Bad Brückenau
Handball

FC-Handballer demonstrieren ihre Spielstärke

Die FC-Herren lassen Volkach mit viel Spielwitz und Kreativität keine Chance. Bad Brückenaus Frauen finden keinen Ausweg aus der Krise. Die Altmeister der FC-Reserve schaffen ein Remis. Garitz/Nüdlingens Frauen sind on top.
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Viel los vor dem Tor: Die Nüdlinger (von links, grüne Trikots) Philip Güntner, Vincent Przybilla und Andreas Petsch versuchen hier, den Thüngersheimern Herr zu werden. Das gelang zu selten. Foto: Hopf
Viel los vor dem Tor: Die Nüdlinger (von links, grüne Trikots) Philip Güntner, Vincent Przybilla und Andreas Petsch versuchen hier, den Thüngersheimern Herr zu werden. Das gelang zu selten. Foto: Hopf

FC Bad Brückenau - HSG Volkach 35:26 (21:11).

Eine Demonstration der eigenen Spielstärke lieferten die FC-Herren beim Bezirksoberliga-Duell mit Volkach ab. Die Mannschaft von Coach Oliver Hilbert-Probeck zeigte viel Spielwitz und Kreativität, als Gegenmittel zu viel Kampf und Körpereinsatz des Volkacher Bollwerks. Max Puschner und der nach Verletzung zurückgekehrte Nick Schumm tauchten auf den Außen immer wieder clever unter den Armen der Abwehrkolosse hindurch, um zum gegnerischen Kreis zu kommen. Allerdings waren die Paraden von Peter Feuerstein im Kasten gefragt, der die Würfe der Gäste bisweilen scheinbar mühelos mit einer Hand abfing und immer wieder Konter mit weiten Pässen einläutete. Die Volkacher wirkten früh gefrustet, weil sie ihre körperlichen Vorteile zu keinem Zeitpunkt zur Geltung bringen konnten. Die quirligen Bad Brückenauer, die mit No-Look-Pässen große Lücken in die Abwehr rissen, waren nicht zu greifen. Selten hat man FC-Coach Hilbert-Probeck so ruhig und gelassen am Spielfeldrand erlebt. Das FC-Lazarett lichtet sich allmählich, was Mut für die kommenden Aufgaben macht.

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (10/1), Nick Schumm (7), Tom Schumm (5), Simon Weiner (5), Max Puschner (3), Fabian Peter (2), Michael Müller (2), Lukas Heil (1).

FC Bad Brückenau - HSG Volkach 13:29 (6:15).

Ein sportliches Debakel erlebten die Sinnstädterinnen in der Bezirksoberliga gegen spielstarke Handballerinnen von der Mainschleife, die in der Abwehr unüberwindbar schienen. Die Gäste spielten in Abwehr und Angriff ihre Größenvorteile und ihre bessere Wurftechnik voll aus. Der Heimsieben von Coach Michael Pragmann kamen so Mut und Entschlossenheit völlig abhanden. So fiel die Niederlage heftig aus. Es ist eine ganz schwierige Phase für die FC-Frauen. Mit jeder Niederlage kommen immer mehr Selbstzweifel auf. Kein Wunder, dass Pragmann mehr mentale Stärke und Zuversicht einfordert. Verabschiedet wurde nach dem Spiel Interimstrainerin Maike Ditzel, die sich nun auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet. Vor einigen Wochen hatte sie sich kurzfristig bereit erklärt, das wöchentliche Training zu leiten. Weil sich immer noch kein Nachfolger gefunden hat, macht Michael Pragmann als Coach vorerst doch weiter. Für Nadine Pragmann ist eine jahrelange Handball-Karriere unterdessen plötzlich zuende. Sie hat sich das Kreuzband gerissen.

Tore für Bad Brückenau: Sophie Gundelach (4), Anna Pragmann (3), Selina Vogler (2), Lena Übelacker (2/1), Sabrina Beck (1), Theresa Löser (1).

DJK Nüdlingen - HSV Thüngersheim 24:30 (13:14).

