Ramsthal
Leichtathletik

Ein Umdenken bei den jüngsten Leichtathleten

Bereits zum 37. Mal veranstaltete der SV Ramsthal seine offenen Leichtathletik- Vereins-Meisterschaften.
Artikel drucken Artikel einbetten
In der Kinderleichtathletik (U10) schlug man in Ramsthal wieder den alten Weg ein und führte eine Einzelwertung durch.Reinhold Nürnberger
In der Kinderleichtathletik (U10) schlug man in Ramsthal wieder den alten Weg ein und führte eine Einzelwertung durch.Reinhold Nürnberger
+4 Bilder

Jael Hirschbrunn vom TSV Münnerstadt sorgte mit ihren 1564 Punkten im Dreikampf der weiblichen Jugend U18 für eines der besten Ergebnisse der offenen Leichtathletik-Vereins-Meisterschaften des SV Ramsthal. Die Gymnasiastin aus Weichtungen sprintete die 100 Meter in 13,62 Sekunden, sprang 4,47 Meter weit und beförderte die drei Kilogramm schwere Kugel auf 9,21 Meter. Auch im Hochsprung, der als Einzelwettbewerb durchgeführt wurde, wusste Jael Hirschbrunn zu überzeugen. Betreut von Iris Heid, der mehrmaligen deutschen Senioren-Meisterin im Hochsprung, steigerte sie ihre persönliche Bestleistung auf starke 1,50 Meter.

Hanna Schmitt vom TV/DJK Hammelburg hatte im Kugelstoßen der U18 mit 10,65 Meter und mit 30,01 Meter im Diskuswurf gleich zwei absolut hochwertige Leistungen im Protokoll stehen. Bei den Aktiven wurde Matthias Hallhuber Ramsthaler Vereinsmeister im Dreikampf. Sein Klubkollege Willi Voss hatte in den Einzeldisziplinen der Männerklasse gute Ergebnisse vorzuweisen. Mit 12,03 Meter über 100 Meter und 5,69 Meter im Weitsprung hatte er die besten Resultate der männlichen Teilnehmer vorzuweisen.

Erfüllte Normen

Den Dreikampf der männlichen Jugend U18 sicherte sich Luka Müller vom TSV Kissingen, der auch mit 1,55 Meter im Hochsprung gefiel. Sein jüngerer Teamkollege Moritz Fischer überquerte im Hochsprung der M14 immerhin 1,50 Meter und qualifizierte sich damit für die bayerischen Meisterschaften. Auch über 100 Meter schaffte Moritz Fischer in 12,81 Sekunden die Norm für die bayerischen Titelkämpfe, die an diesem Wochenende in Regensburg ausgetragen werden. In der Altersklasse der weiblichen U16 überzeugte Maxime Maiwald vom TV/DJK Hammelburg, die den Dreikampf mit 1267 Punkten vor Eva Metz (TSV Bad Kissingen) und Klara Brauner vom TSV Münnerstadt gewann. Letztere wusste auch im Hochsprung der W14 zu gefallen. Da überquerte die Mürschterin die Höhe von 1,40 Meter.

Im Dreikampf der Altersklasse W12 gewann Kimperly Herrlein vom 1. FC Rottershausen vor Anne Federlein vom TSV Münnerstadt. In der Altersklasse U12 setzte der starke Nachwuchs des TSV Münnerstadt die Akzente. Lina Johannes brillierte im Dreikampf der W11 mit 1052 Zählern, während in der W10 Marie-Kristin Kunz ganz oben auf dem Podest stand.

Beim Dreikampf der M13 überzeugte Thomas Wollein vom TV Bad Brückenau mit seinen 1203 Punkten, von denen er die meistern Zähler für seine 10,63 Sekunden im Sprint bekam. In der M12 gewann Max Greubel vom SV Ramsthal den Dreikampf, während in der M11 Juan Ritter vom 1. FC Rottershausen vorne lag. In der Altersklasse M10 war im Dreikampf mit Malte Koch wieder ein Nachwuchssportler vom TSV Münnerstadt der vielseitigste Sportler.

Auch einige starke auswärtige Athleten fanden den Weg ins Weindorf. So kam bei der Jugend U18 Enrico da Cruz von der LG Eckental auf sehr gute 44,56 Meter mit dem 1,5 Kilogramm schweren Diskus. In der Seniorenklasse zeigte vor allem Georg Ortloff aus Poppenhausen sein Können. Der vielfache deutsche Seniorenmeister, der für die LAC Quelle Fürth startet, zeigte, dass er auch mit dem Schleuderball weit werfen kann. Mit erstaunlichen 46,80 Metern war er Tagesbester in dem Wettbewerb, der nur noch selten auf dem Programm bei Leichtathletik-Veranstaltungen steht. Bei den kürzlich durchgeführten nationalen Seniorenmeisterschaften nahm Ortloff drei Bronze-Medaillen mit nach Hause.

Auf kritische Stimmen reagiert

In der Kinderleichtathletik (unter 10 Jahre) setzte der SV Ramsthal bisher die Vorgabe des Leichtathletik-Verbandes um und verzichtete auf Einzelwertungen, um den Mannschaftsgedanken in den Vordergrund zu setzen. Bei dieser Form der Wettkampfgestaltung gab es in der Region allerdings auch zahlreiche kritische Stimmen. Zumal viele kleine Vereine keine Mannschaft stellen konnten und so in gemischten Teams starten mussten.

Jetzt hat man in Ramsthal wieder Einzelwettbewerbe in der U10 durchgeführt. Das Veranstaltungsprogramm für Leichtathletik-Veranstaltungen, das nahezu jeder Verein nutzt, lässt eine Auswertung in dieser Altersklasse allerdings nicht zu. Fakt ist, dass jeder Veranstalter mit der Einzel-Auswertung eines solchen Wettkampfes der U10 einen erheblichen Mehraufwand hat.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren