Hammelburg

Eine unfassbar starke Leistung der Volleys

Die Hammelburger beweisen beim Tabellendritten in Gotha eindrucksvoll, dass sich gutes Training auszahlt.
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Was für eine Performance: Die Hammelburg Volleys spielten die Gothaer regelrecht an die Wand beim 3:0-Sieg. Foto: Klaus Baden
Was für eine Performance: Die Hammelburg Volleys spielten die Gothaer regelrecht an die Wand beim 3:0-Sieg. Foto: Klaus Baden

Blue Volley Gotha - Hammelburg Volleys 0:3 (14:25, 17:25, 20:25). "Das war ein richtig krasses Spiel der Jungs. So unfassbar gut habe ich das Team in dieser Saison noch nicht gesehen", verlieh Hammelburgs Janick Sill seiner Freude nach der souveränen Vorstellung seiner Volleys in Gotha Ausdruck. Nach zuletzt etwas schwerfälligen Auftritten, präsentierten sich die Schützlinge von Headcoach Cornel Closca beim bis dato Tabellendritten nahezu fehlerfrei. Was für den Rest der Saison mehr als hoffnungsvoll stimmt und das Team zumindest kurzzeitig vom dritten Tabellenplatz grüßen lässt.

Nach dem dominanten 3:0- Erfolg wurde auf der vereinseigenen Facebookseite gescherzt, ob die Saalestädter wohl zu viel Spinat gegessen hätten. Doch es war eben nicht irgendein Nahrungsdoping, wie es der Comicfigur Popeye einst zu unbändigen Kräften verhalf, sondern konzentriertes und hartes Training in der zurückliegenden Woche. Vor allem am Aufschlag und an der Annahme wurde gefeilt, und so war es gegen die Thüringer vor allem die Spieleröffnung, die den Grundstein für drei furiose Sätze der Saalemannen legen sollte.

Gleich zu Beginn bewies Oscar Benner eindrucksvoll, dass das gezielte Aufschlagtraining Früchte tragen sollte - aus einem 1:1 wurde eine 8:1-Führung. Doch nicht nur der Kapitän ging diesbezüglich mit gutem Beispiel voran, denn auch seine Mitstreiter hielten die Fehlerquote beim Aufschlag im Nanobereich. Auch spielerisch trugen die Closca-Jungs die bei Heimspielen zuweilen vermisste Leichtigkeit und Coolness zu Felde und entdeckten die positive Körpersprache. "Wir haben befreit aufgespielt, jeder hat seinen Job gemacht. Gepaart mit klasse Aufschlägen und einer tollen Feldabwehr, war der Rest nahezu ein Selbstläufer", war Oscar Benner voll des Lobes für seine Truppe, die an diesem Abend so gar keine Lust verspürte, den Euphoriemodus frühzeitig zu verlassen.

Und der Trainer? Der genoss den Volleyball-Abend in vollen Zügen, musste nur im letzten Satz mal auf das Mittel der Auszeit zurückgreifen und wurde nach einer kämpferischen Ansage bei der Teambesprechung mit einer grandiosen Leitung seiner Jungs belohnt. "Wir hatten heute keine Siegchance, die Hammelburger waren vor allem im Aufschlag und in der Feldabwehr unfassbar gut, während wir unser mit Abstand schlechtestes Saisonspiel hatten", fasste Blue Volleys-Angreifer Robert Werner das Spiel zusammen. Nun blicken die Saalestädter hoch motiviert auf das Heimspiel am Samstag gegen Schwaig, bereits am kommenden Mittwoch trifft man im Rahmen eines Freundschaftsspieles auf die Luftwaffenauswahl der Bundeswehr. Anpfiff ist um 20.30 Uhr in der Saaletalhalle, der Eintritt ist frei. 

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