Rottershausen
Leichtathletik

Ein ewig junger Klassiker in Rottershausen

Das Waldsportfest des Vereins zelebriert auf vielen Ebenen die Freude an der Bewegung.
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Colin Cunningham vom 1. FC Rottershausen war der schnellste Schüler über die 800 Meter. Fotos: Reinhold Nürnberger
Colin Cunningham vom 1. FC Rottershausen war der schnellste Schüler über die 800 Meter. Fotos: Reinhold Nürnberger
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Bereits zum 44. Male richtete der 1. FC Rottershausen sein landesoffenes Waldsportfest aus. Rund 250 Sportlerinnen und Sportler waren dem Ruf von Richard Erhard gefolgt. Auf seine rund 150 Kampfrichter und Helfer konnte sich der FC-Abteilungsleiter auch in diesem Jahr verlassen, und so wurde es wieder ein tolles Leichtathletik-Fest, bei dem auch die sportliche Note stimmte. Das Angebot an Disziplinen und Wettbewerben war riesig. Zahlreiche Einzelwettbewerbe standen genau so auf dem Zeitplan wie die Kreismeisterschaften der Senioren und im Mehrkampf der U16 bis U10.

Im Sprint der Aktiven über 100 Meter war Nico Kühnel, der ehemalige deutsche Mehrkampf-Schülermeister von der LG Fulda, in 11,51 Sekunden nicht zu schlagen. Ihm folgten seine Teamgefährten Timo Reinhart aus Maßbach und Clemens Schmitt aus Niederlauer. Die Trainingsgruppe von Bernd Neumann hat die Saison allerdings mehr oder weniger schon beendet. Timo Reinhart, der ehemalige bayerische Mehrkampfmeister der Jugend, gefiel zudem mit bewältigten 1,80 Metern im Hochsprung. Zum Heimsportfest schlüpfte Nico Wilm mal wieder ins schwarz-weiße Trikot. Im Kugelstoßen beförderte der Rottershäuser die 7,26 Kilogramm schwere Kugel auf gute 11,73 Meter und gewann damit den Wettbewerb. Im Diskuswurf kam er bei seinem Sieg auf beachtliche 32,67 Meter.

Gleich zwei Bestleistungen

In der Altersklasse U18 erzielte Luca Müller vom TSV Bad Kissingen gleich zwei persönliche Bestleistungen. Im Weitsprung siegte er mit 5,70 Meter und über 100 Meter brillierte er in 12,52 Sekunden. Auch die 11,05 Meter, die Paul Gerlach vom TV Bad Brückenau mit der fünf Kilogramm schweren Kugel der U18 erzielte, können sich sehen lassen. Noch etwas höher zu werten sind die 41,28 Meter, die der Sinnstädter mit dem 700 Gramm schweren Speer erzielte.

Bei der weiblichen Jugend U18 waren mit Anna Lukaschewitsch und Lilian Heid zwei der Jugendlichen am Start, die unlängst mit dem TV/DJK Hammelburg den bayerischen Titel über 4 x 100 Meter gewannen. Anna Lukaschewitsch sprintete die 100 Meter in 13,12 Sekunden und siegte damit vor der ebenfalls starken Jael Hirschbrunn vom TSV Münnerstadt, die in 13,37 Sekunden gestoppt wurde. Im Hochsprung setzte sich Anna Lukaschewitsch mit ihren 1,50 Metern ein zweites Mal gegen Jael Hischbrunn durch, die über die selbe Höhe mehr Fehlversuche hatte. Im Weitsprung musste sich die bayerische Jahresbeste Lilian Heid überraschend ihrer Teamgefährtin Anna Lukaschewitsch geschlagen geben. Letztere siegte mit 5,20 Meter knapp vor Lilian Heid (5,15 Meter) und Jael Hirschbrunn, deren bester Versuch mit 4,75 Meter gemessen wurde.

