Der Futsal-Kreismeister 2018/19 heißt SV Burgwallbach/Leutershausen. Im Hammelburger Sportzentrum setzte sich der Kreisligist im geschrumpften Zehnerfeld im Finale mit 2:0 gegen die taktisch klug agierenden Kreisklassen-Akteure aus Salz und Mühlbach durch. Beide Teams qualifizierten sich für die Bezirksmeisterschaft am Sonnabend in Haßfurt qualifiziert. Die Teams aus dem Landkreis Bad Kissingen spielten eine untergeordnete Rolle.

In der Vorrundengruppe A spielte vor wenig berauschender Zuschauerkulisse der nicht bestbesetzte Bezirksligist SV Rödelmaier stark auf. Den heftigsten Widerstand hatten die SVler gegen den Kreisklassisten TSV Reiterswiesen zu brechen, der sehr gut, aber wenig ansehnlich verteidigte. Kurios: Die Defensivtaktik auch in anderen Spielen führte dazu, dass die Fans mehr als eine halbe Stunde und das dritte Match des Tages abwarten mussten, ehe der erste Turniertreffer fiel. Die Reiterswiesener, betreut durch ihren Spieler Tobias Vogel, brachten auch die Großbardorfer, die fast ausnahmslos mit jungen Akteuren antraten, bei der knappen 1:2-Niederlage ins Schwitzen.

Der TSV Nüdlingen sicherte sich seinen einzigen Punkt bei der Nullnummer gegen den Landkreisrivalen Reiterswiesen. Der schlug immerhin Bischofsheim mit 4:2 und wurde Vorrunden-Dritter. "Wir waren ohne größere Ambitionen aufgrund des Klassenunterschiedes und unserer ausgedünnten Spielerdecke hergefahren", so der keineswegs enttäuschte Nüdlinger Abteilungsleiter Johannes Schaub.

In der Gruppe B setzte sich der SV Burgwallbach, der durchweg auf Leistungsträger der Ersten Mannschaft setzte, klar und ohne große Probleme durch. Der Titelverteidiger aus Unsleben/Wollbach verpasste den Halbfinaleinzug. Die von Günther Schneider betreute DJK Schondra trat mit dem letzten Aufgebot an, "das sich aber teuer verkauft hat", so Schneider. Trotzdem gab es für den A-Klassisten vier Niederlagen: Gruppenletzter.

Im ersten Halbfinale setzte Salz/Mühlbachs Trainer Joachim Panitz gegen den SV Rödelmaier ganz auf kontrollierte Defensive; Keeper Florian Ruppert zeigte bravouröse Paraden und brachte den anrennenden, aber mit zunehmender Spielzeit kopfloseren Gegner zur Verzweiflung. Umso mehr, weil der Kreisklassist zwei Angriffe erfolgreich abschloss.

Im zweiten Halbfinale zwischen Burgwallbach und Großbardorf II war die Partie in jeder Hinsicht ausgeglichen. Für die Entscheidung sorgte in der 5. Minute Benedikt Floth, der einen Freistoß flach ins Eck setzte. Großbardorf verpasste kurz vor Schluss den Ausgleich per Siebenmeter. Kilian Wenzel scheiterte an Torwart Borchardt. Im Match um Platz Drei setzten sich die jungen Gallier deutlich mit 3:0 gegen Rödelmaier durch.

Das Finale startete furios, denn bereits nach 20 Sekunden brachte Floth die Burgwallbacher in Führung. Damit war die Defensivtaktik der Akteure aus Salz und Mühlbach über den Haufen geworfen. Der Kreisklassist bemühte sich zwar um eine Wende, doch die routinierten SVler ließen wenig anbrennen und machten wiederum durch Floth in der Schlussminute den Sack zu.

Am Rande des Hammelburger Futsal-Hallenturnieres wurde der Spielort für das Kreisfinale im Toto-Pokal ausgelost. Am 1. Mai (17 Uhr) empfängt der FC Bayern Fladungen den Kreisliga-Konkurrenten vom SV Burgwallbach/Leutershausen.