LKR Bad Kissingen
Fußball Kreisklassen 1, 2

Die Rottershäuser jubeln spät

Bad Brückenau gelingt die nächste Aufholjagd. Sulzthal müht sich gegen den BSC Lauter zum Remis. Unverkennbarer Aufwärtstrend bei den Auraern.
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Brenzlig: Lauters Keeper Thomas Metz hat den Sulzthaler Alexander Unsleber schon aus dem Spiel genommen und nimmt sich gleich danach VfR-Goalgetter Tim Eckert (links) vor im Verbund mit BSC-Kapitän Florian Fichtl.ssp
Brenzlig: Lauters Keeper Thomas Metz hat den Sulzthaler Alexander Unsleber schon aus dem Spiel genommen und nimmt sich gleich danach VfR-Goalgetter Tim Eckert (links) vor im Verbund mit BSC-Kapitän Florian Fichtl.ssp

BSC Lauter - VfR Sulzthal 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Julian Kühnlein (4.), 1:1 Fabian Weber (80.). Als Tabellenführer überwintert der VfR Sulzthal, der aber in seinem letzten Spiel vor der Winterpause nicht unbedingt wie ein Primus auftrat auf dem Sportgelände des FC Poppenroth. Früh mussten die Gäste einem Rückstand hinterher laufen, weil Julian Kühnlein den ersten Angriff seiner Mannschaft erfolgreich abgeschlossen hatte, und zwar im zweiten Versuch, nachdem VfR-Keeper Felix Neder den ersten Schuss hatte klären können. Vor dem Wechsel sahen die Zuschauer ein offenes Spiel, aber kaum klare Gelegenheiten. Pech für die Lauterer, dass Michael Wolfenstetter verletzt vom Platz musste. Nach Wiederanpfiff waren die Sulzthaler besser im Spiel, taten sich aber weiter schwer beim Kreieren von Torchancen. Erst in der Endphase gelang der Ausgleich durch den sehenswerten und für BSC-Keeper Thomas Metz unhaltbaren Schuss von Fabian Weber, nachdem eine Freistoßflanke von Tim Eckert zu kurz geklärt worden war. FC Bad Brückenau - SG Gräfendorf/Wartmannsroth 3:2 (0:2). Tore: 0:1 Linus Wilm (21.), 0:2 Thomas Aulbach (45.), 1:2, 2:2 Florian Vogler (76., 78.), 3:2 Eugen Ortmann (90.). Schon im Heimspiel zuvor hatten die Brückenauer gegen Obererthal nach einem Rückstand dank später Tore noch gewonnen. Die Aufholjagd gegen den Aufsteiger sollte noch eine Spur spektakulärer ausfallen, weil die Sinnstädter zur Pause gar mit 0:2 zurücklagen gegen den höchst effektiven Aufsteiger. Erst hatte Linus Wilm die Inkonsequenz in der FC-Abwehr bestraft, dann mit dem Pausenpfiff Thomas Aulbach unbedrängt nachgelegt nach einem Wilm-Pass. Die beste Brückenauer Gelegenheit vor dem Wechsel bot sich Alex Gartung, der nach einem Zuspiel von Felix Frank freistehend in SG-Keeper Marcus Stiller seinen Meister fand. Weitaus spektakulärer wurde die Partie mit Wiederanpfiff. "Das war ein echter Krimi. Erst der eingewechselte Florian Vogler brachte uns auf die Siegerstraße", sagte FC-Pressesprecher Christian Riemey. Bis es soweit war, scheiterte auch Sergej Schill an Stiller (51.), auf der anderen Seite war FC-Schlussmann Maximilian Lother zur Stelle beim gefährlichen Freistoß von Fabian Reinhart (86.) und mit der Abwehraktion gegen Philipp Hölzer nach einer Aulbach-Flanke (70.). Binnen weniger Minuten sollte der Joker seinen Doppelpack schnüren: erst nach einem Torwartfehler, dann mit einem satten Schuss ins kurze Eck. Den Vogler-Hattrick verhinderte Marcus Stiller mit einer Fußabwehr (86.), ehe Eugen Ortmann per Kopf in der Schlussminute der Siegtreffer gelang nach der Flanke von Florian Vogler, der damit endgültig zum Matchwinner wurde. SV Morlesau/Windheim - SC Diebach 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Patrick Schmähling (76.), 0:2 Aldin Dzafic (85.). Gelb-Rot: Nico Neder (79.), Matthias Schumm (83., beide Morlesau), Markus Schernich (83., Diebach).

