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Die Sieger-Einheit muss her

Thulba will ungeschlagen bleiben, Münnerstadt seine Leistungen wieder belohnen. Riedenberg möchte seine reine Weste behalten; der FC 06 den Trend umkehren.
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Für die nächsten drei Punkte setzen die Bezirksligisten, hier Spieler des FC Thulba im Spiel gegen Riedenberg,  auf den Mannschaftsgeist. ssp
Für die nächsten drei Punkte setzen die Bezirksligisten, hier Spieler des FC Thulba im Spiel gegen Riedenberg, auf den Mannschaftsgeist. ssp

FC Thulba - Dettelbach und Ortsteile (Sonntag, 15 Uhr) Ungeschlagen ist der FC Thulba (2./11), der nach dem 1:1 im Rhön-Derby in Riedenberg auf eigenem Platz auf Dettelbach und Ortsteile (7./6) trifft. Der Aufsteiger wurde ebenfalls noch nicht bezwungen; aber das möchten die Frankonen gerne ändern. Wenngleich der Gegner weitgehend unbekannt ist.

"Wir haben bisher wenig Infos über sie. Fakt ist, sie sind souverän aufgestiegen und gut in die Runde gestartet. Ich denke sie werden, wie alle Aufsteiger, zunächst versuchen, tief zu stehen und über Konter zum Erfolg zu kommen", erwartet Thulbas Coach Victor Kleinhenz ein Geduldsspiel. "Wir müssen diesmal aus den Torchancen mehr Kapital schlagen, dürfen aber gleichzeitig nicht die Balance zwischen Offensive und Defensive verlieren und wollen hinten stabil bleiben."

Beim 1:1 in Riedenberg gelang dies sehr gut, die Gelb-Schwarzen verpassten lediglich, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Ebenfalls 1:1 spielte Dettelbach und Ortsteile gegen die DJK Dampfach. Die Mannschaft von Trainer Thomas Freund ging damit im vierten Spiel in Folge nicht leer aus. Und das, obwohl vor der Saison fünf Spieler, darunter 24-Tore-Mann Tim Reiner, den Verein Richtung Kitzingen verließen.

Im Kader der Frankonen fehlen Tobias Huppmann (Radunfall), Florian Heim (Knöchel), Maximilian Heinrich (Schienbeinkopfbruch), Marcus Hein (Oberschenkel), Joachim Muth (Jochbeinbruch) und seit vergangenem Wochenende Cedric Werner (Zerrung).

TSV Münnerstadt - FSV Krum (Sonntag, 15 Uhr) Mund abwischen - weitermachen. Da lieferten die Kicker des TSV Münnerstadt (15./3) beim 1:3 in Oberschwarzach eine tadellose Vorstellung ab, belohnten sich aber nicht. Jetzt gilt es für die Truppe von Trainer Klaus Keller, das Heimspiel gegen den FSV Krum (14./4) für sich zu entscheiden, um in der Tabelle wieder einen Sprung nach vorne zu machen.

"Die Situation ist wie vor dem Heimspiel gegen Unterspiesheim. Das Match gegen Krum ist für uns enorm wichtig. Wenn wir da Zählbares einfahren, ist alles okay", sagt Münnerstadts Coach. "Vom Spiel her und vom Engagement kann man es gegen Oberschwarzach fast nicht besser spielen. Der Gegner hatte viele Standards, darauf waren wir aber gut vorbereitet. Zwei Minuten vor Schluss ist halt einer durchgerutscht. Das kann man nicht immer optimal verteidigen und passiert. Es gibt nichts zu kritisieren, nur die Punkte fehlen."

Die sollen nun gegen Krum her. Der FSV startete mäßig in die Saison und gehörte zu den Mannschaften, die vom sensationellen Aufsteiger FT Schweinfurt (1:4) abgewatscht wurden. Der Tabellenfünfte der vergangenen Saison hat sich für die neue Runde einen einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt. Sechs Abgängen stehen vier Neuzugänge gegenüber.