Glänzenden Tag erwischt

In der Jugend der Altersklasse U16 und jünger standen die Mehrkämpfe im Fokus. Bei den Jungs der M14 sorgten zwei Sportler des TSV Bad Kissingen für starke Resultate. Moritz Fischer hatte im Vierkampf einen glänzenden Tag erwischt. In 12,82 Sekunden sprintete er die 100 Meter und landete beim Weitsprung erst bei 5,13 Meter in der Sandgrube. Im Hochsprung meisterte er hervorragende 1,50 Meter und seine Kugel schlug erst bei 10,05 Meter im Boden ein. Das macht in der Punktetabelle insgesamt 1969 Zähler, mit denen er in Bayern aktuell auf Rang zwei gelistet ist. Niklas Amthor kam auf 1858 Zähler und ist in Bayern damit nun Siebter. Eva Metz vom TSV Bad Kissingen sammelte im Vierkampf der W14 starke 1701 Zähler und hatte ihre beste Einzel-Leistung mit 1,40 Meter im Hochsprung. Teamgefährtin Charlotte Haase kam im Vierkampf der W15 auf 1622 Punkte.

Im stark besetzten Wettbewerb der W12 setzte sich Kimberley Herrlein vom 1. FC Rottershausen mit starken 1502 Punkten durch. Auf den weiteren Plätzen folgten ihre Teamkolleginnen Anne Federlein (1485) und Anna Beutert (1383). Mia Engel vom TV Bad Brückenau hatte bei ihrem Vierkampf-Sieg in der W13 hervorragende 1605 Punkte gesammelt.

Juan Ritter vom 1. FC Rottershausen kam im Vierkampf der M11 auf beeindruckende 1308 Punkte. Besonders im Hochsprung erfreute der junge FCler das heimische Publikum. Nicht nur mit seinen übersprungenen 1,28 Metern, sondern auch mit seiner für dieses Alter beeindruckender Technik über der Latte. Genau so hoch einzustufen sind die 1211 Punkte, die Moritz Füller vom TSV Oberthulba im Vierkampf der M10 einsammelte. Einen weiteren Erfolg für Oberthulba steuerte im Vierkampf Sara Schmitt in der W10 bei.

Bad Brückenauer Erfolge

In der Altersklasse M13 kam Thomas Wollein vom TV Bad Brückenau im Dreikampf auf sehr gute 1266 Punkte. Mit 10,22 Sekunden war er über 75 Meter der schnellste Sprinter in Rottershausen. Mit Celine Reith in der W13 und Luana Förg in der W12, stellte der gute Nachwuchs des TV Bad Brückenau zwei weitere Dreikampf-Siegerinnen. Die 1313 Punkte, mit denen Maxima Maiwald vom TV/DJK Hammelburg im Dreikampf der W12 gewann, können sich ebenfalls sehen lassen.

Im Dreikampf der M11 war es Lukas Strehler vom TV/DJK Hammelburg, der mit 1001 Punkten sich den Kreistitel im Mehrkampf holte. Kreismeisterin im Dreikampf der W11 wurde Lina Johannes vom TSV Münnerstadt, während ihre Klubkollegin Maris Amthor bei den Schülerinnen der W10 vorne lag.

Laufbahnen auf Rasen

Zum Ende der Veranstaltung wurden die Mittelstreckenläufe auf dem Rasen des Fußballfeldes ausgetragen. Mit viel Liebe und Geschick wurden Rundbahnen mit Kreide aufgezogen. Über 800 Meter war die W15-Siegerin Anna Bratke vom TV Bad Brückenau in 2:44,08 Minuten die Schnellste. Ihre Mannschaftsgefährtin Mia Engel folgte ihr in 2:48,46 Minuten und gewann die Altersklasse W14. Bei den Jungs stürmte über 800 Meter Colin Cunningham vom 1. FC Rottershausen als Erster ins Ziel. Er startete in der M11 und benötigte für die zweieinhalb Rasenrunden nur 2:55,28 Minuten. Auch zahlreiche auswärtige Sportler fanden den Weg nach Rottershausen und werteten mit ihren teils hervorragenden Leistungen dieses überaus beliebte Meeting auf.

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