Es bleibt für den SV Morlesau/Windheim bei vier Punkten, und das aus mittlerweile 15 Spielen. Nur noch neun Chancen gibt es damit im neuen Jahr, um das Unmögliche möglich zu machen: den Klassenerhalt. "Aber die Moral in der Truppe passt. Was fehlt, ist das Glück. Unsere mangelnde Chancenverwertung ist einfach das große Manko", sagte SV-Informant Stefan Kuhn. Im Derby boten die Gastgeber einmal mehr eine ansehnliche Partie. Aber vor des Gegners Tor spielen die Nerven den SV-lern regelmäßig einen Streich. Frag nach bei Manuel Doschko und Philipp Bold, die vor dem Wechsel Hochkaräter liegen ließen. Was nach der Pause auch für Spielertrainer Stefan Thoma und Nico Neder galt. So waren es die Diebacher, die geduldig auf ihre Chance warteten - und diese auch nutzten in Person von Patrick Schmählich und Aldin Dzafic.

SV Aura - FC Untererthal 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Sascha Graser (19.).

Nach dem 4:0-Coup in Diebach punktete der Aufsteiger auch gegen den nächsten Kreisliga-Absteiger dreifach und entfernt sich damit weiter vom Tabellenkeller. "Mit dem überraschenden Sieg in Diebach war bei uns das Selbstvertrauen zurück, auch wenn wir immer noch ersatzgeschwächt sind. Aber unsere A-Jugendspieler wie Sebastian Zink oder Jan Graser helfen mit, dass wir den Kopf wieder oben tragen", sagt Daniel Sauer. Für den SV-Abteilungsleiter war es "aufgrund des größeren Willens ein verdienter Sieg in einem rassigen und für die Zuschauer höchst attraktiven Spiel, das auch 4:3 hätte ausgehen können." Beim Tor des Tages, erzielt von Sascha Graser aus 25 Metern, hatte sich der noch leicht abgefälschter Ball als Bogenlampe ins FC-Netz gesenkt, unhaltbar für Keeper Daniel Hammer. Für die Auraer hatten Christof Sauer und Sebastian Zink Pech mit ihren Alu-Treffern, auf der anderen Seite hatte Lukas Tartler mehrmals den Ausgleich auf dem Fuß in seinen Duellen mit SV-Schlussmann Nico Kaiser. FC Rottershausen - TSV Brendlorenzen 2:1 (1:1). Tore: 0:1 Julian Ruf (4.), 1:1 Fabio Erhard (29.), 2:1 Johannes Kanz (90.+3, Foulelfmeter). Gelb-Rot: Andreas Cienskowski (90.+3, Brendlorenzen). Als Tabellenführer überwintern die Rottershäuser. Und das durchaus komfortabel dank des last-minute-Strafstoßtores von Johannes Kanz, der selbst gefoult worden war. "Danach wurde die Begegnung gar nicht mehr angepfiffen", sagte FC-Abteilungsleiter Jörg Wetterich, der zwar einen glücklichen, aber auch verdienten Sieg seiner Elf gesehen hatte aufgrund der höheren Spielanteile. Das Spiel begann mit einer kalten Dusche des Spitzenreiters, der nach einer eigenen Ecke gnadenlos ausgekontert wurde nach einem langem Ball auf Manuel Kleinhenz, der Julian Ruf in Position brachte. "Danach waren wir kurz verunsichert, während der Gegner wie erwartet auf Konter lauerte", sagte Wetterich. Zum Ausgleich musste ein Standard herhalten, als der leicht abgefälschte Freistoßball von Fabio Erhard an vielen Beinen vorbei den Weg ins Netz fand. Unhaltbar für SG-Keeper Martin Sterzinger, der danach bravourös die Gelegenheiten von Fabio Erhard, Frank Seufert und Fabian May vereitelte. Und auch nach dem Wechsel glänzend reagierte bei den Hochkarätern von Erhard, May und dem in der Schlussphase eingewechselten Julian Göller. "Die Brendlorenzer haben das gut gemacht mit ihren langen Bällen auf Manuel Kleinhenz, großartig Chancen haben wir aber nicht zugelassen", sagte Wetterich. Mit einer Ausnahme, als Johannes Kanz auf der Linie für seinen Keeper Johannes Hein rettete, um Minuten später vom Kreidepunkt aus zu treffen und die Stimmung endgültig zu heben

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