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Großbardorf
Fussball Bayernliga Nord

Die Grabfeld-Gallier sind hellwach

Dank früher Tore und konsequenter Abwehrarbeit gelingt die Premiere der Großbardorfer Interimstrainer Udo Eckert und Otto Dietz.
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Mit seinem Tor zum 1:0 brachte Shaban Rugovaj (links, daneben der Würzburger Pascal Jeni) den TSV Großbardorf auf Kurs. Foto: Alexander Rausch
Mit seinem Tor zum 1:0 brachte Shaban Rugovaj (links, daneben der Würzburger Pascal Jeni) den TSV Großbardorf auf Kurs. Foto: Alexander Rausch
FC Würzburger Kickers II - TSV Großbardorf 1:2 (0:2). Tore: 0:1 Shaban Rugovaj (11.), 0:2 Dominik Zehe (13.), 1:2 Leonard Langhans (77.).
Gut verdaut haben die Grabfeld-Gallier nicht nur die Niederlage gegen Gebenbach, sondern auch die Rückschläge der abgelaufenen Woche. Mit einer couragierten Vorstellung siegten die Grün-Weißen in der Fußball-Bayernliga Nord knapp mit 2:1 (2:0) bei der Reserve der Würzburger Kickers und bescherten Interimscoach Udo Eckert eine perfekte Premiere auf der TSV-Bank. Allerdings zitterte der TSV dabei unnötig lange um den Erfolg.

Von einer "außergewöhnlichen Woche" sprach Udo Eckert, der seit Dominik Schönhofers Rücktritt gemeinsam mit Otto Dietz das Sagen bei den Großbardorfern hat. Aber nicht nur, dass die Grün-Weißen plötzlich ohne Coach dastanden, auch der tragische Unfall, bei dem ein Spieler der dritten Mannschaft ums Leben gekommen war, machte den Kickern zu schaffen. Doch scheinbar münzten die Großbardorfer diese Ereignisse in positive Energie um.


Präsente Gäste

Zwar hatten die Gastgeber die erste Chance der Begegnung, Ioannis Kiakos wurde gerade noch geblockt, doch die Gäste waren das präsentere und aktivere Team und verpassten den jungen Rothosen, die erst einmal zu Hause unterlagen, bereits in der Anfangsphase einen herben Dämpfer. Denn binnen zwei Minuten schlugen erst Shaban Rugovaj, dem das Leder nach einem abgefälschten Schuss Manuel Leichts vor die Füße fiel, und dann Dominik Zehe nach einer Rugovaj-Hereingabe eiskalt zu. Die Gäste hatten das Spielgeschehen im Griff, verlegten sich mit dem Zwei-Tore-Vorsprung aufs Kontern, so dass sich die Hausherren Mitte der ersten Hälfte ein spielerisches Übergewicht erarbeitet hatten.

Dennoch waren es die Gallier, die die Partie frühzeitig entscheiden hätten können, als Rugovaj alleine auf Jan Nirsberger zulief. Anstatt aber selbst abzuschließen, wollte er den mitgelaufenen Maximilian Mosandl bedienen, vor dem jedoch Josef Burghard gerade noch klären konnte. Auch Björn Schönwiesner und Benedikt Floth hätten nachlegen können. Die Gastgeber hingegen hatten Mühe, sich gefährliche Szenen zu erarbeiten. Lediglich Kiakos und Dominik Meisel zwangen TSV-Schlussmann Marcel Wehr zum Eingreifen. "Wir waren sehr konzentriert und aggressiv in den Zweikämpfen. Wir hatten sogar die Riesenchance zum 3:0. Dann wäre die Partie wohl frühzeitig entschieden gewesen", haderte Eckert.


Anschluss setzt Kräfte frei

Allerdings war der TSV-Kasten nur selten in Gefahr geraten, zu konsequent verteidigten die Gallier, so dass die Rothosen meist nicht über gute Ansätze hinauskamen. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Die Gastgeber agierten druckvoller und hatten erneut durch Kiakos und Meisel erste gute Möglichkeiten, zu verkürzen, ebenso wie Schmitt. Nur das Runde fand nicht den Weg ins Eckige, so dass sich die Gallier Mitte der zweiten Hälfte wieder etwas befreien konnten. Floth hatte sogar die große Möglichkeit, auf 3:0 zu stellen, scheiterte aber an Nirsberger. Die Kräfte bei der Heimelf schienen nachzulassen, als Leonard Langhans mit dem verdienten Anschlusstreffer neue freisetzte.

Kiakos hatte keine zwei Minuten später sogar den Ausgleich auf dem Kopf, doch der Innenpfosten stand im Weg. Trotz Dauerdrucks der Gastgeber blieben die Grün-Weißen in den Schlussminuten hellwach und ließen keine weiteren Würzburger Möglichkeiten zu. Vielmehr hätte Rugovaj den Deckel draufmachen müssen, scheiterte aber zweimal knapp, am Sieg der Grün-Weißen änderte sich aber freilich nichts mehr. "Nach der Pause hatten wir Phasen, in denen wir nicht gut geordnet waren und die Kickers es auch gut gemacht haben. Sie haben natürlich auch mehr investiert. Unter dem Strich haben es die Jungs super gemacht und der Sieg geht in Ordnung", freute sich ein erleichterter Eckert über den Sieg an der Sieboldshöhe.
Großbardorf: Wehr - Seufert, Zang, Hölderle (32. Mangold), Piecha - Schönwiesner, Leicht - Rugovaj (88. Dinkel), Zehe, Mosandl (56. F. Dietz) - Floth.