Großbardorf
Fussball Bayernliga

Eltersdorf bleibt der Angstgegner für die Grabfeld-Gallier

Trotz einer 2:0-Führung schafft Großbardorf wieder nicht den ersten Sieg gegen den SC Eltersdorf.
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Einen von vielen Großbardorfer Chancen: Stefan Piecha (links) und Dominik Zehe (rechts) scheitern beim Versuch, den Ball an Eltersdorfs Torwart Tugay Akbakla und Verteidiger Sebastian Lindner vorbei ins Netz zu befördern. Anand Anders
Einen von vielen Großbardorfer Chancen: Stefan Piecha (links) und Dominik Zehe (rechts) scheitern beim Versuch, den Ball an Eltersdorfs Torwart Tugay Akbakla und Verteidiger Sebastian Lindner vorbei ins Netz zu befördern. Anand Anders
Auch im 13. Anlauf hat es mit dem ersten Sieg des TSV Großbardorf gegen seinen Angstgegner SC Eltersdorf nicht geklappt. Das Team von André Betz, der mit der Leistung der Mannschaft in seinem ersten Spiel als Cheftrainer sehr zufrieden war, erreichte in der Bayernliga Nord gegen den Spitzenreiter ein 2:2-(0:0)-Unentschieden nach 90 temporeichen Minuten.

Die 240 Besucher sahen eine Heimelf, die zeigte, dass sie gewillt war, dem Spitzenreiter Paroli zu bieten. Und dies gelang den Grabfeld-Galliern auf beeindruckende Weise. "Alles, was wir uns vorgenommen hatten, hat meine Mannschaft hervorragend umgesetzt. Wir wollten hinten die Räume eng machen und durch schnelles Umschaltspiel zu Abschlüssen kommen. Wir hatten uns vier pro Halbzeit vorgenommen, haben in der ersten Halbzeit sogar fünf Chancen gehabt. Nach dem Wechsel haben wir aus vier Möglichkeiten sogar zwei Tore gemacht", sagte Betz.


Keine Laufkundschaft

Der Gast aus Mittelfranken bewies, dass er nicht zu Unrecht ganz oben steht und trug durch die individuelle technische Klasse der Spieler auch zum "tollen Match" bei, wie Andreas Lampert befand. "Wir wussten, dass Großbardorf keine Laufkundschaft darstellt. Deshalb wollten wir einfache Fehler vermeiden. Wir haben gut begonnen, dann war aber der Gastgeber 30 Minuten lang das bessere Team. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass es zur Pause unentschieden stand. Großbardorf hätte gut und gern 1:0 oder sogar noch höher führen können", analysierte Gästetrainer Bernd Eigner die erste Halbzeit.

Damit sprach er die Möglichkeiten der Platzherren an. So traf Stefan Piecha gleich zweimal hintereinander den Pfosten, nachdem nach einem Konter des vor Spielfreude sprühende André Rieß das Leder mustergültig nach innen gespielt hatte (16.). Oder, als nur eine Minute später Björn Schönwiesner, der immer wieder auf der linken Außenbahn entlang sprintete, allein vor SC-Keeper Tugay Akbakla auftauchte, aber scheiterte. Die dritte Großchance besaß wieder Piecha (37.), diesmal wieder nach Rieß-Vorarbeit. Er setzte den Kopfball freistehend aus sechs Metern neben das Tor.
Nach 59 Minuten der verdiente Führungstreffer der Betz-Elf: Nach einem der zahlreichen gelungenen Spielzüge flankte André Rieß nach innen und Björn Schönwiesner lenkte das Leder unhaltbar ins Netz. Sechs Minuten später fast das 2:0, der Schuss des laufstarken Kapitäns Manuel Leicht landete am Pfosten. Es dauerte nur eine Zeigerumdrehung, bis die Hausherren doch erhöhten. Rieß zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, Sebastian Lindner köpfte den Ball ins eigene Tor (66.).


Erst Held, dann Unglücksrabe

"Da hätten wir fünf Minuten hellwach sein und unseren Zwei-Tore-Vorsprung verteidigen müssen", sagte Betz, der aber mit ansehen musste, wie wenig später den Gästen der Anschluss gelang. Erst gefeierter Held durch seine Freistoßeingabe, dann Unglücksrabe: André Rieß foulte im eigenen Strafraum Maximilian Göbhardt und Bastian Herzner verkürzte vom Punkt aus. "Den Elfer kann man sicher geben", sagte Betz.


Umstrittener Ausgleich

Die Gäste witterten Morgenluft, Eigner trieb seine Schützlinge immer wieder nach vorne, um einen Zähler zu retten. Dies gelang den Gästen auch: Nach einer hohen Eingabe, die verlängert wurde, traf Manuel Stark per Flachschuss. Allerdings war der Treffer umstritten. Ihm ging ein Foul eines Eltersdorfers an Marcel Hölderle voraus. "Ich war in der Luft und bekam plötzlich einen Stoß, der mich aus dem Gleichgewicht brachte. Das muss der Schiedsrichter sehen", schilderte Hölderle die Szene. Es blieb beim 2:2-Unentschieden, mit dem Eigner letztendlich zufrieden sein musste, während die Einheimischen nach ihrer engagierten Leistung sicher mehr als diesen einen Punkt verdient gehabt hätten. Aber das Ergebnis zeigt die Qualität des Spitzenreiters, wie Lampert zugab: "Sie haben aus dem Nichts zwei Tore erzielt."


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