Schweinfurt
Fussball Regionalliga

Eiban macht's mit Sprungkraft

Gegen Eichstätt spielt der neue Torwart des FC 05 Schweinfurt, Alexander Eiban, erstmals vor heimischem Publikum.
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Optimist: Alexander Eiban, die neue Nummer eins im Tor des FC 05 Schweinfurt.  Foto: Michael Bauer
Optimist: Alexander Eiban, die neue Nummer eins im Tor des FC 05 Schweinfurt. Foto: Michael Bauer
FC 05 Schweinfurt - VfB Eichstätt (Freitag, 19 Uhr)

Der aufstiegswillige FC 05 will in einen positiven Lauf kommen und hat mit dem 4:2 in Nürnberg einen ersten Schritt gemacht. Jetzt gilt es dem heimischen Publikum ebenfalls zu zeigen, welchen Qualitätssprung die verstärkte Mannschaft gemacht hat. Dass es gegen einen zu so einem frühen Zeitpunkt oft unbequemen Aufsteiger geht, beunruhigt 05-Trainer Gerd Klaus nicht. Seine Elf müsse sich auf ihre Tugenden besinnen und "dann sind wir im Sachs-Stadion nur schwer zu schlagen. Wir müssen den Gegner in dessen Hälfte drängen, aber auch viel Geduld haben."

Denn Klaus ist sich der Stärken des Bayernliga-Nord-Meisters bewusst. Immerhin hat sich der VfB den Titel mit der Ausbeute von 73 Punkten geholt. Erfolgsgaranten waren die Stürmer Fabian Eberle (26 Tore, 16 Vorlagen) und Florian Grau (18, neun) sowie Mittelfeld-Spieler Fabian Schäll, der 18 Treffer vorbereitet hatte. Alle drei sind geblieben, Eberle war beim Auftakt-2:2 gegen Unterföhring an beiden Toren beteiligt. "Eichstätt ist eine geschlossene Mannschaft, in der viel über Kameradschaft geht. Der VfB ist vorne gefährlich, steht hinten gut", weiß Klaus einen Gegner vor sich, der alles andere als grün hinter den Ohren ist - und eben doch "nur" ein Aufsteiger ist, weshalb sein Team die Favoritenrolle annehmen muss und auch will. Auch wenn Fragezeichen hinter dem Einsatz der Außenverteidiger Dominik Weiß (Adduktoren) und Herbert Paul (Oberschenkel) stehen. Letzteren könnte mit Marco Fritscher ein Offensivspieler ersetzen. Strippenzieher Kevin Fery ist nach wie vor krank und wird zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Mit Druck umzugehen ist nichts Neues vor den von Wacker Burghausen nach Schweinfurt gewechselten Torhüter Alexander Eiban. Der 23-Jährige hatte schon mit sieben Jahren seinen Münchner Heimatverein ESV Laim verlassen, um beim TSV 1860 München ausgebildet zu werden. Danach ging es über die Stationen SpVgg Unterhaching und FC Bayern München als 18-Jähriger zu Wacker Burghausen, wo er zwei Jahre 3. Liga und drei Jahre Regionalliga unter Profibedingungen spielte. Für eine berufliche Ausbildung blieb da kein Platz. Obwohl Eiban also voll auf das Pferd Profifußball gesetzt hat und nun in der vierthöchsten Spielklasse angekommen ist, empfindet er das nicht als Karriereknick. "Wir können hier etwas Großes in Schweinfurt erreichen", liebäugelt er binnen seiner zweijährigen Vertragslaufzeit mit einer Rückkehr in die 3. Liga: "Ich glaube fest daran, das Ziel Platz eins bis drei erreichen zu können. Keiner von uns hier beim FC 05 will auf Dauer Regionalliga spielen. Warum sollte ich enttäuscht sein, in Schweinfurt gelandet zu sein? Der FC 05 ist für mich ein großer Verein."

Eiban, dessen Idol Oliver Kahn und sportliches Vorbild Manuel Neuer ist, ist mit 1,86 Metern nicht der allergrößte Torwart, "dafür habe ich eine gute Sprungkraft und spielerische Qualitäten". Darüber hinaus dirigiert er die Mannschaft gerne lautstark und ist so verlängerter Arm des Trainers, der viel vom neuen Keeper hält: "Er ist ein guter Fußballer und strahlt sehr viel Ruhe aus."
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