"Für uns ist es wichtig, in unseren Drucksituationen im Spiel mal eine Kiste zu machen und kein Gegentor zu fangen. Aber das ist halt Spielglück, das man erzwingen muss, auch wenn es nicht so einfach ist", sieht Keller sein Team bereit.

Für Lorenz Büttner (Urlaub) steht Patrick Balling im Kasten. Ahmet Coprak fehlt urlaubsbedingt; Sebastian Köhler muss wegen einer Verletzung pausieren.

DJK Altbessingen - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr) Nach dem 1:1 gegen Thulba, es war das dritte Remis in Serie, führt die Reise des SV Riedenberg (9./6) zum punktgleichen Aufsteiger DJK Altbessingen (8./6). Der teilte sich bisher ebenfalls dreimal mit dem Gegner die Punkte. SV-Abteilungsleiter Stefan Dorn, er vertritt in dieser Woche den urlaubenden Coach Thorsten Seufert, zeigte sich mit der Leistung seiner Jungs im Landkreis-Derby absolut einverstanden: "Es war gerade in den ersten 45 Minuten ein hochklassiges Bezirksligaspiel. Beide Teams haben es da super gemacht."

Jetzt soll nach Möglichkeit in Altbessingen der zweite Saisondreier folgen und Dorn ist optimistisch: "Es ist eine unbequeme Mannschaft, aber mit einer vernünftigen Einstellung ist dort etwas machbar. Ich hoffe, sie versuchen zuhause das Heft in die Hand zu nehmen und wir können aus einer stabilen Defensive kontern." Mit erst drei Gegentreffern stellt Riedenberg bisher die sicherste Abwehr. Altbessingen steht dem, mit einem Tor mehr, kaum nach. Riedenbergs Kader ist durch vier Urlaubsrückkehrer wieder üppiger gefüllt, auch wenn Coach Seufert diesmal aus der Innenverteidigung herausfällt.

DJK Dampfach - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr) "Wir hatten nach dem Auswärtssieg in Rödelmaier und dem Pokalerfolg in Thulba gehofft, dass das Team ins Rollen kommt; doch die Heimniederlage gegen Wiesentheid war wieder ein Rückschritt", sagt Jugendkoordinator Stefan Greubel, der beim FC 06 Bad Kissingen (11./6) die beiden urlaubenden Coaches Mario Wirth und Christian Heilmann vertritt. Er hat somit in der anstehenden Auswärtspartie bei der DJK Dampfach (12./5) den Hut auf.

Vor allem in der Defensive sieht Greubel, dessen Filius Philip selbst in der Mannschaft kickt, Luft nach oben. "Die Zahl der Gegentore ist zu hoch. Wir tun uns schwer, das Spiel zu machen und in die gegnerische Box zu kommen. Verlieren wir den Ball, kommt der Gegner zu leicht in aussichtsreiche Positionen."

Bei Dampfach läuft der Motor ebenfalls nicht richtig rund. Zwar ist die Mannschaft von Spielertrainer Steffen Rögele nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt seit drei Spielen ungeschlagen. Jedoch sprang bisher nur ein Last-minute-Sieg in Altbessingen heraus. Greubel, der den Gegner gegen Riedenberg beobachtete, ist dennoch angetan von der Truppe. "Sie haben dort versucht, 90 Minuten das Spiel zu machen und zu gewinnen. Über Außen war Dampfach schnell unterwegs und gefährlich. Wir sind gefordert, tun uns gegen spielstarke Mannschaften aber leichter. Es gilt in der Abwehr gut geordnet zu sein und sich Chancen zu erarbeiten."

Außer Flo Heimerl und Christian Heilmann sind alle Jungs an Bord bei den 06ern. Greubel: "Die beiden Ausfälle müssen wir kompensieren können. Das darf keine Ausrede sein."



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