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Die guten Bezirksliga-Serien sollen halten

Der FC 06 Bad Kissingen und der FC Thulba wollen ihre guten Saisonstarts veredeln, der FC Westheim mit Steinbach den nächsten Mitaufsteiger distanzieren. Der TSV Münnerstadt steht vor richtungsweisenden Spielen.
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Sich nicht abgrätschen lassen wollen sich Erwin Gergely und der FC 06 Bad Kissingen (wie hier in einem Spiel der vergangenen Saison gegen Altbessingen) gegen die DJK Dampfach. Die Bilanz von sieben Punkten aus vier Spielen soll ausgebaut werden.Hopf
Sich nicht abgrätschen lassen wollen sich Erwin Gergely und der FC 06 Bad Kissingen (wie hier in einem Spiel der vergangenen Saison gegen Altbessingen) gegen die DJK Dampfach. Die Bilanz von sieben Punkten aus vier Spielen soll ausgebaut werden.Hopf

FC 06 Bad Kissingen - DJK Dampfach (Samstag, 16 Uhr) Mit sieben Punkten aus vier Spielen ist der FC 06 Bad Kissingen (6./7) sehr ordentlich in die Saison gestartet. Lediglich hoch eingeschätzten Forstern (1:2) musste sich die Truppe von Trainer Frank Halbig geschlagen beigeben. Jüngst schafften die Kurstädter in Oberschwarzach/Wiebelsberg, ebenfalls ein Bezirksliga-Spitzenteam, einen starken 4:1-Auswärtssieg. Und das trotz personeller Engpässe. Den Sieg wollen sie zuhause im Sportpark gegen die DJK Dampfach (7./7) veredeln. Doch auch die Truppe aus den Haßbergen ist ambitioniert und will in der Bezirksliga vorne mitmischen. Zuletzt gelang den DJKlern nach Rückstand noch ein 2:1-Erfolg über Aufsteiger Steinbach. "Das ist wieder mal ein Mitfavorit. Sie holen sich Jahr für Jahr fertige Kicker. Mit Stefan Greb haben sie einen überragenden Denker und Lenker im Mittelfeld, für mich dort einer der Besten der Liga", lobt FC-Coach Frank Halbig. "Vorne sind sie unter anderem mit Patrik Winter stark besetzt. Sie haben in jeder Achse erfahrene Leute. Das ist eine sehr clevere Mannschaft, die es ruhig ausspielt. Ich erwarte da wiederum ein enges Spiel."

Dabei wünscht sich Halbig erneut ein gutes Pressen seines Teams gegen den Ball: "Wir wollen auf eigenem Platz holen, was machbar ist, auch wenn wieder Urlauber kommen und gehen. Personell kann es eigentlich nur besser werden."

FC Thulba - FC Sand II (Samstag, 16 Uhr) Nachdem der FC Thulba (1./10) das Derby beim TSV Münnerstadt (4:1) im Ergebnis klar für sich entschied und damit die Tabellenführung eroberte, möchten man diese am Wochenende gerne festigen. Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg gegen den FC Sand II (15./3), der sich als Aufsteiger in der neuen Liga noch schwer tut. Beim 0:6 am vergangenen Spieltag in Gochsheim war die Mannschaft von Trainer Christian Michl jedenfalls klar auf verlorenem Posten. Den einzigen Dreier holte die Sander Zweitvertretung überraschend beim Auswärtssieg in Dampfach (2:1). Thulbas spielender Coach Victor Kleinhenz tut sich schwer, den Gegner am Wochenende einzuschätzen, da dieser unter Umständen Unterstützung von der ersten Mannschaft aus der Bayernliga bekommt: "Man weiß nicht, wie sie kommen, da die Bayernliga-Mannschaft bereits am Freitag spielt. Aber uns ist das letztlich egal." Kleinhenz sieht seine Mannschaft gefordert, ihr eigenes Spiel durchzubringen: "Wir wollen mit unseren Spielfertigkeiten Situationen heraufbeschwören, die zu Tormöglichkeiten führen. Daneben müssen wir wieder den Hebel ansetzen, Kontersituationen für den Gegner clever zu unterbinden beziehungsweise schon bei eigenem Ballbesitz gedanklich darauf vorbereitet zu sein. Dafür brauchen wir geistige Frische." Beim Derby in Münnerstadt setzte sein Team die Vorgaben weitestgehend um und kam so zu einem ungefährdeten Dreier. "Ich denke der Sieg geht in Ordnung.

