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Der TSV Münnerstadt holt sechs souveräne Punkte

Die Münnerstädter Männer lassen gegen die punktlosen Volkacher und Haslocher keine Fragen aufkommen. Hammelburgs Frauen setzen den VC Schwandorf unter Druck und siegen klar. Ein schwarzer Tag für den TV Bad Brückenau.
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Nur selten schaffte es ein Volkacher Ball durch die Münnerstädter Deckung, hier mit Ludwig Friedl (links) und Yannick Dellert. Foto: Hopf
Nur selten schaffte es ein Volkacher Ball durch die Münnerstädter Deckung, hier mit Ludwig Friedl (links) und Yannick Dellert. Foto: Hopf

TV/DJK Hammelburg - VC Schwandorf 3:0 (25:11, 25:17, 25:19).

Der VC Schwandorf war nur zu acht angereist, hatte neben der Libera nur eine Wechselspielerin zur Verfügung. Dennoch unterschätzten die Hammelburgerinnen den Gegner nicht, sondern starteten konzentriert ins Spiel. Die gute Annahme um Libera Paula Cimander sorgte für einen variablen Spielaufbau, in dem alle Angreiferinnen effektiv eingesetzt wurden. Der TV/DJK zog direkt zum deutlichen Satzbeginn davon. Im 2. Satz hielten die Hammelburgerinnen den Druck weiter hoch. Sie zeigten gute Aufschläge und solide Blockarbeit. Die gut positionierte Abwehr entschärfte immer wieder die gegnerischen Angriffe. Der Lohn: ein wieder recht klarer Satzgewinn. Im 3. Satz wollten die Hammelburgerinnen unbedingt den 3:0-Sieg klar machen. Sie konnten sich zur Crunchtime des Satzes wieder absetzen. Doch der Gegner bäumte sich noch einmal auf; in das Hammelburger Spiel schlichen sich einige Unstimmigkeiten ein. Nach einer Auszeit - die erste, die Trainer Bekim Aliu in diesem Spiel nehmen musste - fingen sich die heimischen Spielerinnen wieder. Satz und Spiel gingen somit an Hammelburg. Mit 17 Punkten befindet sich das Team in Schlagweite Richtung Tabellenspitze.

olly TSV Güntersleben - TV/DJK Hammelburg II 0:3 (17:25, 16:25, 14:25).

Der Sieg der TV/DJK-Reserve war zu keiner Zeit in Gefahr. Und das gegen eine Heimmannschaft, die mit sehr erfahrenen Spielern gespickt war. Hammelburgs Trainer Ralf Kaiser sah viele druckvolle Aufschläge und eine engagierte Abwehrleistung seines Bezirksliga-Teams, die bereits nach 57 Minuten mit einem klaren  Sieg belohnt wurden.

TV/DJK Hammelburg II - TV Brückenau 3:0 (25:14, 25:8, 25:15).

Mit einer Spieldauer von 52 Minuten schafften es die Hammelburger noch schneller als gegen Güntersleben, das Derby gegen Bad Brückenau zu entscheiden. Auf Seiten der Gäste verletzte sich Stammspieler und Mittelblocker Stefan Winkler, so dass der TV in der Mitte geschwächt war und die Mannschaft eine ungewohnte Aufstellung einnehmen musste. Sie startete verunsichert in den 1. Satz. Der ging dann klar an die Hammelburger, bei denen Steller Christian Schäder durch Lukas Full ersetzt worden war. Er setzte seine Angreifer variabel ein. Im 2. Satz lief es noch schlechter für die Bad Brückenauer. Laut ihrer Trainerin Maika spielten sie "unterirdisch" und ließen sich vom Gegner abschießen. Im dritten Satz rafften sich die Gäste zwar noch einmal auf, aber es reichte nur für 15 Punkte. Hammelburgs Lukas Full war es vorbehalten, das Spiel mit einem Ass zu beenden. Mit nunmehr 18 Punkten überwintert Hammelburg II auf Tabellenplatz zwei und erhält sich eine Chance auf die Relegation.

TSV Güntersleben - TV Bad Brückenau 3:1 (25:12, 25:13, 26:28, 25:22).

