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FC Thulba hat ein überaus lohnendes Ziel

Mit einem Sieg über FT Schweinfurt könnte der FC Thulba Spitzenreiter werden. Auch die anderen Landkreisvereine stehen vor großen Herausforderungen.
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Der Taktgeber: Mit Hochachtung spricht Victor Kleinhenz vom kommenden Gegner, der FT Schweinfurt. Dennoch überwiegt beim Spielertrainer des FC Thulba die Vorfreude auf das Duell mit dem Primus.Hopf
Der Taktgeber: Mit Hochachtung spricht Victor Kleinhenz vom kommenden Gegner, der FT Schweinfurt. Dennoch überwiegt beim Spielertrainer des FC Thulba die Vorfreude auf das Duell mit dem Primus.Hopf

DJK Dampfach - TSV Münnerstadt (Samstag, 15.30 Uhr) Wieder viel investiert hatte der TSV Münnerstadt (14./9) in seiner Heimpartie gegen Wiesentheid. Am Ende musste die Mannschaft von Trainer Klaus Keller mit einem 1:1 leben, welches Sebastian Köhler mit seinem Treffer in der Nachspielzeit rettete. Zu wenig für Keller: "Da war mehr drin. Beim Gegentor müssen wir nach einem Einwurf die Flanke verhindern. Das war der einzige Wiesentheider Torschuss bis dahin. Das Match spiegelt unsere Situation wider. Wir spielen Fußball, aber im letzten Drittel haben wir zu wenig Tempo, da ist der Knoten noch nicht geplatzt." Jetzt müssen die "Nägelsieder" zur DJK Dampfach (8./16), die am vergangenen Spieltag ihr Husarenstück machte mit dem 3:1-Erfolg bei Spitzenreiter FT Schweinfurt. "Das Ergebnis zeigt, was in der Mannschaft steckt. Dampfach fuhr in der Vergangenheit irgendwie einen Schlingerkurs. Sie hatten und haben Qualität, aber auch Durststrecken. Aufgrund unserer Tabellensituation ist klar, dass wir überall versuchen müssen, etwas zu kratzen", zählen für Münnerstadts Trainer einzig Punkte im Moment. Und: "Wir werden uns etwas einfallen lassen; vielleicht werden wir die Ausrichtung etwas ändern. Aber letztlich sind das nur Kleinigkeiten. Wir brauchen Spielglück und zwingende Aktionen in unserem Spiel. Wir sind teilweise zu verspielt. Man muss auch einfach mal draufhalten, wie es Simon Snaschel bei seinem Tor in der Auswahl zum Bayern-Treffer des Monats gemacht hat." Der Ex-Stürmer des TSV hatte für Bayernligist Großbardorf einen Ball aus der Distanz volley in den Winkel gejagt beim 2:1-Erfolg über Bayern Hof. Für den TSV rückt Ahmet Coprak nach längerer Abwesenheit zumindest wieder in den Kader. FC Thulba - FT Schweinfurt (Sonntag, 15 Uhr) Das Spitzenspiel des Spieltages steigt beim FC Thulba (3./21) mit dem Gastspiel von Spitzenreiter FT Schweinfurt (1./24). "Dieses Top-Spiel haben wir uns durch die Arbeit der vergangenen Wochen verdient", sagt FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz und spricht mit großem Respekt vom Gegner: "Ich finde es schön zu sehen, dass so ein Traditionsverein wieder für positive Schlagzeilen sorgt." Die "Turner" wurden nach Raketenstart zuletzt wieder menschlich und verloren das erste Mal in dieser Saison mit 1:3 gegen Dampfach. Dennoch führt der Aufsteiger weiter die Tabelle an, hat allerdings nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Forst und deren drei auf eben jene Thulbaer Frankonen. Die hielten sich jüngst bei Schlusslicht Krum schadlos (4:2). "Unser großes Plus war, dass wir wieder einmal drei Bezirksliga-erfahrene Spieler auf der Bank hatten, und die haben letztlich den Unterschied ausgemacht", setzt Kleinhenz hinter der Partie in den Haßbergen einen Haken und legt den Fokus auf die Partie gegen den Spitzenreiter: "Deren Offensivqualität ist schon Wahnsinn. Alleine die geschossenen Tore sprechen für sich." Bereits 40 Treffer erzielte die Truppe von Trainer Adrian Gahn; 14 davon gehen auf das Konto von Ausnahmestürmer Dominik Popp. Yannic Saal traf bereits neun Mal ins Schwarze. "Wir wollen dennoch mutig an die Sache rangehen. Bei uns ist die Lust zu siegen größer als die Angst zu verlieren." Positiv stimmt Thulbas Coach zudem die Personalsituation, denn der Kader füllt sich nach und nach wieder. FC 06 Bad Kissingen - TSV Gochsheim (Sonntag, 15 Uhr) 1:1 spielte der FC 06 Bad Kissingen (7./17) bei Titelaspirant Forst und holte damit einen Zähler bei einem unbequemen Gegner. "Die Jungs haben sehr gut gespielt. In der Vergangenheit haben wir dort nicht viel geerbt. Ich denke, das Remis geht für beide in Ordnung", so ein entspannter FC-Coach Mario Wirth, der definitiv keine leichtere Aufgabe vor der Tür stehen hat. Es kommt mit dem TSV Gochsheim (5./20) ein weiterer Meisteranwärter in den Bad Kissinger Sportpark, und der scheint nach schwachem Saisonstart richtig ins Rollen zu kommen. Zumindest blieb die Truppe der Trainer Dominik Ruh und Stefan Riegler in den letzten vier Partien stets siegreich und hat den Anschluss an die Spitzenplätze hergestellt. "Ja, sie scheinen sich gefangen zu haben", meint auch Mario Wirth und erläutert die Stärken der Gäste: "Spielerisch sind sie brutal stark. Sie stehen sehr hoch und üben damit mächtig Druck auf den Gegner aus. In den letzten Spielen haben wir gegen sie immer schlecht ausgesehen. Da müssen wir uns diesmal etwas einfallen lassen und anders gegen sie agieren." 1:16-Tore lautet die Bad Kissinger Bilanz aus den vergangenen vier Begegnungen. Von vorneherein gibt Kissingens Coach die Partie allerdings nicht verloren, denkt eher an eine Trendwende im direkten Duell: "Wir werden alles reinwerfen und versuchen, eine gute Taktik ins Spiel zu bringen. Zuhause werden wir uns nicht verstecken, müssen aber die Konter besser nutzen." Personell wird es im 06er-Kader kaum Änderungen geben. SV Riedenberg - Oberschwarzach (Sonntag, 15 Uhr) Eine gestandene Spitzenmannschaft hat der SV Riedenberg (10./12) zu Gast. Die Jungs von Trainer Thorsten Seufert empfangen den SV-DJK Oberschwarzach (4./20), der mit der Empfehlung eines 6:0-Kantersieges über die DJK Altbessingen ins Sinntal reist. Anders dagegen die Gemütslage der Grün-Weißen, die bei der 0:3-Niederlage in Unterspiesheim die dritte Pleite in Folge einstecken mussten. Zudem präsentierte sich das Defensivkonstrukt zuletzt recht löchrig, was elf Gegentore in diesen drei Partien belegen. Zum Vergleich: In den acht Spielen davor musste man nur sieben Mal die Kugel aus dem eigenen Netz holen. Angesichts der aktuellen Personalprobleme eine erklärbare Geschichte. "In Unterspiesheim konnten wir die Ausfälle nicht kompensieren. Gerade in der ersten Hälfte hatten wir Abstimmungsprobleme. Das war schade, weil gegen diesen Gegner mehr drin gewesen wäre. Aber wir müssen die Niederlage akzeptieren und es besser machen", so ein leicht enttäuschter SV-Coach Thorsten Seufert, der weiß, dass die Trauben gegen Oberschwarzach hoch hängen: "Das ist nochmal ein anderes Kaliber. Oberschwarzach ist seit Jahren eine Spitzenmannschaft der Liga. Jetzt kommen sie mit weiterem Rückenwind durch das 6:0 gegen eigentlich defensivstarke Altbessinger. Das ist schon ein Ausrufezeichen. Herausragend ist Spielertrainer Simon Müller. Ihn müssen wir in den Griff bekommen." Da fällt für Seufert schwer ins Gewicht, dass Nick Schumm, der aufgrund seiner Zweikampfstärke im Mittelfeld zu einem wichtigen Akteur gereift ist, nicht mit von der Partie sein kann. Zumindest Christoph Dorn kehrt zurück.



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