Bad Kissingen
Tennis

Die Senioren Open wachsen und gedeihen

Das Turnier des TC Rot Weiß Bad Kissingen lockt hochkarätige Konkurrenz an die Saale.
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Gehörte zur Tennis-Prominenz bei den Senioren Open des TC Rot Weiß: Peter Marklstorfer (TC Rot-Blau Regensburg). Foto: Hopf
Gehörte zur Tennis-Prominenz bei den Senioren Open des TC Rot Weiß: Peter Marklstorfer (TC Rot-Blau Regensburg). Foto: Hopf
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Eine erneute Steigerung auf 170 Teilnehmer - ein Plus von 13 Spielern - zeigt die große Beliebtheit der inzwischen etablierten "Bad Kissingen Senioren Open" in der Turnierlandschaft des Deutschen Tennisbundes (DTB). Nicht nur die Teilnehmerzahl konnte erneut gesteigert werden, sondern auch die Qualität der Spieler. Diese war mit insgesamt 68 (Vorjahr 46) Akteuren aus der deutschen Rangliste extrem hoch. Für Bad Kissingen wichtig: Auch die Anzahl der Übernachtungen nahm erfreulich zu. Viele Teilnehmer kamen mit Partner oder Familie und blieben über mehrere Tage.

Die Turnierleitung um Klaus Beck, Torsten Voll, Markus Wittek, Heike Schmidt-Beck, Wolfgang Riedl, Anja Licha und Alexander Licha zog ein äußerst positives Resümee. Es gab keine größeren Verletzungen, alle Spiele verliefen fair und sämtliche Spieler äußerten sich begeistert von der Atmosphäre auf der Anlage des TC RW Bad Kissingen. Auch die erstmalig eingerichtete Digitalisierung fand großen Anklang. Mittels Kamera wurden Spiele live in den Biergarten des Tennis-Cafes übertragen.

In einem mit "nur" acht Teilnehmern relativ schwach besetztem Feld der Herren-50 behauptete sich der Favorit Achim Berkemeier (Harburger Turnerbund) im Finale gegen Andreas Schach (Nindorfer TC) deutlich. Berkemeier schaltete bereits in der ersten Runde in einem hochklassigen Match Bernd Legutke (TVA 1860 Aschaffenburg) aus.

Wesentlich stärker besetzt war das Feld der Herren-55, in welchem 16 Akteure um den Sieg kämpften. Hier gewann Vorjahres-Finalist Gernot Janke (SB Versbach) etwas überraschend mit seinem Zweisatz-Finalsieg über Peter Schubert (TC Neupotz). Johannes Münzel (TC Schönbusch Aschaffenburg) hieß der Sieger bei den Herren-60. Er siegte im Finale unerwartet deutlich gegen den an Position eins gesetzten Jens Ganss (TC Bamberg).

Ein Dutzend aus der Rangliste

Das stärkste Feld stellten die Herren-65 mit 24 Teilnehmern, davon ein Dutzend aus der deutschen Rangliste. Im Finale war Herman Kapfer (1. FC Sachsen) ein ebenbürtiger Gegner, der dem topgesetzten Ludwig Schläger (TC Hofkirchen) erst im Match-Tiebreak unterlag.

Besonders stolz war Turnierleiter Klaus Beck über die Zusage von Peter Marklstorfer bei den Herren-70. Der Spieler vom TC Rot-Blau Regensburg wurde im Januar Europameister seiner Altersklasse. In der Weltrangliste wurde der mehrfache ITF-Weltmeister als beste Platzierung an Nummer 3 geführt. Im Finale ließ der Routinier seinem Gegenüber Horst Kelling (TC BW Bad Ems) in zwei Sätzen keine Chance. Bei den Herren-75 setzte sich die Nummer 1 der Setzliste, Manfred Hofmann (TC Rot-Weiß Karlsdorf ), im Finale gegen den an Zwei gesetzten Jochen Herrmann (1. FC Nürnberg) in zwei klaren Sätzen durch.

Bei den Damen-40 war Corinna Kaup eine Klasse für sich. Die Spielerin vom TSC Heuchelhof-Würzburg, die im Jahr 2013 bei der Senioren-Weltmeisterschaft Bronze im Einzel und Doppel gewann, machte mit ihren Gegnerinnen kurzen Prozess und ließ im Finale Kerstin Kaiser (TC Hainstadt) keine Chance. Ausgeglichener ging es bei den Damen-50 zu. Auch hier standen sich im Finale die topplatzierten Spielerinnen gegenüber. Annegret Müller-Dornieden (SC W Göttingen) gewann gegen Sylvia Langhorst (TC BW Maxdorf). Lediglich bei den Damen-55 konnte sich mit Ellen Schmitt (TC Rückersdorf) eine ungesetzte Spielerin den Titel holen. Die Siegerin der Jahre 2015, 2016 und 2017 setzte sich im Finale in zwei Sätzen gegen die Favoritin Petra Apostolopoulos (TC Herrsching) durch. Wie erwartet siegte bei den Damen-60 Brigitta Friedl (TC RW Neu-Isenburg), die Renate Werner (TSV Burgfarrnbach) klar das Nachsehen gab. Bei den Damen-65 siegte mit Ilsedore Kaviany (TC Wetzlar) ebenfalls die topgesetzte Spielerin, die im Finale die stark aufspielende Christine Herrmann in drei Sätzen in Schach hielt.

Eine kuriose Aufgabe

Mit einem Kuriosum endete der mit zwei Spielern der deutschen Rangliste gut besetzte Wettbewerb der Herren-40. Im Endspiel gewann Heiko Trümmer (Marburger TC) durch Aufgabe gegen Matthias Schnaudigel (STC Schwäbisch Hall), der bereits nach einem Spiel das Match beenden musste. Grund war keine Verletzung, sondern sein defektes Auto, welches genau zu Beginn des Finales abgeschleppt wurde.

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