Oerlenbach
Spieler der Woche

Frank Schmitt: Immer mit der nötigen Ruhe

Mit seiner Coolness am Kreidepunkt sichert der 28-Jährige der SG Oerlenbach/Ebenhausen den Premierensieg in der Kreisliga Rhön.
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Frank Schmitt von der SG Oerlenbach/Ebenhausen ist der Spieler der Woche. Foto: Jürgen Schmitt
Frank Schmitt von der SG Oerlenbach/Ebenhausen ist der Spieler der Woche. Foto: Jürgen Schmitt

Der Oerlenbacher Frank Schmitt ist auf seine Art und Weise ein Torjäger: als zuverlässiger Elfmeterschütze. Am Wochenende hat der 28-Jährige seiner Mannschaft einen historischen Sieg beschert, natürlich vom Kreidepunkt aus. Grund genug, um mit dem Verfahrensmechaniker ein Gespräch über Druck und die Kunst des Strafstoß-Schießens zu führen.

Glückwunsch! Der 3:2-Erfolg über den FC Strahlungen war der erste Sieg der SG Oerlenbach/ Ebenhausen in der Kreisliga. Wurde denn ordentlich gefeiert?

Frank Schmitt: Ja. Das hatte perfekt gepasst, dass der TSV Ebenhausen am Sonntag sein Waldfest gefeiert hat. Und den ein oder anderen Liter Freibier gab es auch.

In der Nachspielzeit bekamt Ihr trotz doppelter Überzahl den Ausgleich. Was ging Dir da durch den Kopf, schließlich hattet Ihr die ersten beiden Spiele verloren?

Ich habe mich einfach geärgert, da dieser Treffer absolut unnötig war. Denn dem Freistoßtor ging ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld voraus. Aber es hat ja alles ein gutes Ende genommen.

Ein paar Augenblicke später entscheidet der Schiedsrichter auf Strafstoß für Euch. Warst Du angesichts der Umstände trotzdem nervös?

Eigentlich nicht, ich bin selten nervös. Es ist schließlich nur Fußball und mit einem 2:2 hätten wir auch gut leben können. Ein Unentschieden hätten wir vor dem Spiel unterschrieben.

Dass Du vom Punkt aus sicher bist, hast Du anschließend bewiesen. Wie gelingt es Dir, ruhig und konzentriert zu bleiben?

Wenn man zuviel nachdenkt, geht das eh in die Hose. Einfach hingehen und den Ball reinschießen, das ist meine Devise.

Ab wann weißt Du, wohin Du schießen wirst?

Ich schaue beim Anlauf eigentlich nur, was der Torwart macht und versuche ihn auszugucken, wenn er eine Ecke anbietet. Das funktioniert in den unteren Klassen noch ganz gut.

Wann hast Du Deinen ersten Elfer geschossen?

Das war wahrscheinlich in der Jugend ein Siebenmeter bei irgendeinem Hallenturnier. Mit der Gründung der SG Oerlenbach/Ebenhausen vor ein paar Jahren durfte sich jeder mal probieren, bis er verschossen hatte. Dann war ich irgendwann an der Reihe. Seitdem habe ich nur einmal an den Pfosten geschossen und durfte gnädigerweise weiterschießen.

Am Sonntag waren stolze 300 Zuschauer beim Spiel. Erhöht das den Druck?

Man freut sich erst einmal über die vielen Zuschauer. Für mich als Spieler macht das aber keinen Unterschied. Auch nicht, wenn ich einen Elfer schieße.

Wer aus Deiner Truppe hat eine ähnliche Coolness wie Du?

Da gibt es einige Jungs, die sich das zutrauen würden, allen voran Sandro Cazzella oder Dominik Röhner. Erfahrene Spieler haben wir genug in unserer Mannschaft.

Wann würdest Du nicht oder nicht mehr an den Punkt gehen?

Solange ich vom Trainer aus darf, würde ich wohl immer weiter schießen.

Mal ehrlich, welchen Keeper würdest Du gerne mal verladen?

Da fällt mir gar nichts ein. Kann ich echt nicht sagen.

Und wie schaut der perfekt verwandelte Elfer aus?

Meine Elfer sind ja nicht so platziert, weil ich versuche, den Torwart zu verladen. Deswegen muss ich ja sagen: Hauptsache drin.

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