul an Tizian Fella einen glasklaren Elfmeter, läuft das anders. Auch so ist es vom Spielverlauf her ein Unentschieden-Spiel. Ich bin voll des Lobes über die Mannschaft. Jeder haut alles rein. Wenn man gegen den Spitzenreiter so agiert, kann man durchaus positiv in die Zukunft schauen", ist sich Halbig sicher, dass sein Team zeitnah wieder Zählbares holt. Machbar ist dies allemal schon gegen Oberschwarzach, was die Kurstädter bereits im Hinspiel bewiesen, als man mit lediglich zwölf Mann in den Steigerwald reiste und einen 4:1-Erfolg mit nach Hause nahm. Halbig: "Oberschwarzach ist ob des Hinspieles gewarnt. Wenn wir mit dem nötigen Engagement und Selbstbewusstsein auftreten, ist ein Sieg möglich. Natürlich müssen wir einen Simon Müller versuchen kaltzustellen. Alles andere lassen wir auf uns zukommen."

TSV Bergrheinfeld - FC Westheim (Sonntag, 14 Uhr) Unbedingt ein Erfolgserlebnis will und benötigt der FC Westheim (16./7) vor dem Gastspiel beim TSV Bergrheinfeld (12./23). Lediglich vier Plätze, allerdings doch schon 16 Punkte trennen beide Teams. Bergrheinfeld steht dort, wo die "Waster" am Ende ihrer ersten Bezirksligasaison nur zu gerne stehen würden - auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Das Hinspiel konnte die Truppe von Spielertrainer David Böhm mit 2:1 für sich entscheiden. Es war einer von zwei Erfolgen des Aufsteigers. Auch diesmal scheint die Aufgabe nicht unlösbar, sind die "Bercher" doch seit sieben Spielen ohne eigenen Dreier und damit nach hinten durchgereicht worden. Böhm stellt sich auf eine Partie ein, die mit harten Bandagen geführt wird: "Bergreinfeld ist ein unangenehmer Gegner. Es war schon im Hinspiel ein unruhiges Match mit viel Meckerei. Sie wollen gegen uns gewinnen, klar. Aber auch wir möchten unser Jahr positiv beenden. Bergrheinfeld hat mit Spielertrainer Thomas Cäsar, Marino Müller, Marius Heinze und Dominik Ebert, mit dem ich bei der FT Schweinfurt gekickt habe, erfahrene Leute am Start. Zusammen mit den jungen Akteuren ist das ein guter Mix, da müssen wir aufpassen." penk

FT Schweinfurt - FC Fuchsstadt (Samstag, 14 Uhr) Zum Ausklang des Fußballjahres 2019 wartet auf die Fuchsstädter (10./28) auf der Maibacher Höhe ein Spiel mit Derbycharakter. "Da muss man nicht viel über die Stärken und Schwächen des Gegners reden. Man kennt sich bestens, was den Ehrgeiz natürlich fördert", sagt FC-Trainer Martin Halbig, dessen Team gegen die Freien Turner (8./30) Revanche nehmen will für die 1:3-Niederlage im Hinspiel, als Dominik Popp zwei Treffer erzielte. Mit 19 Toren steht der FT-Goalgetter auf Platz 3 der Ligatorjägerliste vor Fuchsstadts Dominik Halbig (15), der vor Wochenfrist beim 1:1-Remis in Höchberg getroffen hatte.

Kompakt und torgefährlich

Neben Popp glänzt bei den "Turnern" der aus Großbardorf gekommene Neuzugang Maximilian Mosandl (zehn Treffer), aber auch deren Nebenspieler wie Niklas Saal und Yannik Saal sind jederzeit für ein Tor gut. Der Aufsteiger, der über ein kompaktes Team verfügt, das mit Routiniers wie Pascal Rinbergas und Fabian Reith bestückt ist und in Simon Mai über einen Keeper mit Bayernligaerfahrung verfügt, kann an guten Tagen jeden Ligakonkurrenten schlagen. Die Gastgeber kassierten zwar am Wochenende eine 0:3-Niederlage bei Spitzenreiter Vatan Spor, hatten aber lange gut mitgehalten und mussten sich erst in der Schlussphase geschlagen geben.

"Wir wissen, was auf uns zukommt. Angesichts unseres knappen Zwei-Punkte-Vorsprungs auf den ersten Relegationsplatz wäre ein Punktgewinn nicht schlecht. Würden es deren drei werden, würden wir zudem den Gegner in der Tabelle überflügeln und auf einem einstelligen Tabellenplatz überwintern", weiß Martin Halbig. In den FC-Kader kehren Simon Bolz, Michael Emmer sowie Lukas und Fabian Lieb zurück.sbp

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