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Fußball

Die Frankonen glauben weiter an sich

Thulbas jüngste Klatsche lässt den FC 06 Bad Kissingen vor dem Derby nicht leichtsinnig werden. Fuchsstadt ist Favorit in Rimpar.
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Zwei Tore hat Lucas Fleischmann (im Bild) in dieser Saison für den TSV Münnerstadt erzielt. Die aktuell gute Form seiner Mannschaft lässt auf weitere "Einschläge" hoffen. Foto: ssp
Zwei Tore hat Lucas Fleischmann (im Bild) in dieser Saison für den TSV Münnerstadt erzielt. Die aktuell gute Form seiner Mannschaft lässt auf weitere "Einschläge" hoffen. Foto: ssp

FC Thulba - FC 06 Bad Kissingen (Samstag, 16 Uhr) Nach der 2:9-Klatsche in Forst hielt man sich im Lager des FC Thulba (6./17) nicht lange mit Wundenlecken auf, sondern richtete den Blick schnell nach vorne. "Es ist schon eine große Herausforderung, positive Aspekte aus diesem Spiel zu ziehen. Aber wir haben das schnell abgehakt und daran gearbeitet, den Glauben an unsere Stärke zurückzugewinnen", impfte FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz seiner Truppe Selbstvertrauen ein. Vor dem Derby gegen den FC 06 Bad Kissingen (3./20) fehlen den Gelb-Schwarzen mit Manuel Hänelt, Daniel Neder, Florian Heim, Julian Wüscher, Marcus Hein und Fabian Düsterwald nicht nur Stammspieler, sondern eben auch Akteure mit dem Prädikat "Führungsspieler". Dass sein Team erneut vor einer schweren Aufgabe steht, dessen ist sich der FC-Coach bewusst: "Bad Kissingen hat viel Routine und Abgeklärtheit im Zentrum, sowie Geschwindigkeit auf dem Flügel. Das wird für uns eine große Herausforderung, doch diese nehmen wir an."

Zufrieden ist man derweil im Lager des FC 06 Bad Kissingen. Mit dem 4:3-Sieg in Steinbach setzten sich die Kurstädter in der Spitzengruppe der Bezirksliga fest und wollen dort auch gerne verweilen. "Wenn man sich etwas erarbeitet hat, will man es natürlich auch behalten. Das gilt sowohl für das Leistungslevel als auch für den Tabellenplatz", sagt Frank Halbig. Allerdings war der jüngste Dreier trotz einer 4:0-Führung ein hartes Stück Arbeit. "Wir haben uns da richtig gut reingespielt, aber kurz vor der Pause durch einen Leichtsinnsfehler den Gegner wieder zurückgebracht. In der zweiten Hälfte haben wir unsere Konter dann auch sehr schlampig zu Ende gespielt und Steinbach war definitiv nicht so schlecht wie es das Zwischenergebnis vielleicht vermuten lässt", sagt Kissingens Trainer. Dass der kommende Derbygegner jüngst arg gerupft wurde, dem bemisst der 06-Coach, der wegen eines Kurzurlaubes vom spielenden Co-Trainer Daniel May vertreten wird, wenig Bedeutung zu: "Das Ergebnis interessiert mich überhaupt nicht. Ich glaube nicht, dass wir auf eine verunsicherte Mannschaft treffen werden. Thulba ist offensiv sehr gut aufgestellt, vor allem auf den Außenbahnen. Sie lassen den Ball gut laufen und haben in Victor Kleinhenz ihren Dreh- und Angelpunkt. Wir sind sicherlich gewarnt." In den Kader zurückkehren werden Tizian Fella und Max Hüfner, dafür fallen Darko Aleksoksi und Jonas Schmitt mit Bänderrissen aus.

