LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Der Stolz des Frank Halbig

Ungeachtet der personellen Probleme punktet der FC 06 verlässlich. Gegen den SV Rödelmaier muss der FC Westheim punkten. Münnerstädter Wiedersehen.
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Nach der 2:9-Packung beim TSV Forst war das Unentschieden im Derby gegen den FC 06 Bad Kissingen wie ein gefühlter Sieg für den FC Thulba, zumal der Ausgleich der Frankonen (unser Bild) erst kurz vor Spielende fiel. Foto: Sebastian Schmitt
Nach der 2:9-Packung beim TSV Forst war das Unentschieden im Derby gegen den FC 06 Bad Kissingen wie ein gefühlter Sieg für den FC Thulba, zumal der Ausgleich der Frankonen (unser Bild) erst kurz vor Spielende fiel. Foto: Sebastian Schmitt

FC 06 Bad Kissingen - DJK Altbessingen (Samstag, 16 Uhr) Ohne ihren Chefcoach gelang dem FC 06 Bad Kissingen (1./21) der Sprung an die Tabellenspitze. Dabei reichte den Kurstädtern dank Patzer der Konkurrenz ein 1:1 beim FC Thulba. Eine Momentaufnahme, die Frank Halbig, der im Heimspiel gegen die DJK Altbessingen (9./17) wieder auf die Trainerbank zurückkehren wird, nicht überbewerten will: "Jetzt ist das zwar schön anzuschauen. Aber erst, wenn man nach der Winterpause immer noch auf einem vorderen Rang steht, kann man darüber reden die Ziele anzupassen." Dennoch ist Halbig stolz auf das, was sein Team trotz Personalnot wöchentlich auf dem Platz leistet: "Wir sind verletzungsbedingt nicht gerade von Glück gesegnet. Wenn ich sehe, dass ein Christian Laus noch eine Weile fehlt und jetzt auch Ervin Gergely neu auf der eh schon langen Ausfallliste steht, ziehe ich vor meiner Mannschaft den Hut. Wie sie sich auf dem Platz zerreißt und jeder noch mal zwanzig Prozent mehr gibt - das ist stark." Co-Trainer Daniel May berichtete ihm von einem ausgeglichenen Spiel in Thulba mit einem gerechten Ergebnis. Jetzt sind die 06er im Heimspiel gegen defensivstarke Altbessinger gefordert. Zieht man die ersten beiden erfolglosen Auswärtsspiele in Unterspiesheim (1:6) und Forst (0:3) ab, kassierte das Team von Trainer Michael Fery in den restlichen neun Partien nur noch zehn Gegentore. Zwar konnte die DJK aus den letzten beiden Begegnungen in Bergrheinfeld (0:1) und gegen Steinbach (1:1) nur einen Zähler ergattern, hält die Abstiegsränge aber auf Distanz. Halbig erwartet einen Abnutzungskampf: "Altbessingen ist eine kompakte, eingespielte Truppe, die gewachsen ist. Ich denke nicht, dass sie das Spiel allzu offensiv angehen. Es wird eine enge Kiste, bei der die Abwehrreihen entscheiden werden."

FC Westheim - SV Rödelmaier (Samstag, 16 Uhr) Weiter tief im Tabellenkeller steckt der FC Westheim (15./7), der bei der 2:3-Niederlage in Unterspiesheim, zwar durchaus seine Chancen hatte, aber letztlich eben leer ausging. Nun lädt die Truppe von Spielertrainer David Böhm den SV Rödelmaier (14./8) zum Kellerduell und will endlich wieder dreifach punkten. Böhm: "Das ist auf eigenem Platz unser Ziel, um den Abstand zu den Nichtabstiegsrängen zu verkürzen. Wir werden nicht nachgeben, immer weitermachen und den Kampf annehmen. Dass es eine schwere Runde wird, war von vornerein klar. Wir haben einige Spiele mit einem Tor Unterschied verloren oder gegen Münnerstadt den Ausgleich spät bekommen. Das zeigt, dass man in jeder Partie bis zur letzten Minute hellwach sein muss. Natürlich plagen uns jetzt auch Verletzungssorgen, die wir in der vergangenen Saison gar nicht hatten." Für die Partie gegen den Tabellennachbarn bangen die "Waster" um die Einsätze von Böhm selbst, Yanik Pragmann, Fabian Martin und Maxi Seit. Marcel Nöth und Fabian Beck fehlen ebenso wie die langzeitverletzten Tobi Wendel und Bastian Zoll. Dabei machte es die Böhm-Elf vor Wochenfrist in Unterspiesheim gar nicht schlecht, wie auch der Spielertrainer befand: "Am Ende wäre ein Remis gerecht gewesen, doch der Gegner war in manchen Situationen cleverer und hat seine Kontersituationen gut ausgespielt. Jetzt heißt es gegen eine erfahrene Mannschaft aus Rödelmaier zu beißen." Auch der SV um Trainerfuchs Werner Feder tut sich in seiner zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg bislang schwer. Vor Wochenfrist stand man gegen Dampfach nach einer 2:0-Führung kurz vor einem Dreier, ehe die Gäste in der Schlussminute doch noch egalisieren konnten.

