Bad Kissingen
Eishockey

Die meisten Wölfe-Spieler bleiben in der Nähe

Die meisten Spieler der Kissinger Wölfe kamen bei fränkischen Vereinen unter; es gibt aber auch einige vereinslose Akteure. Fragezeichen stehen hinter den Kontingentspielern.
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Weißschwarz statt Rotschwarz: Anton Zimmer (im Vordergrund) hat sich für seinen neuen Verein, dem EHC Königsbrunn, als echte Verstärkung erwiesen. Foto: Hopf
Weißschwarz statt Rotschwarz: Anton Zimmer (im Vordergrund) hat sich für seinen neuen Verein, dem EHC Königsbrunn, als echte Verstärkung erwiesen. Foto: Hopf

Die Eishockey-Gemeinde in der Kurstadt trauert immer noch über den Rückzug ihrer Bayernliga-Mannschaft aufgrund der fehlenden Heimspielstätte. Die Eishalle bleibt Baustelle und Zankapfel - mit ungewisser Zukunft. Ein kleiner Trost ist es für die Wölfe-Fans, dass es nicht immer weiter Fahrten bedarf, um die Spieler von einst zu sehen: in anderen Hallen und neuen Trikots.

Gleich ein Quintett wechselte von der Saale an den Main, zum ERV Schweinfurt. Im Dress der Mighty Dogs läuft es aber alles andere als rund für Jona Schneider, Eugen Nold, Semjon Bär, Kevin Marquardt und Tilman Pfister, die nach einer enttäuschenden Spielzeit in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt spielen.

Sieben Tore in fünf Spielen

Ebenfalls in der Bayernliga untergekommen ist mit Anton Zimmer einer der Topscorer der Kissinger Wölfe, und zwar mit beachtlichem Erfolg. In fünf Spielen erzielte der 25-Jährige für den EHC Königsbrunn stolze sieben Treffer für den aktuell Tabellen-Achten, der kurz vor Ende der regulären Runde freilich nur noch minimale Chancen auf den sechsten Platz hat, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Süd berechtigt. Teamkollege von Anton Zimmer ist mit Jakub Sramek übrigens ein Ex-Haßfurter.

Bei den "Hawks", aktuell Tabellenführer der Landesliga 1, sind ebenfalls frühere Wölfe-Spieler aktiv: nämlich Christian Masel und Matthias Kohl. Die Haßfurter benötigen vor dem letzten Spieltag nur noch einen Punkt zum Gewinn der Vorrunden-Meisterschaft der Gruppe 1 der Eishockey-Landesliga, ehe es ab dem 10. Januar in der Aufstiegsrunde um die Versetzung in die Bayernliga geht.

Rein sportlich haben sich vier Wölfe-Cracks verbessert. Spielertrainer Mikhail Nemirovsky, Goalie Benni Dirksen, Torjäger Anton Seewald und zuletzt auch Verteidiger Pascal Kröber wechselten eine Liga höher zum Oberligisten Höchstadter EC. Aber auch die Verstärkung aus Unterfranken half den Mittelfranken nicht aus der Ergebniskrise. Mit nur neun Punkten aus 29 (!) Spielen sind die "Alligatoren" abgeschlagener Tabellenletzter und müssen ihre Kräfte nun für die Abstiegsrunde bündeln.

Etwas stressärmer kann es inzwischen der in Brühl lebende Marc Hemmerich angehen lassen, der für sein Engagement an der Saale viele Autobahn-Kilometer in Kauf nahm. Der 35-jährige kam quasi in der Heimat unter bei den Baden Rhinos Hügelsheim, die in der Regionalliga Südwest spielen, und damit in einer der Bayernliga vergleichbaren Liga. Gleich in seinem ersten Spiel hatte Hemmerich getroffen für den aktuell Tabellenvierten.

Aktuell vereinslos sind Simon Eirenschmalz und Jakub Revaj. Nichts in Erfahrung zu bringen war über mögliche neue Stationen der beiden Kontingentspieler. Der Slowake Jan Jarabek absolvierte ein Probetraining in den Niederlanden, Kristaps Millers weilt wohl in seiner lettischen Heimat.

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