Lauter bei Bad Kissingen
Spieler der Woche

Die Metamorphose der Lauterer Fritzlich

Für Simon Keßler hat der Aufschwung viel mit dem neuen Trainer und den Neuzugängen zu tun.
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Fingerzeig nach oben: Simon Keßler freut sich über den Höhenflug mit dem BSC Lauter. Foto: Jürgen Schmitt
Fingerzeig nach oben: Simon Keßler freut sich über den Höhenflug mit dem BSC Lauter. Foto: Jürgen Schmitt

Was für eine Metamorphose: Vom Beinahe-Absteiger zum Tabellenführer. Rosarot ist in diesen Tagen die Sportwelt beim BSC Lauter. Stellvertretend für den Höhenflug der "Fritzlich" in der Kreisklasse Rhön haben wir Simon Keßler zum Gespräch gebeten, den stürmenden Polizisten. Der 26-Jährige wohnt in Katzenbach und hat ausschließlich für den Ballsportclub die Fußballschuhe geschnürt.

Scharfes ß oder Doppel-S?

Simon Keßler: Immer mit scharfem "ß". Auch wenn mein Nachname im Spielerpass mit Doppel-S steht. Bei meinem Bruder ist es übrigens richtig geschrieben.

Was macht Euer neuer Trainer Andreas Lindenau aktuell offensichtlich richtig?

Andi hat unsere Mannschaft neu eingeschworen, der Teamgeist ist deutlich besser geworden. Dazu kommt, dass uns der Trainer taktisch gut einstellt. Wir wissen genau, wie wir den Gegner unter Druck setzen können. Das wollten wir auch schon in der vergangenen Saison so machen, aber jetzt gelingt es uns auch, nicht zuletzt dank der Neuzugänge.

Charakterisiere doch bitte mal Euren Trainer?

Andi ist ein sehr ausgeglichener und umgänglicher Typ, der trotzdem eine klare Vorstellung hat, wie wir spielen sollen. Unser Trainer legt Wert auf Disziplin und Ordnung, aber da wird keiner runtergemacht. Andi hat seinen Standpunkt, den er deutlich rüberbringt und umgesetzt haben will.

Wirst Du oft angesprochen auf den aktuellen Höhenflug?

In Lauter und Katzenbach wird man eher weniger angesprochen. Aber Bekannte und Spieler aus anderen Orten fragen schon mal nach. Wir im Verein können das alles aber realistisch einordnen. Daher bleibt unser Ziel einzig der Klassenerhalt.

Vergangene Saison habt Ihr Euch mit Müh" und Not in der Relegation gerettet. Wie hast Du diese Spiele erlebt?

Auch wenn die Punkterunde eher schlecht lief, geht man natürlich extrem motiviert in so eine Relegation. Vor solchen Kulissen zu spielen, ist schon etwas Besonderes. Allerdings waren wir nicht in der besten körperlichen Verfassung. Bei der Niederlage gegen Burglauer hat man das gemerkt, da sind wir regelrecht eingebrochen. Gegen Machtilshausen haben wir daher etwas defensiver agiert und auf Konter gespielt. Das war schon eine große Erleichterung, als wir mit dem 1:0-Sieg den Klassenerhalt geschafft hatten.

Wie hat sich die Mannschaft auf die neue Saison eingeschworen?

Aufgrund der Relegation hatten wir eine relativ kurze Pause. Die Abschlussfeier lag zeitlich recht nahe dran am Trainingsauftakt. Nach dem ersten Training haben wir einen Grillabend gemacht, an dem sich die Neuzugänge vorgestellt haben. Jedenfalls sind wir die Vorbereitung konzentriert angegangen. Und die Trainingsbeteiligung wurde besser, was bis jetzt der Fall ist. Zehn bis 15 sind eigentlich immer beim Training.

Ein Wort von Dir zu Euren Neuzugängen?

Die haben einen großen Einfluss auf den aktuellen Erfolg und haben uns in der Breite, aber auch qualitativ verstärkt. Die Jungs wurden gut aufgenommen und fühlen sich wohl. Aufgrund der personellen Engpässe in der vergangenen Saison gab es im Vorfeld viele Gespräche mit potenziellen Neuzugängen, auch von Seiten der Vorstandschaft. Dazu kam der positive Einfluss durch unseren neuen Trainer.

Mit Fabian Lang und Thomas Metz habt Ihr einen sehr jungen und einen sehr erfahrenen Keeper. Was kann der eine vom anderen lernen?

Thomas "Little" Metz hat viel Erfahrung. Das ist einer, der vorangeht, die Jungs pushen kann und einfach ein überragender Torwart ist. Da kann sich der Fabian viel abschauen. Aber der Konkurrenzkampf hilft beiden, ihre beste Leistung abzurufen.

Gibt es vor Euren Spielen besondere/neue Rituale?

Vor dem Spiel bilden wir jetzt in der Kabine einen Kreis und machen uns gegenseitig richtig heiß. Nach dem Spiel kommen auch noch mal alle zusammen, auf dem Platz. Da gibt es dann einige Worte vom Trainer.

Ihr seid immer noch ungeschlagen. Spürt man neuen Respekt der jeweiligen Gegner?

Das wäre zu hoch gegriffen, die Gegner reagieren nicht anders. Man muss in der Kreisklasse eh jeden Gegner ernst nehmen, jeder kann jeden schlagen.

Wie siehst Du Deine Rolle innerhalb der Mannschaft? Und wie zufrieden bist Du persönlich mit der bisherigen Saison?

Ich spiele weiterhin im Sturm, da kann ich der Mannschaft sicherlich auch am besten helfen. Mein Bruder Nico spielt auf der Zehner-Position, wir beide sind es dann auch, die den Gegner gemeinsam anlaufen. Mit dem Verlauf bislang bin ich relativ zufrieden. Drei Tore habe ich geschossen, das ist eine gute Basis für weitere Treffer.

Der BSC Lauter ist ein kleiner, familiärer Verein. Was macht ihn so unverwechselbar?

Das ist ein ganz normaler kleiner Verein, wo jeder jeden kennt. Da kommt die Geselligkeit nicht zu kurz. Und wir haben eine sehr schöne Sportanlage.

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