SV-DJK Unterspiesheim - FC Westheim (Sonntag, 15 Uhr) Nach fünf Niederlagen in Serie gelang dem FC Westheim (14./7) im Derby gegen Münnerstadt (1:1) zumindest ein Punktgewinn. Die vollständige Trendwende soll nun möglichst beim SV-DJK Unterspiesheim (12./12) gelingen. Die "Spesemer" belegen derzeit den ersten Nichtabstiegsrang, sind aber seit drei Spielen sieglos. Zuletzt setzte es eine 1:4-Niederlage bei der DJK Dampfach. Dabei konnte die Truppe des Trainer-Duos Dominik Seufert/Patrick Leibold einen 1:0-Vorsprung nach 60 Minuten nicht über die Zeit retten. Die "Waster" ihrerseits standen gegen Münnerstadt auch ohne ihre Top-Torjäger Yanik Pragmann und David Böhm dicht vor einem Dreier, ehe ein spätes Gegentor das Remis besiegelte. Böhm: "Leider war es eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Aber auf der Leistung, denke ich, kann man aufbauen. Wären Yanik Pragmann oder ich mit von der Partie gewesen, hätte die Sache ganz anders ausgesehen." Personell schaut es auch für das Wochenende noch dünn aus beim Aufsteiger, was der spielende Coach aber nicht als Entschuldigung gelten lässt: "Klar ist die Situation aktuell schwierig, aber diese Probleme haben andere Teams auch. Da müssen wir durch und wollen auch in Unterspiesheim etwas erben." Nur verlieren sollten die FCler, die am Donnerstag mit dem Sieg in Ramsthal das Kreispokal-Finale erreichten, tunlichst nicht, denn dann würde der Rückstand auf den Gegner schon auf stolze acht Zähler wachsen. Welche taktische Ausrichtung Böhm seinen Jungs mit auf den Weg gibt, hängt vom zur Verfügung stehenden Spielermaterial ab.

TSV Münnerstadt - TSV Gochsheim (Sonntag, 15 Uhr) Mit dem TSV Münnerstadt (9./15) und dem TSV Gochsheim (10./14) treffen am Münnerstädter Sportzentrum zwei alteingesessene Bezirksligisten aufeinander. Nicht nur deshalb freut sich Münnerstadts Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh auf die Partie: "Die Mannschaften kennen sich gut. Wir sind jetzt fünfmal in Folge ungeschlagen und wollen unseren Lauf fortsetzen. Dass wir für einen Dreier gegen Gochsheim einen sehr guten Tag brauchen, ist klar. Aber unser Trainer Goran Mikolaj ist so gestrickt, dass er jedes Spiel gewinnen will. Dementsprechend treten wir auch auf." Jüngst im Derby in Westheim (1:1) wären die Mürschter Jungs fast leer ausgegangen, doch ein spätes Tor von Nico Markert rettete zumindest einen Zähler, der laut Schmittzeh auch in Ordnung ging: "Aufgrund der zweiten Hälfte, wo wir Latte und Pfosten trafen, war der Punkt verdient. Westheim hat es trotz der Ausfälle gut gemacht. Wenn sie defensiv so stabil bleiben, werden sie ihre Punkte holen. Bei uns hat die Genauigkeit im Spiel etwas gefehlt, aber der Wille war klar zu erkennen. In Summe passt das." Gegner Gochsheim hat in der Liga nach drei Niederlagen in Serie, garniert mit dem krachenden Pokal-Aus bei Kreisligist Hofheim (1:4), am vergangenen Wochenende den Rettungsanker geworfen und siegte gegen Wiesentheid mit 3:1. Mann des Spiels war Dreifach-Torschütze Nico Kummer, der den Wiesentheider Führungstreffer im Alleingang drehte und nun auf zehn Saisontreffer kommt. Münnerstadts Coach Goran Mikolaj sollte für das Unterfangen Heimsieg der gleiche Kader wie in der Vorwoche Gewehr bei Fuß stehen.

ASV Rimpar - FC Fuchsstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Der FC Fuchsstadt (8./20) schwimmt nach drei Siegen in Folge derzeit auf einer Erfolgswelle und reist daher als Favorit zum ASV Rimpar (18./9), der allerdings zuletzt beim Meisterschaftsfavoriten Vatan Spor Aschaffenburg einen Punkt entführte. Der Grund für die schlechte Zwischenbilanz der Funsch-Elf lässt sich aus der Statistik ersehen: Zum einen ist die Heimbilanz miserabel mit nur einem Punkt aus sechs Spielen, zum anderen stellen die Gastgeber den schwächsten Angriff der Liga (14 Treffer). "Meine Mannschaft hat nach dem Erfolg im Derby gegen Schwebenried weiter Selbstvertrauen getankt. Was uns derzeit zugute kommt, ist die Defensivarbeit. Unsere Viererkette steht und die Mittelfeldspieler arbeiten gut nach hinten", sagt FC-Trainer Martin Halbig. Verbesserungswürdig ist die Offensivleistung, wobei der Fuchsstädter Coach noch nicht entschieden hat, ob er seinen Sohn Dominik (elf Saisontreffer) neuerlich in einer defensiveren Rolle auflaufen lässt. Bei den Gästen droht lediglich Lukas Lieb aufgrund einer Erkältung auszufallen.sbp

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