Römershag
Hallenfußball

Der SV Römershag weiß, wie Budenzauber geht

Bei den "Alten Herren" strauchelt der ewige Favorit FC Bad Brückenau im Finale. Vier Tage Hallenfußball lockten wieder die Massen an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mussten sich erst im Finale dem favorisierten FC 05 Schweinfurt (in grün) geschlagen geben: die Frauen vom TSV Rannungen (in rot). Foto: Sebastian Schmitt
Mussten sich erst im Finale dem favorisierten FC 05 Schweinfurt (in grün) geschlagen geben: die Frauen vom TSV Rannungen (in rot). Foto: Sebastian Schmitt
+1 Bild

Schon zum 37. Mal hat der SV Römershag das traditionelle Dreikönigsturnier für Hallenfußball mit großem Engagement und unzähligen Helfern erfolgreich gestemmt. "Man könnte fast schon in der Halle übernachten. Als Helfer ist man von früh morgens bis spät abends aktiv", macht Harald Schütz deutlich, der beim SVR den Juniorenbereich koordiniert. Die viertägige Mammutveranstaltung mit fast durchgängig vollen Rängen ist zum Jahreswechsel in der Rhön kaum noch wegzudenken und setzt neben zahlreichen Juniorenturnieren unterschiedlicher Altersgruppen auch weiterhin auf den Erwachsenenbereich mit einem eigenen Wettbewerb der "Alten Herren" sowie einem Turnier für Frauenteams.

Bei den "Alten Herren" zählt der FC Bad Brückenau traditionell zu den Titelkandidaten. Doch der Favorit musste sich im Finale etwas überraschend der SG Mottgers mit 0:2 geschlagen geben. Das war insofern doch recht erstaunlich, denn die Sinnstädter hatten in der Vorrunde die Gäste aus dem hessischen Nachbarland noch mit 3:1 bezwingen können. Auch die übrigen drei Vorrundenpartien hatten die FCler gegen die TSG Lütter, die SG Winkels und den FC Hammelburg für sich entschieden. Im Halbfinale war es gegen die SG Oberleichtersbach zwar etwas knapp, aber der Finaleinzug war keine dicke Überraschung. Die abschließende Niederlage tat der guten Laune der spielstarken FC-Routiniers rund um Markus Schumm, Heinrich Roth, Lubomir Stieranka, Benjamin Gold, Marco Reinisch, Tobias Ebert, Peter Sperl, Erol Sevinc und Andrej Frank keinen Abbruch.

Für beste Stimmung auf den Rängen sorgten die "Alten Herren" des FC Rethem-Moor, die schon seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit dem SV Römershag pflegen. Die über 360 Kilometer lange Anreise nehmen die FCler gerne auf sich, um in der Römershager Dreifachturnhalle Partylaune mit Hallenfußball zu kombinieren. Gefeiert wird dabei bis tief in die Nacht, denn die Gäste aus dem hohen Norden verbringen stets ein Wochenende in Bad Brückenau.

Beim Turnier der Frauen blieb die große Überraschung aus. Landesligist FC Schweinfurt 05 setzte sich im Finale mit 2:0 gegen den TSV Rannungen durch, der einen bärenstarken Eindruck im gesamten Turnierverlauf hinterlassen hatte. Chancenlos waren die Frauen vom Wasserturm auch im Endspiel keineswegs. Aber die Schnüdel punkteten mit enormer Durchsetzungskraft und Cleverness in zwei spielentscheidenden Szenen. Im Spiel um Platz 3 ließ die SG Grafenrheinfeld der TG Schweinfurt nicht den Hauch einer Chance. Mit 4:0 fegte die SG die sichtlich erschöpften TGlerinnen von der Platte. Der Sieg der Grafenrheinfelderinnen war eine so eindeutige Angelegenheit, dass bei den Rivalinnen aus der Kugellagerstadt frühzeitig die Köpfe nach unten gingen.

Ereignisarmes Derby

Einen tollen Auftritt hatte die SG Albertshausen/Nüdlingen gegen die TSG Lütter (U17) im Spiel um Platz 5. Mit 3:1 bezwangen die Kickerinnen aus der Bezirksliga die technisch starken Gäste aus Hessen. Das Match zählte zu den ansehnlichsten Partien des Wettbewerbs. Ein echtes Derby stand im Spiel um Platz sieben auf dem Programm. Doch das Match DJK Schondra gegen SG Schönderling/Thulba war sehr ereignisarm und erstaunlicherweise nur wenig kämpferisch geprägt. Ein tolles Solo von Katharina Heinz reichte den Schönderlingern zum 1:0-Erfolg gegen den ewigen Rivalen aus Schondra.

Emotionsgeladen waren die Halbfinalpartien. Der TSV Rannungen sah gegen die SG Grafenrheinfeld lange Zeit wie der sichere Sieger aus, kassierte Sekunden vor Schluss den überraschenden 1:1-Ausgleich, um sich im Sechsmeterschießen mit 3:1 durchzusetzen. Viel Kampf und Leidenschaft gab es im Stadtderby zwischen dem FC 05 und der TG Schweinfurt zu beobachten, aber nur wenig spielerische Klasse. Dass keine Tore fielen, war symptomatisch für das zähe und nicklige Ringen. Daher war auch in dieser Auseinandersetzung das Sechsmeterschießen angesagt. Das 3:1 für die Schnüdel war letztlich eine eindeutige Angelegenheit. Die TG hatte sich in der kämpferischen Partie völlig verausgabt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren