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Hammelburg
Volleyball 2. Bundesliga

Ein Routinier spielt die Volleys an die Wand

Der Mainzer Regisseur Torben Tidick-Wagner zeigt den Hammelburgern viele Kostproben seines Könnens.
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Silber-MVP wurde auf Hammelburger Seite Lukas Spachmann (weißes Trikot).Dirk Rehmeier
Silber-MVP wurde auf Hammelburger Seite Lukas Spachmann (weißes Trikot).Dirk Rehmeier
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TG Mainz-Gonsenheim - Hammelburg Volleys3:0 (25:14, 25:20, 25:18). Wie, schon fertig? Nach nur 66 Minuten mussten die Hammelburg Volleys gesenkten Hauptes das Spielfeld auch schon wieder verlassen. Zuvor hatte Gastgeber Mainz eindrucksvoll gezeigt, dass man sich nach dem Ausrutscher gegen Meister Grafing kaum aus der Erfolgsspur bringen lässt. Viele hungrige Junglöwen im Team der Rheinländer gesellen sich um einen Routinier, der seit vielen Jahren zu den Besten seiner Zunft gehört und auch nicht von den Unterfranken zu stoppen war: Zuspieler Torben Tidick-Wagner.

Der schnappte sich zu Spielbeginn gleich mal das bunte Spielgerät und bescherte seinen Jungs eine schnelle 4:0-Aufschlagserie. Kurz darauf war es das Mainzer Top-Talent Tobias Brand, das sich ebenfalls am Aufschlag austobte und für eine 7:1-Führung der Gastgeber sorgte. Unsicherheit statt Selbstsicherheit prägte somit schon früh in der Partie das Spiel der Gäste. "Wir waren einfach nicht in der Lage, die Mainzer daran zu hindern, ihr Spiel zu machen und zeitgleich unser eigenes zu spielen. Hier fehlt uns noch immer die Konstanz, über das ganze Spiel über ein hohes spielerisches Level zu halten", resümierte Volleys-Mittelblocker Nils Rehmeier.

Einige taktische Veränderungen im zweiten Satz fruchteten, womit es Hammelburg erstmals gelang, den Mainzern zumindest etwas Paroli zu bieten. Doch am Ende war es erneut Tidick-Wagner, der seinen Mittelblocker Jörn Freiwald und Außenangreifer Tobias Brand wiederholt so geschickt in Szene setzte, dass die Passempfänger oft nur noch einen Ein-Mann-Block gegen sich hatten. Der 35-jährige Mainzer Regisseur schnappte sich nach der Partie dann auch völlig verdient seine bereits vierte goldene Medaille für den wertvollsten Spieler. Die Auszeichnung auf Hammelburger Seite durfte Libero Lukas Spachmann entgegennehmen.

"Mainz ist ein unglaublich stabiles Team. Sie spielen mutig und lassen sich zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise aus der Ruhe bringen. Auch in Phasen, wo wir sie zumindest unter Kontrolle hatten, hat Mainz konstant sein Spiel runtergespielt", zog Hammelburgs Headcoach Karl Kaden den Hut vor der Coolness des Kontrahenten.  Seinem Team macht der Coach keinerlei Vorwürfe: "Kämpferisch war das eine gute Leistung, allerdings haben wir durch leichte und individuelle Fehler nie zu unserem Spiel gefunden. Und dass auf diesem Niveau Kleinigkeiten den Ausschlag geben, ist keine neue Erkenntnis". Nun gilt der Fokus der Volleys dem kommenden Heimspiel gegen den Meister Grafing, der im heimischen Wohnzimmer zumindest geärgert werden soll.

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