Premich
Schützensport

Faszination im Bogen-Parcours

Mit den bayerischen Feld-Meisterschaften stemmte der SV Eichelkranz Premich die nächste große Veranstaltung, und das wieder auf vorzügliche Art und Weise.
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Mit futuristisch anmutenden Gerätschaften visiert der Bogensportler von heute seine Ziele an. Foto: Marian Rudek
Mit futuristisch anmutenden Gerätschaften visiert der Bogensportler von heute seine Ziele an. Foto: Marian Rudek

Dank der Europaspiele im weißrussischen Minsk bekommt der Bogensport in diesen Tagen auch einmal TV-Präsenz abseits von Olympischen Spielen. Extrem spannend sind die Wettbewerbe, was nicht zuletzt die Faszination im Umgang mit Pfeil und Bogen erklärt. In Premich gab es unlängst ein Live-Erlebnis über zwei Tage bei den Bayerischen Meisterschaften "Feld". Ein anspruchsvoller Wettkampf für die Bogensportler, denn der Parcours-Durchlauf auf Wiesen, im Wald und entlang von Gewässern mit 24 Scheiben auf einer Strecke von 2,5 Kilometern kann mehrere Stunden dauern.

Geschossen wurde mit Lang- und Blankbogen sowie mit Recurve- und Compoundbogen. Hierbei steht eine Hälfte der Ziele in bekannten und eine in unbekannten Entfernungen. Insbesondere die Bergab- und Bergauf-Schüsse erfordern bei Distanzen von bis zu 60 Metern höchste Konzentration. Die zu treffenden Zielauflagen haben einen Durchmesser von 20 bis 80 Zentimeter. Die Mittelpunkte der Durchmesser von zwei bis zehn Zentimeter sind erforderlich, um bei Treffern die volle Ringzahl zu erhalten.

Gegenseitige Kontrolle

In Gruppen sind die Schützen unterwegs, die sich gegenseitig kontrollieren und selbst stichpunktartig kontrolliert werden von den Wettkampfrichtern. Für interessierte Zuschauer sind allerdings nur wenige Scheiben einsehbar. Nach den Bezirksmeisterschaften galt es für den SV Eichelkranz also die zweite hochwertige Veranstaltung binnen weniger Wochen auf die Beine zu stellen. "Ein anderer Verein hatte organisatorische Probleme und uns darum gebeten einzuspringen", erklärt Sportleiter Marcel Priem. Gut drei Wochen vor Wettkampfbeginn startete der Parcours-Aufbau, bei dem handwerkliches Geschick gefragt ist. "Wir haben da einige erfahrene Leute aus der Bogenabteilung, die das stemmen", sagt der 26-Jährige.

230 Teilnehmer

Ein Teil der 230 Teilnehmer kam bereits einen Tag vor Wettkampfbeginn ins kleine Rhöndorf, übernachtete am Schützenhaus im Wohnmobil, denn Bogensportler sind Frühaufsteher: Waffenkontrolle und Einschießen beginnen in den Morgenstunden. "Daher bieten wir immer auch Frühstück an. Darüberhinaus gibt es Steaks, Bratwürste und Getränke. Mehr Luxus braucht es nicht für unsere der Natur verbundenen Teilnehmer", sagt Marcel Priem. Nicht verzichtet werden kann natürlich auf Strom für die in einem Bauwagen untergebrachte Technik. Auf unterschiedliche Art und Weise hatten die Teilnehmer mit den Bedingungen zu kämpfen. War es am Samstag sehr heiß, wurde am Sonntag der Regen zur Herausforderung, der den Parcours schwer begehbar machte.

Der ausrichtende Verein hatte zwar keine Bogenschützen am Start, aber einige Sportler aus dem Rhön-Saale-Gau hatten sich im Vorfeld qualifiziert und standen später gar auf dem Podest. Dies waren Raphael Wigand (2.) und Alina Huppmann (3.) vom SV Bavaria Thulba sowie Stefanie Söder (1.), Stefan Heinickel (2.), Michael Dörr (2.) und Pascal Dörr vom SSV Nüdlingen. Die Siegerehrungen wurden vorgenommen von MdL Sandro Kirchner, Bürgermeister Waldemar Bug, Schützenmeister Armin Hahn und Ortssprecher Mario Krebs.

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