LKR Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

Der FC 06 sucht in Ruhe einen neuen Trainer

Mit Erfolgserlebnissen will sich das Bezirksliga-Quartett in die Winterpause verabschieden.
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Noch einmal genau zielen heißt es für Maximilian Gah und den FC Thulba, schließlich sind die Frankonen dreimal in Folge nicht als Gewinner vom Platz gegangen. ssp
Noch einmal genau zielen heißt es für Maximilian Gah und den FC Thulba, schließlich sind die Frankonen dreimal in Folge nicht als Gewinner vom Platz gegangen. ssp

FC Thulba - TSV Forst (Sonntag, 14 Uhr) Will der FC Thulba (6./28) den Anschluss an die Spitze nicht verlieren, sollten die Jungs von Spielertrainer Victor Kleinhenz das letzte Spiel des Jahres tunlichst für sich entscheiden. Der Gegner ist mit dem Tabellendritten TSV Forst (3./32) allerdings erstens von höchster Qualität und zweitens möchte die Truppe von Spielertrainer Florian Hetzel selbst wieder den Blick nach oben richten nach der 1:3-Niederlage gegen Oberschwarzach. Die 1:2-Niederlage im Verfolgerduell gegen die DJK Dampfach bezeichnete Kleinhenz als "nicht unverdient, weil der Gegner in einem über weite Strecken ausgeglichenem Match schlussendlich etwas aggressiver agierte." Dreimal blieben die Frankonen jetzt ohne Sieg, gingen zweimal in Folge komplett leer aus. Jetzt soll wieder ein Dreier her. Kleinhenz erwartet ein 50:50-Spiel und weiß um die Stärken des Kontrahenten. "Ich habe sie oben erwartet. Forst ist eine richtig starke und ausgeglichene Mannschaft. Sie wechseln auf dem Platz häufig die Positionen, da ist es wichtig, dass wir uns auf dem Platz gut coachen. Zudem haben sie mit Florian Hetzel einen Ausnahmespieler im Zentrum. Er hat sich zuletzt offensiver aufgestellt. Für uns heißt das, die Mitte zuzumachen. Aber wir wollen natürlich selbst in der Offensive Akzente setzen und Tore erzielen." Die Statistik spricht klar für die Frankonen, die nicht nur das Hinspiel (1:0) dank des Tores von Sebastian Gah für sich entscheiden konnten, sondern auch die Begegnungen in der vergangenen Saison (1:0/4:3). TSV Münnerstadt - TSV Gochsheim (Sonntag, 14 Uhr) Vier Siege in Folge feierte der TSV Münnerstadt (9./21) zuletzt. Und mit dem Derbysieg in Bad Kissingen (2:0) haben sich die Nägelsieder vor dem Jahresabschlussspiel gegen den TSV Gochsheim (5./28) von den Abstiegsrängen absetzen können. Entsprechend zufrieden ist TSV-Coach Klaus Keller mit der jüngsten Serie und möchte auch gegen Gochsheim nicht leer ausgehen, wenngleich hinter einigen Akteuren im Vorfeld der Partie ein Fragezeichen steht. Mit dem Spiel seiner Mannschaft im Sportpark war Keller durchaus einverstanden: "In der ersten Hälfte hatten wir aufgrund des starken Windes mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen, haben dies aber gut gelöst. Von hinten heraus haben wir sehr gut gespielt und auch gut verteidigt. Auch nach dem Wechsel konnten wir den Bad Kissinger Druck abfedern, haben es allerdings versäumt die Partie vorzeitig zu entscheiden, weil wir die Konter nicht konsequent ausgespielt haben." Für die Partie gegen Gochsheim macht dem TSV-Übungsleiter Mut, dass sein Team die taktischen Vorgaben derzeit sehr gut umsetzt. Keller: "Das ist momentan unser großes Plus. Zudem können wir über 90 Minuten marschieren. Und was Kampf und Dynamik betrifft, passt die Einstellung." Im Hinspiel begegneten die Mürschter dem Titelfavoriten durchaus auf Augenhöhe, gingen beim 0:2 aber leer aus. Die Elf des Trainer-Duo Dominik Ruh/Stefan Riegler musste am vergangenen Wochenende bezüglich eigener Meisterschaftsambitionen selbst einen herben Rückschlag hinnehmen, als man Tabellenführer FT Schweinfurt auf eigenem Geläuf mit 1:4 unterlag. TSV Bergrheinfeld - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 14 Uhr) Es war ein Paukenschlag, der aus dem Lager des FC 06 Bad Kissingen (8./24) vergangene Woche zu vernehmen war, als der Verein kurzfristig die einvernehmliche Trennung von Trainer Mario Wirth bekanntgab. Für das letzte Spiel des Jahres beim TSV Bergrheinfeld (10./21) stehen nun interimsmäßig Christian Heilmann als Spielertrainer sowie Stefan Greubel an der Linie zur Verfügung. "Darüber hinaus ist noch nichts entschieden. Wir sind auf der Suche, und wenn es etwas zu vermelden gibt, geben wir es bekannt", erläutert Abteilungsleiter Stephan Heimerl, der einräumte, dass der Zeitpunkt des Trainerwechsels sicher nicht der idealste war: "In der Winterpause wäre dies natürlich einfacher gewesen. Aber ich bin der Meinung, wenn es unterschiedliche Standpunkte bezüglich der sportlichen Zukunft gibt, muss man das gleich ansprechen und handeln." Sportlich tat dies den 06ern wenig gut. Man unterlag im Derby gegen Münnerstadt und handelte sich damit die dritte Niederlage in Serie ein, wodurch die guten Leistungen zuvor etwas getrübt werden. "Wir hatten gegen Münnerstadt große Probleme im Spielaufbau, konnten dadurch wenig Druck aufbauen und kamen zu selten in die Box. Die wenigen Torchancen, die wir hatten, haben wir vergeben. Und wenn du kein Tor schießt, kannst du nicht gewinnen", analysiert Heimerl, der für das Wochenende große Hoffnung in die Rückkehr von Erwin Gergely hegt: "Er soll in der Offensive als Ballverteiler agieren, so dass wir dadurch wieder gefährlicher vor dem gegnerischen Tor werden. Das Spiel in Bergrheinfeld ist für uns sehr, sehr wichtig. Wenn wir dort verlieren, hängt uns das über die lange Winterpause nach. Wir wollen das Jahr mit einem Erfolgserlebnis beenden." Im Hinspiel (1:2) taten sich die Kurstädter gegen den Aufsteiger äußerst schwer, so dass dieser die ersten Saisonpunkte überhaupt ergattern konnte. Mit einem Erfolgserlebnis im Rückspiel könnten die "Bercher" punktemäßig mit Bad Kissingen gleichziehen. Nicht nur deshalb erwartet Heimerl ein sehr schweres Spiel: "Wir tun uns generell nicht leicht mit defensiv ausgerichteten Mannschaften. Das wollen wir in diesem Spiel ändern und auf des Gegners Platz selbst die Initiative ergreifen." TSV/DJK Wiesentheid - SV Riedenberg (Sonntag, 14 Uhr) Endlich wieder mal gepunktet hat der SV Riedenberg (15./13) mit dem 1:1 gegen Rödelmaier. "Leistungsgerecht", wie SV-Coach Thorsten Seufert befand. Vor allem defensiv agierte seine Elf wieder deutlich stabiler, als bei der Niederlagenserie zuvor. "Allerdings waren die Voraussetzungen auch bessere. Die Rückkehr von Christoph Dorn hat der Mannschaft gutgetan. Er hat im Mittelfeld eine Ballsicherheit, die uns abgegangen ist. Genauso wie ein Simon Hergenröther in der Offensive. Allerdings sind wir wieder in Rückstand geraten, doch es spricht einfach für die Moral der Truppe, dass wir uns davon nicht haben unterkriegen lassen." Jetzt steht für die Grünweißen die Reise in den Steigerwald an mit dem Gastspiel beim TSV/DJK Wiesentheid (12./19). "Ein ungemein wichtiges Spiel für uns. Dafür muss man nur auf die Tabelle schauen. Mit drei Punkten mehr auf dem Konto kämen wir mit einem blauen Auge in die Winterpause. Verlieren ist eigentlich verboten. Da wäre der Abstand zum rettenden Ufer schon sehr groß", analysiert Seufert. Doch rechnet der erfahrene Coach mit mächtig Gegenwehr des Kontrahenten, dem man zuhause nur ein 0:0 abluchsen konnte: "Das war ein mäßiges Bezirksligaspiel. Wiesentheid hat allerdings aus den letzten Begegnungen Rückenwind. Sie haben gegen gute Mannschaften gepunktet, unter anderem Thulba geschlagen. Es ist eine junge Mannschaft mit Talent." Zuletzt konnten die Wiesentheider ein 3:3 aus Altbessingen mitnehmen und haben damit, auf dem ersten Nichtabstiegsrang stehend, sechs Zähler Vorsprung auf Riedenberg. Dort hofft man auf den Einsatz von Philipp Dorn, dem eine Handverletzung Probleme bereitet.

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