SV-DJK Oberschwarzach - FC Thulba (Samstag, 16 Uhr) Der FC Thulba (7./18) gastiert beim wiedererstarkten SV-DJK Oberschwarzach (6./19), der zuletzt dem TSV Forst ein Schnippchen schlug. Also jenem Team, das die Frankonen zuvor böse rupfte. Dabei holten die Kicker aus dem Steigerwald auswärts gar einen 0:2-Rückstand auf und siegten durch einen späten Treffer von Spielertrainer Alexander Gress mit 3:2. Damit holte Oberschwarzach sieben Zähler in drei Spielen und konnte die vorausgegangene Negativserie von drei Pleiten in Folge einigermaßen wettmachen. Verwunderlich dabei, dass mit Simon Müller der Torschütze vom Dienst seit eben diesen sechs Partien ohne eigenen Torerfolg ist und derzeit bei nur zwei Saisontoren steht. Damit das so bleibt, dafür wollen Thulbas Akteure um Spielertrainer Victor Kleinhenz durch eine konzentrierte Defensivleistung sorgen. Schon beim Derby-Remis gegen Bad Kissingen zeigten die FCler ansteigende Form und verdienten sich den Zähler redlich: "Wir haben das Spiel auf Augenhöhe gestaltet und über weite Strecken die Reaktion gezeigt, die ich mir nach den Spielen gegen Steinbach und Forst erwartet hatte. Und auch in den nächsten Spielen wollen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln ein unbequemer Gegner sein", erhofft sich der Frankonen-Trainer einen weiteren Formanstieg seiner Elf. Oberschwarzach erwartet er gewohnt giftig und hochanlaufend: "Wichtig ist, dass wir gegen ihr aggressives Pressing Lösungen finden, um die erste Linie zu überspielen und die dahinterliegenden Freiräume zu nutzen. Dabei müssen wir die notwendige Klarheit haben. Zudem gilt es gegnerische Standards zu vermeiden, denn da hat Oberschwarzach viel Qualität."

FC Sand II - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr) Die Reise des TSV Münnerstadt (11./15) führt diesmal zum Tabellenschlusslicht FC Sand II (16./4). Gewissermaßen sind die Sander alte Bekannte, trafen beide Mannschaften doch erst Ende vergangener Saison in Runde zwei der Relegation aufeinander. Der Ausgang ist bekannt, Münnerstadt setzte sich nach einem 2:2 in Sand und einem 1:0-Erfolg auf eigenem Platz durch und hielt die Klasse. Die Sander Bayernligareserve bekam eine weitere Chance und rückte durch ein 1:0 über FVgg Kitzingen in die Bezirksliga nach. Da bekommt die Truppe von Trainer Christian Michl jedoch bisher kein Bein auf dem Boden. Der 2:1-Erfolg in Dampfach am zweiten Spieltag blieb der bisher einzige Dreier. Auf der Habenseite kam lediglich noch ein mageres Pünktchen beim 1:1 gegen Bergrheinfeld hinzu, alle anderen Partien gingen verloren. Am vergangenen Wochenende stand die Michl-Truppe allerdings kurz vor einer Überraschung in Wiesentheid, doch ein Doppelschlag der Heimelf in der Schlussviertelstunde ließ die Sander Hoffnungen, die ohne Fünf-Tore-Mann Julius Neundörfer angetreten waren, jäh platzen. Es klingt also nach einer machbaren Aufgabe für die Mürschter Truppe von Trainer Goran Mikolaj, deren Positiv-Serie beim Heimspiel gegen Gochsheim (0:2) ein Ende fand. Den Unterschied in dieser Partie machte Gochsheims Goalgetter Nico Kummer, der zweimal eiskalt zuschlug, während die "Nägelsieder" vor allem im überlegen geführten Durchgang zwei dicke Torchancen ausließen. Dies gilt es im Sander Seestadion diesmal besser zu machen, um nicht gegen das zuhause bislang sieglose Schlusslicht eine unerwartete Bauchlandung hinzulegen. penk

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