Die Nüdlinger Handballer verloren ein Bezirksliga-Spiel, in dem sie über lange Zeit gut mitgehalten hatten. Nach sechs Minuten führten sie durch Tore von Bastian Kiesel, Andreas Petsch und Julius Rauch sogar mit 4:1. Doch dann kämpften sich die Thüngersheimer mit drei Toren am Stück zurück: 4:4. Danach verlief das Match einige Minuten ausgeglichen, mit Torerfolgen auf beiden Seiten. Doch dann brachte eine erneute Schwächephase des Heimteams die Gäste mit drei Toren in Front. Nüdlingens Trainer Harry Rauch unterbrach den Lauf des HSV durch eine Auszeit. Doch richtig heran kamen die DJKler nicht, auch, weil Andreas Petsch für zwei Minuten auf die Bank musste. Zum Ende der ersten Hälfte gelangen Anschluss und Ausgleich doch (12:12). Doch nach einem Foul von Philip Güntner, anschließender Zwei-Minuten-Strafe und Siebenmeter führten die Thüngersheimer wieder. Trotzdem: Die Nüdlinger blieben dran. In Hälfte zwei verlief das Spiel wieder ausgeglichen. Bis der Gast sich trotz vergebenen Siebenmeters erneut absetzte. Nüdlingen mühte sich, lief aber immer einem Zwei- bis Drei-Tore-Rückstand hinterher. Am nahesten kam dem Ausgleich noch Jonathan Kaim mit seinem Treffer zum 20:21. Der Endspurt der DJKler blieb trotz zeitweiser Überzahl aus. Stattdessen zogen die Gäste in der Schlussphase noch auf 24:30 davon.

Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (11/1), Andreas Petsch (6), Philip Güntner (3), Jonathan Kaim (2), Julius Rauch (2).

SG Garitz/Nüdlingen - HSG Mainfranken II 23:20 (15:12).

Einen nie wirklich gefährdeten Heimsieg feierten die Garitz/Nüdlingerinnen, Aufsteiger in die Bezirksliga, gegen Mainfranken II. Verlustpunktfrei zogen sie an ihrem bis dahin ungeschlagenen Konkurrenten vorbei an die Tabellenspitze. Und das, obwohl laut Informantin Elena Keßler einige Spielerinnen gefehlt hatten. Bis zur zehnten Minuten verlief die Partie ausgeglichen; beide Teams trafen verlässlich. Doch dann warfen Katharina Karch per Siebenmeter und Nadja Heer einen Vorsprung heraus (7:5), den das Heimteam nicht wieder abgab. Bis zur Pause war er auf drei Tore angewachsen. Nach der Halbzeit tat sich Garitz/Nüdlingen schwer. Das Match hätte kippen können nach einer überflüssigen Zeitstrafe für Melissa Schäfer. Doch Janina Ruschin scheiterte mit dem fälligen Siebenmeter für Mainfranken II an SG-Torfrau Mercedes Dörr. Das stachelte die Heimmannschaft noch mehr an, ihren Vorsprung zu verteidigen. Trotzdem bleib es knapp. In der 48. Minuten stand es 20:19. Doch dann zogen die Gastgeberinnen noch davon.

Tore für Garitz/Nüdlingen: Milena Schmitt (5/2), Katharina Karch (5/1), Elena Keßler (4), Sarah Zintl (3), Pia Steinegger (2), Melissa Schäfer (2), Nadja Heer (1), Hanna Mahlmeister (1).

FC Bad Brückenau II - HSG Mainfranken III 26:26 (16:12).

Die Bad Brückenauer Reserve hatte mit Altmeister Salvatore Fuser eine Geheimwaffe im Tor und profitierte davon, dass Oliver Hilbert-Probeck mit seiner großen Übersicht und Spielintelligenz im Rückraum die Fäden zog und große Torgefahr versprühte. Am Siebenmeterpunkt war Routinier Urs Grewen mit seiner Wurfgewalt Herr der Lage. In einer fairen Auseinandersetzung spielten sich die Sinnstädter zwar einen Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit heraus, aber die kleine HSG-III-Delegation wollte nicht aufgeben. Es wurde ein heißer Ritt mit deutlicher mehr Dramatik als in den ersten 30 Minuten. Nach einer Zeitstrafe gegen Lukas Heil gerieten die Brückenauer in Unterzahl erstmals stärker unter Druck. Doch die Mainfranken machten deutlich zu wenig aus ihrem numerischen Vorteil. Auch dank Hilbert-Probeck hielten die Gastgeber einen knappen Vorsprung. Acht Minuten vor Schluss kassierten die FCler die nächste Zeitstrafe, diesmal gegen Florian Sulzer, und der Vorsprung schmolz von Minute zu Minute komplett in sich zusammen. In der 56. Spielminute kamen die Mainfranken mit dem 26:26 ins scheinbar längst verlorene Match zurück. Bis zum Ende des Spiels blieb es bei diesem Resultat.

Tore für Bad Brückenau II: Oliver Hilbert-Probeck (11), Urs Grewen (5/3), Nick Schumm (5), Moritz Schumm (2), Lukas Heil (1), Florian Sulzer (1), Yannick Reim (1).

FC Bad Brückenau II - HSG Volkach II 20:16 (8:6).

Einen Auftakt nach Maß erwischten die Sinnstädterinnen und lagen nach zehn Minuten mit 5:1 vorn. Doch Volkach stabilisierte sich nach großen Abwehrproblemen schnell und brachte den Angriffsmotor der Bad Brückenauer Reserve ins Stottern. Die Würfe der Bad Brückenauerinnen landeten ein paar Mal krachend am Gebälk oder segelten knapp am Außenpfosten vorbei; die Volkacherinnen blieben im Spiel. Nach der Pause häuften sich technische Fehler auf beiden Seiten, wobei die Gäste deutlich mutiger agierten und erstaunlich viel in der Offensive experimentierten. Die Sinnstädterinnen versäumten bei gut herausgespielten Kontern den konzentrierten Abschluss, während Volkach amn Brückenauer Kreis einige schöne Finten und kurze, durchgesteckte Pässe probierten. Was teilweise erfolgreich war. Die heimische Abwehr wackelte immer wieder kurz, stand in der Schlussphase aber sicherer als die Defensive der Gäste. Am Ende war der Heimsieg ungefährdet und hochverdient.

Tore für Bad Brückenau II: Katharina Probeck (5), Anna Pragmann (4), Sabine Bott (3), Maria Römmelt (3), Katharina Schneider (2), Inci Abbate (2), Irina Trotno (1).

TV/DJK Hammelburg - TSV Pfändhausen 25:10 (12:5).

Gegen einen in der Tabelle unten angesiedelten Gegner errang die Hammelburger Sieben einen Pflichtsieg. Bis zur ersten Auszeit der Heimmannschaft (15.) war das Spiel ausgeglichen. Danach setzte sich der Gastgeber bis zur Halbzeit mit sieben Toren ab. In der zweiten Hälfte begannen die "Simon-Festspiele". Im Angriff brillierten Nicole und Katrin Simon auf der Angriffsmittelposition. Vanessa Simon machte auf ihrer Abwehrseite gegen die starke rechte Angriffsseite der Schweinfurter Vorstädter dicht. Ein ums andere Mal wurden die Konter von Torsteherin Ute Leidner eingeleitet und sicher von der athletischen Annika Keller in Tore verwandelt.

Tore für Hammelburg: Annika Keller (7), Laura Finke (5), Nicole Simon (5), Katrin Simon (4), Nicole Schröter (2/1), Tabea Hüfner (1), Lea Schlereth (1/1).

TV Gerolzhofen - SG Garitz/Nüdlingen II 22:20 (13:10).

Verstärkt durch die Erste-Mannschaftsspielerinnen Pia Steinegger und Theresa Przybilla trat die Garitz/Nüdlinger Reserve beim Spitzenteam Gerolzhofen an. Dennoch setzte es eine Niederlage, weil die TVlerinnen es verstanden, die Leistungsträgerinnen der Gäste aus dem spiel zu nehmen. Das galt bald auch für Melissa Schäfer, die anfangs noch zuverlässig getroffen hatte.Die SG kam zwar immer wieder auf zwei Tore heran. Zwar stand es in der Schlussphase durch Melissa Schäfer und Hanna Mahlmeister sogar nur 20:19 beziehungsweise 21:20. Doch die jungen Garitzerinnen brachten sich laut Informantin Elena Keßler durch zu viel Nervosität um ein mögliches und verdientes Unentschieden. Auch gelang es Gerolzhofen, die gegnerischen Schlüsselspielerinnen aus der Partie zu nehmen.

Tore für Garitz/Nüdlingen II: Melissa Schäfer (6/1/3), Hanna Mahlmeister (6/0/1) Anna-Lena Höchemer (4), Carina Geisel (1), Theresa Przybilla (1), Michelle Kutzer (1), Pia Steinegger (1).

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