Bad Kissingen
Eishockey

Die Gladiators werden im Wolfsbau vorgeführt

Nach drei Niederlagen in Folge gelingt den Kissinger Wölfen ein unerwarteter Kantersieg über Erding.
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Abgehoben: Die Bodenhaftung verloren haben bei dieser spektakulären Aufnahme Kissingens Semjon Bär (rechts) und sein Kontrahent von den Erding Gladiators.Hopf
Abgehoben: Die Bodenhaftung verloren haben bei dieser spektakulären Aufnahme Kissingens Semjon Bär (rechts) und sein Kontrahent von den Erding Gladiators.Hopf

Kissinger Wölfe - Erding Gladiators 7:2 (4:0, 1:1, 2:1).

Endlich! Drei Niederlagen in Serie hatte es zuletzt gesetzt für die Kissinger Wölfe. Und in den bisherigen drei Vergleichen gegen die Oberbayern mussten die Unterfranken stets als Verlierer das Eis verlassen - zuletzt erst am Freitag beim 3:7, als Nemirovsky und Co. mit nur elf Feldspielern mal wieder unter Wert geschlagen wurden. Nach zwei Dritteln hatte es schließlich noch 3:3 gestanden, ehe vier Gegentreffer in zehn Minuten folgten. "Das Niveau in dieser Runde ist relativ hoch. Um zwei Spiele erfolgreich zu bestreiten, muss man defensiv konzentriert stehen. Am Freitag war das in Ordnung, diesmal sind wir gar nicht ins Spiel gekommen", sagte Erdings Coach Topias Dollhofer in der Pressekonferenz, weil es diesmal die Altbayern waren, die in einem Drittel vier Tore schlucken mussten. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Spielertrainer Mikhail Nemirovsky zur Kissinger Führung traf. "Bei freiem Geleit", wie es Dollhofer ausdrückte. Und: "Wenn man unsicher steht, hat Bad Kissingen die Qualität, dies auszunutzen."

Erinnerungen an Füssen-Gala

Vieles erinnerte an die Gala gegen den EV Füssen, als der Altmeister zur Pause sogar mit 0:5 zurücklag. Diesmal begnügten sich die Wölfe, die zumindest wieder auf Verteidiger Simon Eirenschmalz zurückgreifen konnten, mit einem Viererpack: Kaum nach einem Unterzahlspiel wieder komplett, schloss Anton Zimmer einen überragenden Konter mit dem 2:0 ab (8.). Mit einem feinen Schuss erhöhte Anton Seewald (16.), ehe Eugen Nold in Überzahl das 4:0 gelang (19.). "Was wir am Freitag nicht aufs Eis gebracht haben, ist uns diesmal gelungen. Für mich aber unerklärlich, warum wir im zweiten Drittel zurückgesteckt haben", kritisierte Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin den Mittelabschnitt, in dem Christian Masel mit einem schönen Schlenzer trotzdem das 5:0 gelang (34.), ehe die Gäste durch Philipp Spindler kurz vor der zweiten Pausensirene ihr erstes Erfolgserlebnis hatten (40.).

Tatsächlich hätte es vor den 300 Fans noch einmal spannend werden können, weil sich die Saalestädter in zwei Minuten gleich vier Zeitstrafen einhandelten, damit mehrmals in doppelter Unterzahl verteidigen mussten. "Diese Phase war bezeichnend für unseren Auftritt, denn das war sehr ungefährlich von uns", bilanzierte Topias Dollhofer das kopflose Anrennen, das der wieder einmal starke Wölfe-Goalie Benni Dirksen unbeschadet überstand. Schaden nahm lediglich eine Plexiglasscheibe deren Auswechslung eine 15-minütige Pause zur Folge hatte. Eine Ergebniskorrektur gelang den Gästen durch Philipp Michl (57.), davor und danach trug sich erneut Anton Zimmer in die Torschützenliste ein: Erst mit einem Treffer in Überzahl (54.), dann mit einem technisch anspruchsvollen Bauerntricktor (57.) gegen Gladiators-Goalie Jonas Steinmann, das die Fans frenetisch feierten. So ein Tor sieht man wahrlich nicht alle Tage im Wolfsbau. Weiter geht es am Freitag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Oberligist EHC Waldkraiburg , am Sonntag führt die Reise zu den Landsberg Riverkings.

Derweil machten die Mighty Dogs des ERV Schweinfurt einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt mit den Zittersiegen gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm (2:1) und beim EV Pegnitz (3:2). Die Haßfurter gewannen ebenfalls zweimal: am Freitag mit 7:6 nach Verlängerung in Schongau und zwei Tage später mit 9:2 gegen den ESC Kempten. Zwei Siege, die am grünen Tisch wieder ein 0:5 zur Folge haben werden, weil die "Hawks" weiterhin mit ihren vier (statt der vom Verband erlaubten zwei) Kontingentspielern antreten.



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