Im Match gegen Sand II wird auf Frankonen-Seite ein wenig rotiert, ohne einen weiteren Dreier aus dem Blick zu verlieren. "Die Einwechselspieler haben in Münnerstadt funktioniert und sich im Training aufgedrängt. Wir wollen unabhängig vom Gegner immer die Besten sein", gibt sich der Frankonen-Dompteur bekannt ehrgeizig.

Sportfreunde Steinbach - FC Westheim (Samstag, 16 Uhr) Mit zwei Siegen in Folge präsentiert sich der FC Westheim (8./6) als bester Aufsteiger in der für das Team bisher unbekannten Bezirksliga. Weitaus weniger zu lachen hatte da bisher der Meister der Kreisliga Schweinfurt 2 aus der vergangenen Saison, die Sportfreunde Steinbach (16./0). Mit vier Niederlagen aus den ersten vier Spielen und satten 16 Gegentoren ziert die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Seufert, jüngerer Bruder von Ex-Riedenberg-Coach Thorsten Seufert, das Tabellenende. Dennoch begegnen die Westheimer dem Gegner mit dem notwendigen Respekt und wähnen die drei Punkte nicht schon von allein in der Tasche. "Wir wollen in Steinbach zumindest einen Zähler holen, um den Gegner auf Distanz zu halten. Irgendwann wird auch bei den Sportfreunden der Knoten platzen und sie werden ihre Punkte holen. Ich hoffe nicht schon gegen uns", warnt Westheims Spielertrainer David Böhm, der den Gegner bei der 1:2-Niederlage in Dampfach beobachtete: "Das ist insgesamt eine gute Truppe, die aus einer kompakten Abwehr heraus ihr Heil über Konter sucht. Ihr Spiel läuft vor allem über ihren Spielertrainer, der ihr Dreh- und Angelpunkt ist." Der 40-jährige Seufert kickte in der Regionalliga sowohl für den FC 05 Schweinfurt, die SpVgg Bayreuth als auch die SpVgg Weiden und ist seit 2014 bei den Steinbachern im Amt, die er von der A-Klasse in die Bezirksliga führte. David Böhm, selbst maßgeblich für zwei Direktaufstiege seiner Westheimer verantwortlich, sieht seine Jungs auf einen guten Weg: "Ich denke, wir sind in der Liga angekommen und haben zuletzt zwei verdiente Siege eingefahren. Bergrheinfeld jüngst war schwer zu knacken, aber wir haben schlussendlich mehr investiert." Allerdings ist der Kader für das Wochenende recht ausgedünnt. Maxi Schaub, Max Schmid und Jannik Wüscher fallen urlaubsbedingt aus; Tobias Wendel ging angeschlagen aus der Pokalpartie bei der SG Sandberg/Waldberg II heraus, die die "Waster" ohne Mühe mit 8:3 gewannen. TSV Münnerstadt - Unterspießheim (Sonntag, 15 Uhr) Durch zwei Niederlagen in Folge ist der TSV (11./4) in der Tabelle abgerutscht und im Heimspiel gegen den SV-DJK Unterspiesheim (10./4) gefordert, wieder Zählbares einzufahren. Die Gäste aus dem Landkreis Schweinfurt reisen mit neuem Trainer-Duo an, nachdem Altmeister Reinhard Seger wohl endgültig in den Trainer-Ruhestand getreten ist. Seit dieser Saison schwingen Offensiv-Ass Dominik Seufert und Patrick Leibold das Zepter. Nach der Auftaktniederlage gegen Bad Kissingen (1:3) kanzelten die "Spesemer" Altbessingen mit 6:1 ab, ehe man gegen Aufsteiger Hirschfeld 1:1 spielte. Am vergangenen Wochenende zog man daheim ebenso eine 1:4-Niederlage gegen Wiesentheid wie die "Nägelsieder" gegen Thulba. Bester Torschütze der SV-DJK ist Spielertrainer Dominik Seufert mit drei Toren. Die Mürschter Truppe von Trainer Goran Mikolai kämpfte indes im Derby stark ersatzgeschwächt vergebens, dennoch zollte TSV-Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh seiner Truppe Respekt. Gegen Unterspiesheim setzt er auf Sieg: "Für uns sind die nächsten beiden Partien richtungsweisend. Am Sonntag wollen wir unbedingt einen Dreier holen und dann fahren wir nach Rödelmaier. Dann wird sich zeigen ob wir unten drin festsitzen bleiben oder doch nach vorne rutschen können." Den Gegner sieht Schmittzeh als Wundertüte: "Gegen uns liefern sie meist gute Spiele ab. Warum sie dies nicht über die ganze Saison tun, weiß ich nicht. Fakt ist, dass sie über eine gute Offensive verfügen und viel Qualität in der Mannschaft haben. Es wird ein heißes Match, weil beide Teams in der gleichen Situation sind."

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