Die Brückenauer starteten katastrophal in den 1. Satz gegen den noch aus der Bezirksklasse bekannten Gegner. Sie lagen durch eine Günterlebener Aufschlagserie schnell mit 1:9 hinten. Das gleiche Lied . Der Satz ging klar an die Gastgeber. Das gleiche Lied im 2. Satz. Die Brückenauer fanden einfach nicht ins Spiel. Auch Satz 2 wurde klar abgegeben. Trainerin Maika Herbert startete im 3. Satz mit neuer Aufstellung und der Hoffnung, dass Spiel zu drehen. Güntersleben wurde mit seiner 2:0-Führung zu leichtsinnig, was die Bad Brückenauer ausnutzten. Endlich zeigten sie druckvolles Spiel und die Annahme wurde stabiler, so dass Zuspieler Alexander Stanovkin die Angreifer gut in Szene setzen konnte. Satz 3 ging knapp an Brückenau. Die TVler hatten das Gefühl, das Spiel noch für sich entscheiden zu können. Der 4. Satz gestaltete sich auf Augenhöhe und die Punkte waren ausgeglichen. Beim Spielstand von 20:22 gab es strittige Schiri-Entscheidungen zu Ungunsten von Bad Brückenau, das Satz und Spiel an Güntersleben abgeben musste. Die Brückenauer schließen die Vorrunde mit dem vorletzten Platz ab. Trainerin Maika Herbert: "Ich bin aktuell von der Gesamtleistung der Jungs enttäuscht. Zu wenig Motivation und Selbstvertrauen an den Spieltagen. Ich habe kein Problem, gegen stärkere Mannschaften zu verlieren, aber nicht mit dieser Leistung. Meine Jungs zeigen nicht ansatzweise ihr Potenzial; das muss sich in der Rückrunde schnell ändern."

TSV Münnerstadt - VfL Volkach II 3:0 (25:15, 25:9, 25:17).

"Sechs Punkte aus zwei Heimspielen gegen die bis dato punktlosen Mannschaften" - Die Vorgabe von Münnerstadts Trainer Uwe Knipping war unmissverständlich. Die TSVler gingen hochmotiviert ins erste Spiel und arbeiteten sich direkt einen 5:0-Vorsprung heraus. Der Volkacher Block fand vom ersten Punkt an nicht ins Spiel. Das lag am herausragend variablen Zuspiel vom Mürschter Steller Saeid Moayedi. Somit ging der 1. Satz ungefährdet an die Heimmannschaft. Im 2. Satz ein ähnliches Bild. Sandro Petzoldt übernahm beim Stand von 6:1 den Aufschlag, den er erst nach zwölf Punktgewinnen wieder abgeben sollte. Auch sonst hatte der Gegner nichts entgegenzusetzen. Somit war die Gegenwehr gebrochen und die Jungs von der Lauer konnten auch den 3. Satz überlegen und sauber zum Sieg vollenden.

TSV Münnerstadt - TV Hasloch 3:0 (25:11, 25:22, 25:16).

Gegen Hasloch machte die erste Angriffskombination der Münnerstädter klar, dass sie hochmotiviert ins Spiel gehen würden. Die Gäste liefen von Anfang an einem Rückstand hinterher, den sie nie verkleinern konnten. Im 2. Satz sah es ähnlich aus. Münnerstadt diktierte das Geschehen; Hasloch konnte nur reagieren. Jedoch wirkten die Hausherren in der Mitte des Satzes etwas müde. Hasloch kämpfte sich langsam heran und konnte zum 22:22 ausgleichen. Eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten der Mürschter brachte ihnen jedoch den Satzgewinn. Damit war der TV Hasloch besiegt. Im letzten Satz konnten die Gäste nie wirklich ein Wörtchen mitreden. Im Nachhinein betrachtet, befinden sich die Münnerstädter auf einem sehr guten Weg. Besonders erwähnenswert die Leistung des 17-jährigen unbekümmerten Talentes Jannes Amthor, der vor allem mit seinen Angriffen zeigte, dass viel Potenzial in ihm steckt.

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