Hammelburg
Volleyball

Ein Testlauf mit den Hammelburg Volleys

Zum Frankenderby zieht Eltmann in die Brose Arena nach Bamberg um.
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Stellten die Pläne in Bamberg vor, von links: Kapitän Sebastian Richter, Trainer Marco Donat, Manager Rolf Werner und der Hammelburger Vorstandssprecher Matthias Benner Felix Mock
Stellten die Pläne in Bamberg vor, von links: Kapitän Sebastian Richter, Trainer Marco Donat, Manager Rolf Werner und der Hammelburger Vorstandssprecher Matthias Benner Felix Mock

Bamberg darf sich in naher Zukunft wieder auf Spitzenvolleyball freuen: Die Herren der Heitec Volleys aus Eltmann streben mit aller Macht in die 1. Bundesliga und werden im Aufstiegsfall kommende Saison einige ausgewählte Spiele in der Brose Arena bestreiten. Dies teilte der Verein auf einer Pressekonferenz mit. Bis zur kommenden Spielzeit müssen sich Interessierte allerdings nicht gedulden. Weil Eltmann sich im Vorlizenzierungsverfahren zur 1. Liga befindet und bereits in der Zweitliga-Saison ein Spiel als Testlauf in einer Arena austragen muss, werden die Eltmänner das Frankenderby gegen den TV/DJK Hammelburg am Samstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr in der Brose Arena bestreiten. "Natürlich sind wir Rivalen, auf dem Feld will jeder gewinnen. Andererseits verbindet uns seit Jahren eine gewachsene Freundschaft. Wir gönnen und wünschen Eltmann den Aufstieg. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, in Bamberg gegen die Eltmänner anzutreten. Für uns ist es sowieso ein Auswärtsspiel, da spielt es keine große Rolle, ob wir in Eltmann oder Bamberg antreten", sagt Hammelburgs Manager Matthias Benner. Die Heitec Volleys hoffen auf eine ähnliche gute Resonanz wie vor rund zehn Jahren, als der Vorgängerverein VC Franken ebenfalls zu ausgewählten Bundesliga-Spielen in Bamberg gastierte. "Unsere Wurzeln bleiben in Eltmann, dort werden wir mindestens die Hälfte unserer Heimspiele bestreiten", sagte Manager Rolf Werner.

Zwar sei die heimische Georg-Schäfer-Halle in Eltmann erstligatauglich, spätestens ab dem Viertelfinale greifen in der 1. Liga aber spezielle Anforderungen: Deckenhöhe von mindestens neun Metern, wenigstens 1000 Sitzplätze, ein VIP-Bereich und Tribünen an allen vier Seiten des Feldes - etwas, das nur die Brose Arena in Bamberg bieten kann. "Der Standort ist toll, weil er für unsere Anhänger schnell zu erreichen und es ohnehin eine volleyballbegeisterte Region ist. Coburg und Würzburg wären für uns aufgrund der Entfernung keine Alternativen gewesen, in Schweinfurt gibt es eine entsprechende Arena gar nicht", sagt Manager Werner. Auch Trainer Marco Donat sieht Bamberg als ideale Kompromisslösung an. "In der Volleyball-Szene kennt jeder jeden, das ist wie eine kleine Familie. Und ich würde mich freuen, viele bekannte Gesichter dann auch in Bamberg zu sehen."

Nach der Insolvenz des VC Franken hat sich der Verein seit 2010 neu aufgestellt, stieg vor vier Jahren in die 2. Liga auf und sieht sich nun reif, die Rückkehr in die Bundesliga anzustreben. In den vergangenen drei Jahren gelang Eltmann zwar die sportliche Qualifikation für die 1. Bundesliga, da verzichtete der Verein aus finanziellen Gründen aber noch auf den Aufstieg.

Die Unterschiede zwischen Ober- und Unterhaus seien gewaltig, der Durchschnittsetat der Vereine etwa zehnmal so hoch wie in der 2. Liga. In dieser Saison soll der Sprung ins Oberhaus gelingen - auf welchem Weg auch immer. Aktuell befindet sich Eltmann auf dem dritten Rang, nimmt aber als als einziger Verein aus der Südstaffel am Vorlizenzierungsverfahren teil - eine Bedingung, um überhaupt aufsteigen zu können. Aber: Selbst wenn Eltmann nur Vierter werden würde, wäre ein Aufstieg über eine Wildcard möglich. "Wir hoffen aber nicht, dass es dazu kommt", sagt Werner: "Unser Ziel ist es ganz klar, Meister zu werden. Die Mannschaft dazu haben wir."



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